Archiv der Kategorie: Gestockt

16. Dezember – 11 Fragen


Eigentlich liegt hier schon ein mittelhoher Stöckchenstapel, der hier wohl eher auf ewig liegenbleiben wird, aber Ännis elf Fragen wollte ich nun doch beantworten. Ich werde das Ding nicht aktiv weiterreichen, stelle aber gerne anschliessend elf Fragen für (Frei)Willige zur Beantwortung zur Verfügung.

1. Denkst du manchmal in einer anderen Sprache als deiner Muttersprache? Wenn ja, welche und wann? 

Ja, ich denke manchmal englisch und führe auch entsprechende Selbstgespräche. Für mich gehören Selbstgespräche und Denken fest zusammen, Selbstgespräche sind mir unterstrichene Gedanken, die Gedanken, die ich gerne für einen Moment vom der ganzen gedanklichen Lautstärke und Gleichzeitigkeit trennen und eingehendere Beachtung schenken möchte. Sie sind von für mich unschätzbarem Wert in Zeiten der Entscheidungsfindung. Ich führe auch in allen anderen Sprachen, die ich mehr oder (hauptsächlich) minder beherrsche, Selbstgespräche, allerdings nie in komplexer Intensität. Niemals spreche ich in der ersten Person Singular mit mir, meistens in der zweiten oder dritten Person Singular, nicht selten in der zweiten Person Plural.

2. Welche Eigenschaft an Menschen kannst du auf den Tod nicht ausstehen? Warum?

Als Genauigkeit angekündigte, unangemeldete Ungenauigkeit, hauptsächlich in Bezug auf Pünktlichkeit, aber das habe ich ja unlängst schon ausformuliert. Daneben all die Eigenschaften, die man einst in den Freundebüchern niederschrieb: Unehrlichkeit im falschen Moment (Es gibt ja durchaus auch richtige Momente für Unehrlichkeit, beziehungsweise falsche Momente und Situationen für Ehrlichkeit.), masslose Egozentrik, betonte Hilfsbereitschaft, Aufopferung und Offenheit, Dogmatismus, akustisch schlechte Essmanieren und grosses Körperkontaktbedürfnis.

3. Rituale: Ein anderes Wort für “stumpfsinniger Trott” oder aber Sicherheit vermittelnder Bestandteil deines Lebens?

Letzteres. Zwingend.

4. Rauchst du/ Hast du je geraucht?

Ich habe je geraucht, allerdings nie regelmässig und die Fragestellerin, ehemalige Mitbewohnerin in meiner Sturm-und-Phase, schweige sich gefälligst vornehm aus!

5. Wie lange stehst du morgens vor dem Spiegel?

5 Minuten, Maximum, ehrlich. 2x (1x pro Auge) Wimperntusche, 2x Kajal, wenn das Gesicht langsam zum Schleifpapier (mit tiefer Nummer) wird, vielleicht mal eine Feuchtigkeitscreme, dazu Pferdeschwanz oder Dutt. Als ich allerdings vor einigen Tagen die Frage stellte, ab welcher Faltentiefe eine Antiagingcreme empfehlenswert wäre, wurde mir dringlichst geraten gestern damit begonnen zu haben. Vielleicht werde ich also demnächst einige Sekunden länger brauchen.

6. Wie häufig schminkst du dich?

Fast täglich. Wenn ich abends noch ausgehe, 2x täglich.

7. Gehst du gerne in den Zirkus? Warum?

Ich gehe nicht wahnsinnig gerne in den klassischen Zirkus, weil es mich schlicht nicht interessiert. Auch den atemberaubendsten Akrobaten kann ich in der Regel wenig abgewinnen, wenn sie nicht irgendwas Schnelles synchron machen. Trotzdem bin ich nicht selten in Zirken/Zirküssen/Zirkissen/Zirklen/Zirkiwieauchimmer, weil wir einige Artisten/Musiker Freunde, beziehungsweise Kindes Paten, nennen. Das ist nicht weiter schlimm, weil die Kinder selbstredend mit Begeisterung hingehen und weil niemand der Bekannten in einem klassischen Zirkus mit Tiernummern und debilen Clowns arbeitet, sondern hier eher von artistisch angehauchten Freilufttheatern zu sprechen ist.

8. Was passiert deiner Meinung nach nach dem Tod?

Ich meine nicht, ich ahne nicht, ich weiss es nicht.

