Monatsarchiv: Dezember 2009

Unnötige Anschaffungen 2009


Wickeltisch: Ypsilönchen wurde genau ein paar Dutzend Mal AUF dem Tisch gewickelt, da weder ich noch Ypsilönchenpapa es jedoch schaffen an alles zu denken BEVOR Ypsilönchen ausgekleidet auf dem Wickeltisch liegt, sie nicht alleine da liegen gelassen werden darf und es etwas umständlich ist das Kind Pieselspuren hinterlassen nackt durch die Wohnung zu schleppen, während Benötigtes zusammen gesucht wird und es etwas zu wachmaschinebemühend ist (die Ärmste braucht auch ihre Ruhe) das Bettzeug nach nackiger Ypsilönchenzwischenlagerung auf dem Bett fünf Mal am Tag zu wechseln, wickeln wir das Töchterchen am Boden, denn wenn sich nicht grad die Erde auf tut fällt sie von da nirgends hin auch wenn wir wirr durch die Wohnung eilend holen was zur Grundreinigung benötigt.

Joggingschuhe: Vor Ypsilönchens Geburt wäre ich niemals auf die Idee gekommen mich in unmöglich hässliche Schuhe und Trainingsanzug zu stürzen, um mich nach Draussen zu begeben und zu laufen. Nach Ypsilönchens Geburt und nachdem sich herausgestellt hat, dass was ich für Ypsilönchens übersehenen Zwilling hielt normale Nachschwangerschaftswampe ist, kam ich auf die Idee (sauteure nicht ganz billige) Joggingschuhe zu kaufen, was ich umgehend tat. Dabei blieb es.

Wunderbar warme Winterstiefel: Nicht unnötigerweise aber zum falschen Zeitpunkt habe ich diesen Kauf getätigt, Ende Schwangerschaft, mit Füssen elefantösen Ausmasses, darum Nummern zu gross, kaum mehr getragen da Frühling, nunmehr nur mit sechzehn Paar Wollsocken tragbar um nicht bodenhaftend schlurfen zu müssen damit nicht der Anschein erweckt wird ich wolle ständig und einigermassen plump Ach,ichbinAschenputtel,Prinz,bringmirmeinenSchuhwieder-Nummern abziehen.

Standmixer mit Äiskröscher: Einmal gebraucht, einmal ob seiner Unzulänglichkeit enerviert. Da wurde nur gemixert und geäiskröschert, wenn das Ding während der Mixerei und Äiskröscherei zusätzlich noch kräftig geschüttelt wurde. Nebst der Tatsache, dass mir dabei schlecht wurde und ich wochenlangen Muskelkater hatte, war hauptsächlich der ohrenbetäubende Lärm und die daraus resultierende Schwerhörigkeit problematisch und Beinahscheidungsgrund, nach dem ich mir ein Fruchtpüree und einen Äiskröschkakau zubereitet hatte: (Lieblingsschwangerschaftsgetränk-ernährung und, da am liebsten mit viel Sahne, Joggingschuhkaufgrund):
Ypsilönchenpapa: Oh, ich habe eine Zweitfrau in Kamerun. (eigentlich: Oh, ich sehe einen Äiskakau in Entstehung.)
Frau Gminggmangg: …
Ypsilönchenpapa: Es stimmt, mit vier Söhnen! (eigentlich: Bestimmt mit viel Sahne!)
Frau Gminggmangg: Ich bin im achten Monat schwanger, du Wüstling!
Ypsilönchenpapa: Ich zieh zu ihr, damit will ich sagen, dass du zu dick bist, falls du nicht verstanden hast. (eigentlich: ??? (frauschwangerundsensibeldrumvorsichtigerweise) Verzeih mir, damit will ich nicht sagen, dass du zu dick bist, falls du mich so verstanden hast.)
Um sie zu beruhigen ist zu erwähnen, dass sich die Missverständnisse im weiteren Gesprächsverlauf geklärt und die Gminggmanggs sich ausgesöhnt haben.

Ein Buch von Martin Suter: Das erklärt sich ja wohl von selber.

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Vom Reifen


Es reift in Familie Gminggmanggs Garten.

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Bescherung


“Ich brech’ dir die Rippen!” sprach der Husten und tats. Au.

