Archiv der Kategorie: Y-&Äm-Fakten

Spiel. Nicht. (14. Dezember)


Wenn meine Kinder mit mir spielen wollen, bin ich zugegebenermassen nicht immer endlos motiviert, ein Umstand der die Kinder jeweils herzlich wenig beeindruckt und manchmal bleibt nur eine Option: Das Spiel in die richtige Richtung lenken.

Ein nettes Spiel ist die Legobauerei, denn hier lässt sich Y hervorragend dafür einsetzen, mir aus der Kiste voller loser Legosteine den richtigen herauszusuchen. As Äm anbelangt, arbeiten wir noch an eine Einsatzmöglichkeit, der Part als „menschlicher Staubsauger“ stellte sich als verdauungstechnisch ungünstig heraus.

Ebenfalls ein gutes Spiel ist „präppe“ (Unterricht vorbereiten). Dabei setzen wir uns alle mit unseren Laptops (im Falle der Kinder sind es aufgeklappte Bücher) an den Tisch, sind leise und arbeiten.

Das beste Spiel aller Zeiten aber ist, selbst in krankem Zustand, „Schlafengehen“. Meine Aufgabe in diesem komplexen Spiel ist es, mich hinzulegen und die Augen zu schliessen, während Y und Äm mich zudecken, sich neben mich setzen, mir über den Kopf streichen und Lieder summen, das kann so tatsächlich bis zu einer halben Stunde gehen, wenn ich nicht unvorsichtigerweise tatsächlich einschlafe. Dann nämlich schleichen sich die Beiden betont leise (laut geflüsterte Leisheitsbekundungen) aus dem Zimmer und es wird sofort garstig laute Morgen und ich muss Morgenessen spielen. Vermeiden lässt sich Letzteres, in dem ich, ganz lebensnah, immer wenn die Beiden fast draussen sind die Augen öffnen und verkünde nicht schlafen zu können. Rache und so Sachen, Sie wissen schon. Was

tbc.

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Marottenstock – Oder Y- und Äm-Fakten


Frau Miez hat mich hier mit diesem wirklich tollen Stöckchen beworfen, bei dem es darum geht, fünf Marotten des Nachwuchses zu nennen. In gewisser Weise tue ich das jeweils schon, wenn ich von Y- und Äm-Fakten schreibe, aber gerne werde ich diese Gelegenheit nutzen und von den neusten, absolut liebenswerten, Absonderlichkeiten der Lönchens zu berichten. 

Jeden Abend vor dem Schlafen besprechen wir gemeinsam mit Ypsilönchen den Tag, vom Moment des Aufwachens, bis zum Moment des Schlafengehens. Abgeschlossen wird der chronologische Tagesrückblick mit den Worten „Und itz chasch du schlafe!“, die sie bei Bedarf, oder Vergessen unsererseits auch selber äussert. Während des ganzen Abendrituals, trinkt Ypsilönchen ihre verdünnte Milch aus der Flasche, die zwar immer verlangt, aber nie beim erstmaligem Überreichen angenommen wird, denn es muss zwingend noch ein Schluck kaltes Wasser beigefügt werden, völlig unabhängig von der tatsächlichen Temperatur des Flascheninhalts. Kompromisse, wie vorgängig beigefügtes Kaltwasser, werden rigoros ausgeschlagen und so buche ich die zusätzlich zurückgelegten Meter als Dienst an meiner Figur ab und jogge dafür nicht mehr.

So sehr wie Y sich für Tiere, und insbesondere ihre Ausscheidungen, interessiert, wenn diese hinter Gittern oder sonst irgendwie dingfest sind, also die Tiere, nicht die Ausscheidungen, so sehr fürchtet sie sie auch, wenn die Vier-, Mehr- und Keinbeiner sich ungehindert auf sie zu bewegen oder ihr ungefragt Aufmerksamkeit schenken. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich beim animalischen Wesen um eine vermeintlich grimmig blickenden Ameise, oder eine streichelbedürftige Jungkatze handelt: es wird erstmal gekreischt. Nun ist es aber so, dass Y vor einigen Monaten beschlossen hat, dass sie nun gross sei und somit keine Angst mehr vor so kleinen Tieren mehr zu haben brauche. Auf unsere beschwichtigenden Hinweise auf ihren Entschluss, reagiert sie mit: „Ah, ja, stimmt ja.“ und beginnt den Kreischkonzertauslöser zu streicheln, im Falle der Ameise leider mit tödlichen Konsequenzen.