9. Was war der erbärmlichste/entwürdigendste (Neben-) Job, den du je hattest?

So richtig erbärmlich oder entwürdigend war kein Nebenjob, den ich je hatte. Ich habe mal Regale eingeräumt, das habe ich sehr gerne gemacht, alles in Reih und Glied aufstellen, Sie verstehen. Ich wurde allerdings für mein Tempo nicht wahnsinnig geschätzt. Der Entwürdigung nah war allerdings vielleicht der Mickriglohn, den ich in einem florierendem Sportgeschäft fürs Etikettenschneiden und –kleben verdient habe.

10. Wie verhältst du dich in einem Museum?

Ich bin zu schnell für meine Begleitung. Immer.

11. Wie stehst du zu Leggins?

Gern getragen, unter Jupes, Kleidern und (bei Kälte) Hosen.

***

Meine Fragen:

1. In welcher/n Person/en (Grammatik) führen Sie Selbstgespräche?

2. In welchen Staat würden Sie nicht reisen wollen?

3. Wieso?

4. Halten Sie sich beim Zusammenbauen von Möbelstücken an die Anleitung?

5. Wieso?

6. Können Sie mir einen Wein empfehlen?

7. Welchen?

8. Ordnen Sie Ihre Bücher?

9. Nach welchen Kriterien?

10. Möchten Sie mir ein Paar Wollsocken stricken?

11. Wieso (nicht)?

Nehmet, antwortet.

***

Bloggen im Jahre 2012

16. Dezember

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2. Dezember – 20 Fakten


Die 20-Faktenwelle, die vor einiger Zeit durch die Blogs wallte, ist eigentlich lange vorbei, aber ich muss ja wohl diesen Blogadventskalender hier füllen, darum: 20 Dinge, die Sie vielleicht nicht über mich wussten.

  1. Ich esse geordnet.
  2. Ich träume immer.
  3. Ich kann nicht warten.
  4. Ich mag Wattestäbchen.
  5. Ich habe Wortaversionen.
  6. Ich trete nicht auf Plattenfugen.
  7. Ich bereite mich auf jedes Treffen vor.
  8. Ich bin unordentlich, aber ordne gerne.
  9. Ich wollte einst Schriftstellerin werden.
  10. Ich hatte mal einen Nebenjob im Supermarkt.
  11. Ich wollte nie Kinder habe oder mit ihnen arbeiten.
  12. Ich trage immer mindestens ein rotes Kleidungsstück.
  13. Ich schlafe nie ohne Decke, auch nicht bei über 30°C.
  14. Ich lese Zeitungen von hinten nach vorne nach hinten.
  15. Ich vergesse immer Schubladen und Schranktüren wieder zu schliessen.
  16. Ich bade nur in Gewässern, die mindestens 20°C, lieber 40°C warm sind.
  17. Meine wirklich unsympathischen, unschönen Eigenschaften verschweige ich hier.
  18. Ich kann nicht nur einen Film schauen, ich muss dazu schreiben, lesen oder sinnentleerte Spiele spielen.
  19. Ich konzentriere mich ungern auf nur eine kognitive Sache, scheitere aber an der gleichzeitigen Ausführung zweier motorischer Handlungen.
  20. Ich schaue/lese Filme/Bücher nie zweimal, weil ich diese Handlungsdéjàvues ungern mag, ergoogle mir aber bei all zu grosser Spannung manchmal den Ausgang der Geschichte.

 

Adventsbloggen im Jahre 2012:
2. Dezember

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Zehn Fragen


Die werte Frau Miez  stellte mir im Rahmen eines neuerlich grassierenden Taggingvirus’ zehn Fragen:

DER oder DAS Blog? DIE oder DAS Nutella? DER oder DAS Laptop?

Ich unterscheide nach Sprache/Dialekt in der/dem ich mich gerade unterhalte, die erste Variante ist im Folgenden Hochdeutsch, die zweite Variante Berndeutsch: Das Blog/ dr Blog, die Nutella/ ds Nutella, der Laptop/ dr Laptop.

Welches ist Dein liebstes Fest im Jahreskreis und warum?

Ich bin ein Feiertagsmuffel, aber wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich wohl den Jahresübergang wählen. Ich mag es, mich durch die Fotos des letzten Jahres zu wühlen, mir chronologische Gedanken über das vergangene Jahr zu machen und mir das Kommende auszumalen.

Hast Du Geschwister und welchen Stellenwert haben sie in deinem Leben?

Ich habe eine Schwester, die mir sehr wichtig ist und mit der ich relativ engen Kontakt pflege. Ausserdem ist sie meine Sportmotivatorin und jagt mich endlich wieder regelmässig Kletterwände hoch.