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Von zweifelhaften Prioritäten


Aus all der ansprechenden und anspruchsvollen Literatur die bei uns in den Gestellen rumsteht, reisst Ypsilönchen das Buch “Mort” von Terry Pratchett aus dem Regal und an sich und gibt es nur unter Protestgebrüll wieder her. Jä nu, wenigstens kein Suter…

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Was man tun sollen muss – Bei der Begrüssung Hände geben und Blickkontakt halten oder Was man nicht sollen tun darf – Schlafen


Dass ich mich beim Schreiben des Titels ein erstes Mal verschrieben habe (Schlafen statt Schlagen) kann nicht mal mehr als freudsche Fehlleistung verstanden, sondern muss als Obsession in Bezug auf die Schlafthematik bezeichnet werden. Unbewusst ist hier gar nichts mehr (oder jedenfalls nichts dass mir Bewusst wäre, muaha.), vielmehr dreht sich jeder einzelne meiner all zu autonomen Gedanken hartnäckig um fantasievoll abwechslungsreiche Dinge wie, Liegen, Schlafen, Dösen, Bett, Schlafen, Nickerchen machen, Schlafen und Schlafen (insofern passt mein gestriger Verleser nicht so ganz ins Konzept, hätte ich doch die Sterbehilfe in diesem Falle der Streberhilfe unbedingt vorziehen müssen).
Ich bin zugegebenermassen nicht ganz unschuldig an meinem Schlafmangel denn ich habe (abgesehen von der Tatsache, dass ich mich für ein Kind entschieden habe, was ich natürlich nicht im Geringsten bereue) das Bedürfnis jeweils noch ein bis zwei Stunden wach zu bleiben, wenn Ypsilönchen im Bett ist, zu schreiben, zu lesen, zu ypsilönchenpapaen (der schläft aber immer ein) oder ähnlich kreativen Tätigkeiten nachzugehen. Ja, tatsächlich sehe ich mich genötigt die Abendstunden mit all jenen Dingen zu füllen, denen ich solange Ypsilönchen wach ist, ansonsten nicht meine volle Aufmerksamkeit widmen kann. Aber abgesehen davon kann ich nichts für meinen Schlafmangel, gar nichts, würde aber viel für die Eliminierung desselben und die Gedanken um ihn tun. Wäre gar nicht ungut wenn mir nicht auf sämtliche Fragen dieselbe Antwort entfleuchte:
„Wie geht es dir?“ „Schlafen.“
„Einfach oder Retour?“ „Schlafen.“
„Cumuls-Charte?“ „Schlafen.“
„Bar oder Karte?“ „Schlafen.“
„Was möchten Sie essen/trinken?“ „Schlafen.“
„Mädchen oder Junge?“ „Schlafen.“
„Wie heisst es?“ „Schlafen.“
„Ist dieser Patz noch frei?“ „Schlafen.“
„Dies ist eine Telefonumfrage von XY, dürfen wir Ihnen ein paar Fragen stellen?“ „Schlafen.“
„Möchten Sie eine Lohnerhöhung?“ „Schlafen.“.
Sie sehen, ich denke momentan einigermassen eintönig, verhalte mich noch eintöniger und erreiche damit dass meine Gegenüber innerhalb Sekunden einschlafen, ich aber wache.
Sie sehen weiter, dass ich an einem Punkt angelangt bin, an dem ich, wie gesagt, alles vieles machen würde, um der Schlaflosigkeit zu entrinnen. Hätte die Initianten der Minarettverbotsinitiative allen Ja-Wählern Gratisschlafminuten angeboten, hätte ich ohne Zögern „Ja“ gestimmt, mit Nachdruck, innig und voller Überzeugung. Ich würde Risotto essen, Coiffeuse werden, RödBull trinken, Polyesterkleidung tragen, exzessiv interpunktieren, Science-fiction- und Jim Carrey-Filme schauen, Martin Suter und den Blick lesen und Kriegsmaterial exportieren wenn ich dafür schlafen könnte.
Könnte ich denn mal wieder Schlafen, im Sinne von SCHLAFEN, nicht Dösen, Pöuernäppen oder Schläfchen halten, könnte ich eventuell auch wieder Texte schreiben, die ihren Titeln gerecht werden.

