Archiv der Kategorie: Ypsilönchen

5 Jahre Y oder das Geburtstagsinterview II.


Was zwingend zu einem gelungenen Ypsilönchen-Fünfjahresgeburtstag gehört:

▪   Beim Frühstückstisch einem Arsenal von aufgehängten Glitzerleimstiften, Glitzerstaubdosen, Pailletten und Maskingtape erwartet werden.
▪   Sich von der kleinen, lauthals Eigeninterpretationen von Geburtstagsliedern singenden Schwester die Morgenmilch servieren lassen.
▪   Parallel zum Frühstück mit Glitzer, Leim und Pailletten werkeln, aufgrund von Handverwechslungen zweimal haarscharf an einem Mund voll Glitzerstaub vorbeischrammen und dem beglitzerten Blatt einen grosszügigen Joghurtklecks verpassen.
▪   Sich bei bereits morgens gnädig lauen Temperaturen für einen Wollrock entscheiden und darauf bestehen.
▪   In den Kindergarten gehen, die Frage, ob sie denn heute um 12 abgeholt werden möchte, lässig abwinken und betonen, dass sie schon seit sehr langem alleine laufe, nämlich seit sie vier war.
▪   Sich vor dem Verabschieden allerdings noch mal vergewissern, dass wirklich das Richtige gekocht wird.
▪   Um Viertel nach 12 heimkehren mit den Worten „Hallo Leute, habt ihr noch nicht vergessen, dass ich Geburtstag habe?“
▪   Sich geburtstagstraditionell mit Würstchen, Maiskolben und Spinat servieren lassen.
▪   Die beiläufig gestellten Geburtstagsinterviewfragen mit „Manchmal sprichst du zu viel.“ Quittieren, aber irgendwie schon sehr gerne antworten.
▪   Die allerbeste Freundin zu nachmittäglichen Erdbeeren und Eis einladen, gemeinsam basteln und die kleinen Geschwister dressieren.
▪   Die Freundin nach Hause geleiten, mit einem AUSGELIEHENEN Gruselfurbyvieh zurück kommen, das aber sogleich wieder vergessen ward, weil die Abendessensgäste eintrudeln.
▪   Das sehnlichst erwünschte Abendessen nicht essen.
▪   Viele schöne Kleider, eine heissersehnte Plastikbillighandorgel, einen Playmobilcamper, ein Fahrrad, einen Pferderitt-, einen Theater-, einen Wander- und einen Waldnachabenteuergutschein geschenkt bekommen.
▪   Den Geburtstagskuchen selber anschneiden.
▪   Vom Geburtstagskuchen nur Dekoration und Crème essen.
▪   Sich von den Awesenden benachtgewanden lassen.
▪   Vor dem Einschlafen ein positives Geburtstagsresumée ziehen und den Blitzgedanken empfangen, dass man eigentlich noch gar nicht so müde schnarch.
 

 
Zum Vergleich:
Jähriges Rauschen
Der Zweijahresgeburtstag
Der Dreijahresgeburtstag
Der Vierjahresgeburtstag
 
***

Frag die Y am 5. Geburtstag

Wer ist dein bester Freund, deine beste Freundin? „L. und R., die sind bei mir im Kindergarten und ich will mich mit ihnen sehr oft verabreden und Pferde spielen.“  

Woran schnupperst du gerne? „Hundefutter.“  

Was machst du wenn du Langeweile hast? „Dann gehe ich zu Papa und frage ihn, ob wir zusammen blödeln, dann komme ich zu dir, dann gehe ich zu Äm.“  

Wo möchtest du einmal wohnen? „Bei Emee (Oma) weil es dort so schöne Sachen hat.“  

Welches Haustier wünschst du dir? „Noch einen Hund, einen genau gleichen, der etwas grösser wird, es soll auch ein Weibchen sein und soll Nia heissen.“  

Wem hast du einen Brief geschickt? „Allen, die ich zu meinem Geburtstag eingeladen habe.“  

Was hast du geschrieben? „Das sage ich nicht.“  

Welche Musik magst du? „Papamusik, weil Papa dort Gitarre spiel und Lililili von Marius und die Jagtkapelle.“  

Welches Wort magst du besonders gern? “Vögeli.”  

Welches Wort magst du gar nicht? „Gruusig, das ist so ein blödes Wort.“

Was kann Papa ganz besonders gut? „Gitarre spielen.“ 

Was kann Mama besonders gut? „Schiffchen falten.“  

Welches Buch magst du ganz besonders? „Mein Lesebuch. Und Carola, weil die keinen Käse mag und weil sie vor nichts Angst hat.“ 

Was würdest du verändern, wenn du Königin wärst? „Zu mir nachhause kommen und Königswegglein backen und Spaghetti kochen.“

Was kannst du besser als Mama und Papa? „Mit dem Trottinett fahren. Und ihr solltet noch etwas besser schauen, ob ihr Marienkäfer seht, die zusammen gebären, also das ist wie ein Marienkäferbaby heiraten.“

Was sammelst du? „Muscheln.“

Wie bringst du andere zum lachen? „Wenn Äm weint, mache ich sie manchmal nach, dann lacht sie.“