Wenn Du Dir eine Fertigkeit über Nacht – im Schlaf – aneignen könntest, welche wäre das?

Ich wollte diese Frage erst mit “Spielt keine Rolle, ich möchte einfach irgendetwas richtig, richtig gut beherrschen.” beantworten. Das ist nicht gänzlich falsch, denn tatsächlich kann ich sehr viele Dinge, manches sogar ziemlich gut, aber ich habe kein herausragendes Talent, würde mir aber manchmal genau das wünschen: Perfektion, echtes Können. Aber nach genauerem Nachdenken schien mir die Talentwahl doch wichtig, denn wenn ich schon wählen kann, möchte ich nicht mit der Fähigkeit zu perfektem Steeldrumspiel erwachen, wenn ich auch perfektes Russischsprechen oder so hätte haben können.

Du hast ein Blog. Aber war bedeutet für Dich Schreiben generell?

Kopfreinigung, Magenentleerung und Gehirnstütze.

Welches war die teuerste Anschaffung, die Du für eins deiner Kinder getätigt hast. Und welche die Wertvollste?

Die teuerste Anschaffung, wenn auch nicht in konkret materiellem Sinne, ist die KiTa der Kinder. Wir bezahlen monatlich einen nicht unwesentlichen Beitrag, der sich aber auf der ganzen Linie lohnt, ja, vielleicht ist die KiTa zugleich auch unsere wertvollste Anschaffung. Sie gibt uns die Möglichkeit unseren Alltag so zu gestalten, wie wir es aktuell können und möchten.

Bist Du mit Deiner Berufswahl zufrieden?

Nicht immer, manchmal, aber grundsätzlich denke ich, dass ich für mich, meine damalige und heutige Situation die richtige Wahl getroffen habe, mit allen Vor- und Nachteilen, die der Beruf der Heilpädagogin mit sich bringt. Ich bin allerdings überzeugt davon, dass ich in mittelferner Zukunft noch andere berufliche Wege beschreiten werde.

Tacker oder Büroklammern?

Bei meinem Geschick? Zum Wohle Aller (Verletzungsgefahr) und für die Umwelt (niedrige Treffer-, hohe Abfallquote) benutze ich Büroklammern.

Dein aktuelles Lieblingslied ist …

Ich habe kein Lieblingslied. Ich höre Musik entsprechend der Verfassung, in der ich mich befinde, das heisst so divers wie mein MP3Player es erlaubt. Ich habe Musik fürs Fernwehen, Selbstmitleidsuhlen, Vorfreude und Musik die zur Bodenplattenmusterung im Berner Bahnhof passt.

Bitte vervollständige: Wenn die Kinder schlafen …

beginnt hier das grosse Gammeln. Ich surfe, schaue Filme, schreibe, unterhalte mich mit Herrn G., esse all die Süssigkeiten, die wir vor den Kindern versteckt halten oder trinke ein Glas Wein.

Laut Spielregeln müsste ich nun 10 weitere Blogs mit Fragen traktieren, wer immer gerne von mir befragt würde, melde sich an dieser Stelle, ansonsten lasse ich diesen Kelch mit fauler Freude an mir vorbeigehen.

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Die Lieblingsbücher der Y


Schon als ich es bei Herrn Buddenbohm gesehen hatte, hielt ich die Idee, unsere Kinder nach ihren Lieblingsbüchern samt Begründungen zu fragen, für hervorragend, als ich dann von Katharina dazu aufgefordert wurde, die Erkenntnisse auch kund zu tun, habe ich Ypsilönchen zum Interview gebeten. Ypsilönchen liebt Bücher und verbringt auch viel Zeit vor und neben dem Bücherregal. Nach den Lieblingsbüchern gefragt, tat sie sich erst schwer und befand alle für lesenswert, nach einigen Überlegungen kam sie allerdings zum Schluss, dass die sechs folgenden Werke es ihr besonders angetan haben. (Dabei verwundert es nicht wahnsinnig, dass trotz der Tatsache, dass wir über eine beachtliche Anzahl Kinderbücher verfügen, zwei (vier) der Kinderbuchprotagonisten, die ich hier als besonders liebenswert bezeichnet habe, auch auftauchen.):

Foto

David Mc Knee: Elmar
„Weil sie Elmar auf den Rüssel genommen haben. Weil noch ein Tiger und ein Löwe drin vor kommen. Und weil Elmar die anderen erschreckt.“
 