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Tages-Verleser


“Streberhilfe neben Kindergarten”

(tatsächlich hiess: Sterbehilfe)

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Nächstbars III oder Ypsilönchen könnte schon gehen


Unter uns wohnt Ypsilönchenpapas Vater. Ypsilönchenpapas Vater hat Katzen. Nächstbars mögen Ypsilönchenpapas Vaters Katzen. Tatsächlich scheinen sie neben Falschparkierereien und Zwangsgesprächen keine bedeutenderen Interessen zu haben sind sie die selbsternannten Anwälte oder zumindest Katzenjugendarbeiter der beiden Tiere. Mitarbeitern des Jugendamts ähnlich kontrollieren sie regelmässig ob die Katzen genügen zu Essen bekommen, Liebe und Zuwendung erhalten, genügend zu Essen bekommen, regelmässig rein und rausgelassen werden und genügend zu Essen bekommen. Verständlich, momentan leben die Katzen ja auch in problematischen Familienverhältnissen. Man stelle sich vor: Die Ypsilönchengrossmutter weilt in der Mongolei, die Ypsilönchenpapaschwester ist ausgezogen und der Ypsilönchengrossvater Katzenalleinhalter und vielbeschäftigt, die Katzen also quasi Schlüsselkatzen und (ich wiederhole mich, aber man stelle sich vor, Katzen, wie unverantwortlich (!):) auf sich alleine gestellt. Tatsächlich wird also von den Katzen erwartet, dass sie sich ihr Futter für einen Tag selbständig aufteilen und den Gang von draussen nach drinnen durch ein offenes Fenster selber bewältigen. Und weil so was ja zugegebenermassen als grobe Verletzung der Aufsichtspflicht und Verwahrlosung zu bezeichnen ist, sehen sich Nächstbars regelmässig zur pädagogischen Intervention verpflichtet. So bekundeten sie vor einigen Tagen ihre Bedenken in Bezug auf Qualität und Quantität der den Katzen zukommenden Nahrung.
Nächstbars: „Grüessech Frau Gminggmangg“
Frau Gminggmangg: „Grüessech Mitenang!“
Nächstbars: „Wie geht es Ihnen und dem kleinen Ypsilönchen?“
Frau Gminggmangg: „Gut, sie ist nun sechs Monate alt und robbt neuerdings.“ (An dieser Stelle dürfen bewundernde Ahs und Ohs gedacht werden.)
Nächstbars: Meine Tocher die Nächstbarstochter hat auch schon drei Kinder, die haben Sie ja bestimmt schon gesehen.
Frau Gminggmangg: „Ja, die gefühlten 15 Kinder habe ich auch schon gesehen. Ich sollte nun…“
Nächstbars: „Unsere andere Tochter hat noch keine Kinder, aber die hat auch keinen Mann. Füttern Sie die Katzen auch manchmal, zum Beispiel wenn der Ypsilönchengrossvater weg ist?“
Frau Gminggmangg: „Nein, das macht eigentlich immer der Ypsilönchenpapa.“
Nächstbars: „Vielleicht müsste man den Katzen ein wenig mehr Futter geben.“
Frau Gminggmangg: „So weit ich weiss, essen die Katzen nie selten auf was ihnen gegeben wird.“
Nächstbars: „Sind Sie sicher, denn bei uns scheinen die immer Hunger zu haben und fressen dann sehr viel, vielleicht sollten sie den Katzen doch noch etwas mehr zu Essen geben.“
Frau Gminggmangg: „Womit geklärt wäre weshalb der Viecher Bäuche trotz vorgegaukelter Fasterei beim Gehen über den Boden schleifen. Vielleicht sollten Sie die Katzen einfach nicht mehr füttern, die kriegen bei uns genügend zu Essen.“
Nächstbars: „Aber wenn sie doch Hunger haben…“
Frau Gminggmangg: „…sollen sie bei uns fressen, ES IST GENUG DA! Und wenn Ihre Langeweile nicht ständig in einen Übereifer und Überinteresse in Bezug auf uns und unsere Lebensweise ausarten würde, hätte ich schon viele Minuten gespart, hätte vielleicht ein gutes Buch oder eine Zeitung mehr lesen oder ich hätte mehr Zeit in die Förderung von Ypsilönchen stecken können, sie könnte nun nicht erst robben, sondern schon gehen und endlich das Katzenfütteramt übernehmen.
Nächstbars: „Welches Futter geben Sie Ihren Katzen denn?“
Frau Gminggmangg, korallengrabschaufelnd: „Schauen Sie da hat jemand auf der Zufahrtsstrasse parkiert!“

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