Es ist ja nun offensichtlich so, und das muss Ihnen auch schon aufgefallen sein, dass sich die Welt um Ypsilöchen dreht. Die Zeitungen sind voll mit ihrem Namen, wo immer ein Y zu entdecken ist, ist klar, damit ist Ypsilönchen gemeint. Und erst das Radio! Ich sage Ihnen, fast ausnahmslos alle besingen das Ypsilönchen. Die ysche Fähigkeit in gespielten Liedern ihren Namen herauszuhören, ist wirklich erstaunlich, tatsächlich höre ich ihn nach mehrmaligen Hinweisen auf die genaue Liedstelle meist auch. An dieser Stelle ist es etwas schade, dass ich die Namen der Kinder hier nicht ausschreiben kanndarfwill, denn sonst hätte ich sie jetzt alle aufgefordert „We all live in a Yellow-Submarine“ zu singen.

Y hat sich in Äms Alter immer die Mütze vom Kopf gezogen. Das tut Äm nicht, sie zieht lieber allen anderen die Mützen vom Kopf. Sie tut dies mit Vehemenz und Ausdauer, bei Y, bei mir (und ich bin passionierte Mützenträgerin) und, wenn in der Tragehilfe und entsprechend auf Kopfhöhe mit allen anderen, im Bus auch gerne bei Fremden.

Staubsaugen ist hier momentan nur noch unter erschwerten Bedingungen möglich, denn sobald der Staubsauger angeworfen wird, sind Y und Äm sofort zur Stelle, werfen sich im Wettbewerb um den besten Platz über das Gerät und lassen sich, was sonst verpönt, ihre Haare föhnen. Die Weiterfahrt durch die Wohnung wird nur unter grossem Protest, oder gar nicht ermöglicht. Wir erwägen die Anschaffung eines Zweitsaugers. Oder den Umzug in eine Wohnung in der Grösse des Staubsaugerschlauchradius‘.

Ich lege das Stöckchen hiermit zur freien Verfügungen ins Blog. Lassen Sie es bitte nicht verstauben.

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Äm- und Y-Fakten III


Y

Aktuelles Lieblingsthema der Y sind Pferde. Pferde in allen Formen, Farben und vor allem ganztags. Zu Ys Glück und unserem Leidwesen hausen wir unweit eines Reiterhofs, ein Umstand, der es uns ermöglicht bei jeder Gelegenheit bei den Pferden vorbei zu sehen. Das mag an manch übellaunigen Nachmittagen deeskalierend wirken, aber ich habe in den letzten Monate genügend Pferdebetrachtungen absolviert für die nächsten dreissig Jahre. Nicht so Y. Niemals Y. Und so vermeiden wir das Wort Pferd in unserem alltäglichen Sprachgebrauch, um Y nicht zusätzliche Vorlagen für neuerliche Pferdesehsehnsüchte zu liefern. Bemerkenswert ist auch, dass wir bereits jetzt an dem Punkt angelangt sind, an dem mich mein Kind mit seinem Wissen kurzerhand überbietet. Der Dame Gute-Nacht-Lektüre ist nämlich neuerdings ein Pferdebuch, dessen Inhalt sie dank Herrn Gminggmangg derart auswendig kennt, dass sie mir, zu meiner minimen Befremdung, auf einem Spaziergang vor Wochen erklärte, dass die Pferde vor uns „Haflingel“ seien und keie „Angalusie“, „Fliiise“ oder „Alabel“.