Gabrielle Vincent: Mimi und Brumm beim Fotografen
„Weil Mimi schleicht und einfach die Geheimnisschublade von Brumm öffnet. Und weil Mimi auf dem Foto einen rosa Schirm hat.“
 
Herders grosses Bilderlexikon, illustriert von Robert Andre
„Weil es Flamingos drin hat und andere Vögel drin und einen Flugzeugarzt und Raubkatzen  und ein Feuer und seine Wehr und Abfall und ein Konzert und einen Zirkus und ein Schiff mit kleinen Leuten und einen Kakadu und viele Velos und eine Rakete und ich möchte jetzt lieber nicht alles aufzählen, ich habe keine Zeit.“
 
Slawomir Wolski und Josef Wilkon: Mister Browns Katze
„Weil das kleine Kätzchen gross und ein Tiger wird und der dann durchs ganze Haus springt, in die Küche und so und auf Herrn Braun. Und weil die gestreifte Schlafanzüge haben.“
 
Emily Gravett: Das komische Ei
„Weil ein grosses Krokodil aus dem Ei mit den Punkten kommt und alle anderen frisst.“
 
Helme Heine: Freunde
„Weil die alle miteinander Velo fahren und weil sie zusammen ins Gras gagle (koten).“

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Autobiografietitel, die Fortsetzung (8.Dezember)


Adventsbloggen und es fehlen noch 16 Artikel, ich gebe zu, es fällt mir nicht immer leicht, mir Bloggbares aus den Fingern zu saugen einfallen zu lassen. Deswegen wärme ich Altes auf und füge Bestehendem Neues hinzu, gerade beliebig erweiterbare Listen wie die potentieller Autobiografietitel eignen sich hervorragend:

Neu:

Chronisches Fernweh – Ein Selbsthilfebuch

Kaffee für alle – Weltfrieden ist keine Utopie

Die Zwiebel –Eine Kleidungsschicht ist keine Kleidungsschicht

Unter Umständen vielleicht eventuell schon… Oder auch nicht – Gelebte Wankelmut

Massnahmen zur Früherkennung potentieller Pen(n)delstörungen für mehr Sicherheit im Berufsverkehr – Ein Buch zur Gewaltprävention

Alt:

Ein Leben auf Achselhöhe

Prokrastination – Eine Betroffene bricht ihr Schweigen – Bald

Lucky Glucke

Dings und mein anders Kind – ein Leben mit SmdSd

Bekenntnisse der Schokoladenstaplerin Frau Gminggmangg

Also sprach Frau Gminggmangg

Vom Streben nach Ordnung – die Geschichte des Scheiterns

„Er macht nichts!“, „Jeder wie er mag!“ und andere Beleidigungen – Mein Weg von der Heilpädagogin zur Gewaltverbrecherin

Eine Freundschaft – Frau G. und die Wassermelone

G-Fakten

Geständnisse – Ich schrieb nicht immer die Wahrheit

 

 

 

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Folgende Blogger haben mitgemacht und ebenfalls ihre Liste potentieller Autobiografien veröffentlicht:
Die liebe Nessy 
Frau Lotterleben 
Frau Ansku 
Lili legt los 
Angarasu 
Vorspeiseplatte 
Kostbarkeiten 
Ohne Vorwäsche 
Stadtgeflüster 
Monstermeute 
Unsinn und Anderes 
Welt des Wissens 

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Marottenstock – Oder Y- und Äm-Fakten


Frau Miez hat mich hier mit diesem wirklich tollen Stöckchen beworfen, bei dem es darum geht, fünf Marotten des Nachwuchses zu nennen. In gewisser Weise tue ich das jeweils schon, wenn ich von Y- und Äm-Fakten schreibe, aber gerne werde ich diese Gelegenheit nutzen und von den neusten, absolut liebenswerten, Absonderlichkeiten der Lönchens zu berichten. 

Jeden Abend vor dem Schlafen besprechen wir gemeinsam mit Ypsilönchen den Tag, vom Moment des Aufwachens, bis zum Moment des Schlafengehens. Abgeschlossen wird der chronologische Tagesrückblick mit den Worten „Und itz chasch du schlafe!“, die sie bei Bedarf, oder Vergessen unsererseits auch selber äussert. Während des ganzen Abendrituals, trinkt Ypsilönchen ihre verdünnte Milch aus der Flasche, die zwar immer verlangt, aber nie beim erstmaligem Überreichen angenommen wird, denn es muss zwingend noch ein Schluck kaltes Wasser beigefügt werden, völlig unabhängig von der tatsächlichen Temperatur des Flascheninhalts. Kompromisse, wie vorgängig beigefügtes Kaltwasser, werden rigoros ausgeschlagen und so buche ich die zusätzlich zurückgelegten Meter als Dienst an meiner Figur ab und jogge dafür nicht mehr.