Erzählst du deinen Lieblingswitz?„Soll ich einen von Globi erzählen? Einmal an einem Tag ist Glob aufs WC gegnagen und er hat gesehen, dass grade hinter ihm niemand war, aber das WC war verkehrt und Globi musste gegen die Wand schauen, dann ist Äm hinter ihm gestanden, dann hat Globi sich umgedreht und ist plumps ins WC gefallen.“  

Welchen Wunsch hast du?„Ich möchte ein Glitzerstift sein, ein goldener, dann könntest du mich aufheben und schöne Sachen auf ein Blatt leimen und ich wäre nie verstopft, aus mir würde immer von Anfang an ganz viel rauskommen.“

Was macht dich wütend? „Wenn A. mir sagt, ich sei doof. Und das hat A. mir auf dem Spielplatz schon oft gesagt, an einem Tag sehr oft, gell fies!?.“

Was findest du lustig? „Wenn Äm mir sagt, ich sei frech Wenn R. mir sagt, ich sei ein Lölibänz.“

Möchtest du einmal Kinder haben? Wieviele? „Ja. Fünf. Zusammen mit Äm. „

Was möchtest du gut können? „Den Kopfstand.“

Wovor fürchtest du dich? „Wenn T. Blödsinn macht und wenn ich alleine die Treppe rauf gehe und kein Licht brennt. Aber ich weiss doch auch nicht wovor genau.“

Wohin möchtest du reisen? „Nach Interlaken um dort zu schlafen. Viele Leute reisen nach Interlaken. Da gibt es auch Leute, die sind behindert.“ (Zu unserer Verteidigung: Sie spricht von Herrn G.s Schülern.)

Was spielst du am liebsten alleine? “Eisenbahn.“ 

Was spielst du am liebsten mit anderen? „Basteln und mit Äm am liebsten rumhüpfen.“ 

Was macht dich traurig? „Dass ds Söckli (Hamster im Kindergarten) gestorben ist.“

Was macht dich glücklich? “Wenn alle Kinder bei mir sind.”  

Warum heisst du, wie du heisst? „Als ich ein Baby war, hast du mir diesen Namen gegeben weil du den Namen schön fandst.“

Was machst du, wenn du gross bist? „Ich werde Bäuerin und arbeite mir Pferden, weißt du, ich wohne bei Emee und arbeite im Pferdestall da in der Nähe.“

Wen oder was findest du niedlich? „Kleine Kätzchen und J. den Nachbarn.“

Worüber hast du zuletzt mit jemandem gestritten? „Mit Äm, aber ich habe es schon nicht mehr im Kopf, das fällt immer raus, wenn ich träume.“  

Was machst du, obwohl du es nicht tun solltest? “Äm umschupsen.”

Worüber möchtest du gerne mehr wissen? „Wie dass man Fische fängt.“

Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du? Mama? Papa? Äm? “Ich = Einhorn. Mama = Mamaeinhorn. Papa = Kuh. Äm = Die junge Kuh, also das Kälblein.“ (Ich hoffe schwer, dass hier keine Psychologen mitlesen.)

Wie siehst du aus? „Ich weiss es nicht so recht, du siehst mich besser. Ganz blond, sehr dünn, mit einem Popel in der Nase, blinzelnd mit sehr braunen Augen.“  

In wen/was möchtest du dich einen Tag lang verwandeln? “In einen Engel, dann würde ich fliegen, nach Afrika zum Beispiel, dort würde ich so rumlaufen und rumgucken und das Meer sehen.”

Was ist das schönste, was du in diesem Jahr gemacht hast? „Das Muttertagsgeschenk für dich.“

An welchen Traum erinnerst du dich? “Ja, von Pipi Langstrumpf, da passierten viele Dinge, ich kann das nicht alles sagen.”

***

Die Antworten auf dieselben Fragen vor einem Jahr:

Frag die Y am 4. Geburtstag  

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19. Dezember – Donnerstage


An Donnerstagen bin ich nicht selten schon um 7:30 Uhr völlig erschöpft. Deswegen:

6:00: Der Wecker klingelt. Ich möchte ihn nicht hören. Er nimmt mich nicht ernst. Ich stehe auf.

6:02: Ich suche meinen Linsenbehälter durch gezieltes Tasten.

6: 03: Ich versuche mich vor dem Spiegel zu entfalten, nur so kann ich mich waschen, all zu tiefe Falten sind nämlich schwer zu reinigen. Ich wasche mich.

6:05: Ich erblicke einen kleinen Pickel und drücke ihn in Übergrösse.

6:07: Ich putze meine Zähne völlig zwischenfallsfrei.

6:10: Ich schmiere mir was auf die Augen, um von dem Pickel in Zweitkopfgrösse (siehe 6:05) abzulenken.

6:12: Ich befülle die Zmorge- und Znüniboxen der Kinder mit komplizierten, essbaren, dreidimensionalen Nachbildungen romanischer Fresken mit Äpfeln, Honigbroten und Sesamkeksen. Parallel dazu wärme ich die Morgenmilchen der Kinder auf die gewünschte kommastellgenaue Temperatur.