Alle Kinder haben ihn, den Klugscheissmodus. Bei Y wird er rege genutzt und ist all zu oft der Spiegel unserer selbst. Sei es wenn sie mich nach herzhaftem Gähnen meinerseits, mit unbewusst sarkastischem Unterton, darauf hinweist, dass ich eben länger hätte schlafen müssen oder wenn sie mir erklärt, dass Äm eigentlich reden könne, sie dafür aber einfach zu scheu sei. Oft übernimmt sie aber auch einfach unsere Redensarten(„Mama, komm mal! Schau wie wuuundeeerbaaar Äm gekotzt hat!“) und wirkt damit schlicht entwaffnend, der (un)nötigen Ernsthaftigkeit entgegen.

Y bemalt die Tür. Frau G. entsetzt: „Y, was machst du da?“

Y: „Ich male. Ich glaube einfach, dass das eine sehr gute Idee ist.“

Ich meine, was bleibt mir da zu sagen? Sie hat ganz offensichtlich nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.

Y unterscheidet problemlos Männern von Frauen und umgekehrt. Nur mit den Halbwüchsigen bekundet sie Mühe. Klar, sie ist damit nicht die einzige, trotzdem startete ich den Versuch ihr den differenzierteren Sachverhalt näher zu bringen. Sie hat verstanden, glaube ich, jedenfalls lässt die Tatsache darauf schliessen, dass sie unterwegs und vorzugsweise in geschlossenen öffentlichen Räumen auf Jugendliche zeigt und sagt: „Das isch e Teenager, gäu?!“

Äm

Äm setzt neue Trends, unverzichtbares und vor allem umweltfreundlich und energiearm hergestelltes Accessoire des guten Tons ist die obligate Spuckeblase.

Äm isst Brei. Und umgekehrt.

Äm ist an Körperstellen und in Situationen kitzlig, die ich bis anhin so nicht kannte. Kichern bei der Fussbesockung ist keine Seltenheit, auch schlafend.

Kennen sie diese Tiere, die sich nicht zu bewegen scheinen und trotzdem ohne Zweifel vorwärts kommen? Wie Würmer, Maden und Schnecken? Fügen Sie dem Können besagter Tiere noch zwischenzeitliche seitliche Umdrehungen hinzu und Sie haben eine ziemlich genaue Vorstellung der, gemessen an der Tatsache, dass sie sich damit durchaus von Raum zu Raum zu bewegen vermag, effektiven ämschen Fortbewegungsgewohnheiten.Wo immer das Ämchen schlussendlich eingesammelt werden will, gilt es erst das angesaugte Vakuum zu lösen. Für die auditive Veranschaulichung stecken Sie sich bitte den Finger in den Mund und machen Sie dies bzw. dies.

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Y&Äm-Fakten II


Yfakten

Ypsilönchen ist ein wahnsinnig hilfsbereites Wesen, gerne auch wenn sie nicht darum gebeten wird. Ein wunderbarer Wesenszug, wenn auch manchmal etwas übermotiviert ausgelebt. Wickle ich klein Äm schleppt Y binnen Sekunden Wechselwindelberge an oder legt, wenn wir den unmittelbaren Prdouktionsmoment von Äms Windelinhalt verpassen, gern auch selber Hand an, so dass wir Ypsilönchen Waschlappenschwingend vor nackter Äm vorfinden. Was auch immer vor Y für Beschwerden geäussert werden, Y sucht Linderung zu finden. Wenn ich mich über stillbedingt auslaufenden Busen beklage, zögert Ypsilönchen nicht: „Soll ich zu halten?“ Und tut es ohne Antwort abzuwarten.

Sollten Sie sich zufälligerweise in der nächsten Zeit in der Schweiz aufhalten und auf Eltern treffen, die sich für eindringliche Gespräche mit ihrer Tochter auf den Boden legen: Das ist Familie Gminggmangg, gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen. Oder versuchen SIE mal, mit einem Kind auf Augenhöhe zu begeben, das sich niederkniet, sobald Sie das tun.

Ypsilönchen hat eine imaginäre Freundin, sie heisst Ann, trödelt dauernd rum, so dass wir auf sie warten müssen, verliert Dinge, die wir suchen müssen und provoziert häufig ysches Entsetzensgeschrei, weil sie sich mit Vorliebe unter meinen Hintern legt, bevor ich mich hinsetze.