So sehr wie Y sich für Tiere, und insbesondere ihre Ausscheidungen, interessiert, wenn diese hinter Gittern oder sonst irgendwie dingfest sind, also die Tiere, nicht die Ausscheidungen, so sehr fürchtet sie sie auch, wenn die Vier-, Mehr- und Keinbeiner sich ungehindert auf sie zu bewegen oder ihr ungefragt Aufmerksamkeit schenken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich beim animalischen Wesen um eine vermeintlich grimmig blickenden Ameise, oder eine streichelbedürftige Jungkatze handelt: es wird erstmal gekreischt. Nun ist es aber so, dass Y vor einigen Monaten beschlossen hat, dass sie nun gross sei und somit keine Angst mehr vor so kleinen Tieren mehr zu haben brauche. Auf unsere beschwichtigenden Hinweise auf ihren Entschluss, reagiert sie mit: „Ah, ja, stimmt ja.“ und beginnt den Kreischkonzertauslöser zu streicheln, im Falle der Ameise leider mit tödlichen Konsequenzen.

Es ist ja nun offensichtlich so, und das muss Ihnen auch schon aufgefallen sein, dass sich die Welt um Ypsilöchen dreht. Die Zeitungen sind voll mit ihrem Namen, wo immer ein Y zu entdecken ist, ist klar, damit ist Ypsilönchen gemeint. Und erst das Radio! Ich sage Ihnen, fast ausnahmslos alle besingen das Ypsilönchen. Die ysche Fähigkeit in gespielten Liedern ihren Namen herauszuhören, ist wirklich erstaunlich, tatsächlich höre ich ihn nach mehrmaligen Hinweisen auf die genaue Liedstelle meist auch. An dieser Stelle ist es etwas schade, dass ich die Namen der Kinder hier nicht ausschreiben kanndarfwill, denn sonst hätte ich sie jetzt alle aufgefordert „We all live in a Yellow-Submarine“ zu singen.

Y hat sich in Äms Alter immer die Mütze vom Kopf gezogen. Das tut Äm nicht, sie zieht lieber allen anderen die Mützen vom Kopf. Sie tut dies mit Vehemenz und Ausdauer, bei Y, bei mir (und ich bin passionierte Mützenträgerin) und, wenn in der Tragehilfe und entsprechend auf Kopfhöhe mit allen anderen, im Bus auch gerne bei Fremden.

Staubsaugen ist hier momentan nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich, denn sobald der Staubsauger angeworfen wird, sind Y und Äm sofort zur Stelle, werfen sich im Wettbewerb um den besten Platz über das Gerät und lassen sich, was sonst verpönt, ihre Haare föhnen. Die Weiterfahrt durch die Wohnung wird nur unter grossem Protest, oder gar nicht ermöglicht. Wir erwägen die Anschaffung eines Zweitsaugers. Oder den Umzug in eine Wohnung in der Grösse des Staubsaugerschlauchradius‘.

Ich lege das Stöckchen hiermit zur freien Verfügungen ins Blog. Lassen Sie es bitte nicht verstauben.

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10 (+1) mögliche(r) Autobiografietitel


Ein Leben auf Achselhöhe

Prokrastination – Eine Betroffene bricht ihr Schweigen – Bald

Lucky Glucke

Dings und mein anders Kind – ein Leben mit SmdSd

Bekenntnisse der Schokoladenstaplerin Frau Gminggmangg

Also sprach Frau Gminggmangg

Vom Streben nach Ordnung – die Geschichte des Scheiterns

„Er macht nichts!“, „Jeder wie er mag!“ und andere Beleidigungen – Mein Weg von der Heilpädagogin zur Gewaltverbrecherin

Eine Freundschaft – Frau G. und die Wassermelone

G-Fakten

Geständnisse – Ich schrieb nicht immer die Wahrheit

 

 

Wie hiesse Ihre Biografie?

 
 
Ich spielte kurz mit dem Gedanken, das hier als Blog-Stöckchen-Dingens durch die Bloggegend zu werfen, bin aber, man mag es kaum glauben, doch zu scheu, direkt auf jemanden (beispielsweise Frau Nessy oder Frau Lotte(r)leben) zu zielen, weswegen ich es bei dieser Anmerkung belasse und heimlich weiter rumneugiere. 

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