Wenn Y, was sie viel tut, fragt: „Mama, darf ich (Beliebiges einsetzen)?“, ist das keineswegs die Frage um Erlaubnis, sondern Ankündigung des yschen Tuns und Widerstand zwecklos.

 

Ämfakten

Äm verbringt ihre Tage derweil damit, einfach ein fürchterlich niedliches Baby zu sein. Sie trinkt, stuhlt, pinkelt, flatuliert, rülpst, lächelt, dreht, greift und verlangt abends ab und zu nach einer Extrarunde am Fluss.

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Y&Äm-Fakten


Äm-Fakten

Noch sind wir nicht sicher, ob Äm einen sehr tiefliegenden Haaransatz, oder einfach nur eine gigantische Augenbraue von Brauenansatz bis Nacken hat. Der von Frau Bauchherzklopf vorgeschlagene Haarspangentest brachte bis anhin keine eindeutigen Resultat, es bleibt das Haarwachstum zu beobachten und uns schlimmstenfalls, und für diese Anregung danke ich Frau Nessy, in Dankbarkeit zu üben, erübrigt sich doch hiermit die schwere Entscheidung für oder gegen Stirnfransen. 

 

Tagsüber schläft die Äm so viel (Mittagsschlaf der Y ausgenommen), dass wir jeweils kurzfristig vom Übernamen Äm-Appendix (siehe Ämgeburt, lange Version) zu Äm-Penndix wechseln.

 

Rezept um Äm in wachem Zustand bei Laune zu halten:

2-3 (oder mehr) grimassierende, gurrende und quietschende Personen mit tendenziell hohen Stimmen

1, nach Möglichkeit lauten, Staubsauger in Betrieb und Gebrauch, blosses Laufenlassen wird nur ungern gehört

2 Hände, bzw. Daumen, die mit Regelmässigkeit und gleichmässigem Druck die beiden ämschen Füsse massieren

2 Hände, die den ämschen Rücken beklopfen

2 Hände, die sich so arrangieren, dass sie eine Äm-Liege bilden, die das aufrechte Hängen in (von Boden aus gesehen) mindestens 45° Winkel erlauben

 

Y-Fakten

Ypsilönchen bekundet momentan sehr gerne ihre Liebe und ist dabei sehr unvoreingenommen. Eine liebenswerte Eigenschaft, wenn sie so am Küchentisch sitzt und mit verklärtem Blick verkündet: „I ha Remo fescht gärn!“, etwas seltsam, aber nachvollziehbar: „I ha Sprützchanne (Giesskanne) fescht gärn!“ zweifelhaft, aber akzeptabel auch: „I ha Rodscha (Federer) fescht gärn!“, befremdlich wird es, wenn sie bekundet: „I (Name unserer Versicherung) fescht gärn!“.

 

Liebe Y, wir haben dich durchschaut, wir haben durchaus bemerkt, dass du dir an Blüttlitagen (Nackt-Sein-Tagen und nein, obwohl es das auch geben soll, nicht wir als Familie, sondern nur die Y bei warmem Wetter) die immergleiche Gartenecke für Pinkeleien aussuchst und wissen deshalb, dass du durchaus zur Blasenkontolle in der Lage bist, auch wenn du das vehement verneinst. Ich verstehe aber, dass du das zweimal wöchentliche Kehrichtrausbringintermezzo, bei dem deinen Eltern kurz vor Abholzeit einfällt, dass es viellicht gut wäre die überquellenden Abfalleimer unter wüstem Fluchen zur Fusion und gen Strassenrand zu bewegen, ungern missen möchtest und bestimmt deshalb mit anhaltender Begeisterung für Windelabfälle sorgst.

 

Ypsilönchen liebt die Äm inniglichst und das nicht bloss weil sie kotzt, freiluftpinkelt und dauernd kotet, obwohl diese Umstände gewiss durchaus begünstigend wirken, nein, sie liebt sie durchaus auch einfach so, möchte sie in allen möglichen und unmöglichen Momenten halten und verteidigt sie mit Vehemenz gegen Eindringlinge und andere Störenfriede. Sie wahrt den ämschen Schlaf, mahnt zur Sanftheit oder geht auch mal körperlich gegen empfundene Aufdringlichkeiten vor.

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