6:18: Ich packe die KiTa- und Kindergartentaschen der Kinder, selbstredend sind nicht zwei gleiche Handschuhe zu finden und die neuen Ersatzkleider sind noch nicht angeschrieben, ich verliere wertvolle Zeit mit Markieren, Suchen und Fluchen.

6:28: Die Taschen stehen gut gepackt neben der Eingangstür, selbst an Äms Kita-Bären habe ich gedacht. Ich lege den Kindern ihre Kleider bereit.

6:30: Ich wärme die Milchen der Kinder erneut, die mangelnden Grade aufgrund der Suchbedingten Verzögerung könnten Trotzanfälle und weit schlimmere Verzögerungen zur Folge haben.

6:32: Ich begebe mich zu den schlafwarmen Döskindern und wecke sie. Y, nach 1,5 Sekunden Aufwachzeit: „Heute haben wir Zeigitag*, ich möchte meine Astrid-Lindgren-Bücherreihe** mitnehmen oder den Lego-Bagger***, aber den müssen wir noch schnell zusammenbauen.“

6:45: Y willigt ein ihren batteriebetriebenen Leuchthasen mitzunehmen. Beide Kinder finden die bereitgelegten Kleider unpassend.

6:47: Die Kinder wählen ihre Kleider selber aus. Ich ziehe Äm an, Y versucht sich selber anzuziehen, so gut es eben mit einem batteriebetriebenen Leuchthasen im Arm geht.

6:57: In 14 Minuten fährt der Bus, ich mahne zur Eile, was sofortige Verlangsamung zur Folge hat.

6:59: Alle tragen Kleidung. Äm will ihren KiTa-Bären haben. Jetzt. Der war in der gepackten KiTa-Tasche. Jetzt nicht mehr. Und auch sonst nichts mehr. Äm hat die Diskussionsrunde mit Y (siehe 6:32) zu grossflächigen Umverteilungsaktionen genutzt.

7:10: Die Taschen sind wieder gefüllt. In vier Minuten fährt der Bus. Ich pfeiffe auf kindliche Selbständigkeit und stopfe die Töchter in Winterkleidung und Schuhe, ergreife Taschen, Äm und Ys Hand. Wir setzen zu einem Zeitlupenspurt einem Spurt in Kindertempo an.

7:14: Der Buschauffeur sieht uns rennen und hält extra lange. Ich lobpreise ihn und verstaue die Kinder auf den nächstbesten Sitzen. Die Mitpassagieren bemitleiden lauthals die armen Kinder dieser barbarischen Mutter. „So früh aufstehen, nur weil Mutter ALLES haben will.“.

7:18: Wir steigen aus, ich bin gewaltfrei geblieben, auch verbal.

7:20: Wir sind in der KiTa und werden freundlich begrüsst, Y berichtet, dass sie keine Bücher in den Kindergarten nehmen dürfe, weil ich den Leuchthasen besser fände.

7:23: Ich gebe kurze Berichterstattung zur allgemeinen Lage.

7:25: Ich verabschiede mich von den Kindern und kündige an wer sie abholen wird.

7:27: Beim Griff nach dem Mobiltelefon beim Verlassen der Kita, halte ich plötzlich Äms Bären in der Hand. Ich spurte zurück.

7:29: Äm will den Bären nicht. Ich höre den Bus kommen uns renne zur Haltestelle.

7:30: Tiefenenstpannung während der sechs Minuten zum Bahnhof, jedenfalls bis zum Moment, an dem ich den Leuchthasen in meiner Jackentasche erspüre.

 

 

* Tag a dem die Kinder einen Gegenstand in den Kindergarten bringen dürfen, um ihn den anderen zu zeigen

** 12 Bücher

*** 6587 Teile

 

Bloggen im Jahre 2012:
19. Dezember

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1. Dezember – Bastelbatteln


Es adventet allenthalben und es scheint, als andvente es heuer besonders bastelbegabt und selbstgemacht. Hier ein Adventskranz aus alten Petflaschen, da ein Adventskalender aus ausgedienten Katzentörchen, Kreativität und Muse, wohin das Auge reicht. Fast. Meine Kreativitäten und Musen sind in andren Gefilden und allgemein relativ dünn angesiedelt. Wie schon vor einiger Zeit festgehalten: „Eigentlich müsste ich, zum Wohle meiner Kinder, schon nur wenn man beachtet, was ich mit dieser Dekoaskese in Bezug auf die späteren Dekorationsgepflogenheiten meiner Töchter, bei möglicher umgekehrter Gegenreaktion anrichten könnte, wenigstens den Laptop mit entsprechendem Feiertagsbildmaterial aufgeklappt rumstehen lassen, aber auch dazu fehlt mir die Muse. Meist nimmt dann Herr Gminggmangg die Sache in die Hand. Zumindest an Weihnachten. So hängen zumindest ab Dezember einzelne Weihnachtskugeln unmotiviert in der Gegen rum, bis wir sie an Ostern Eier nennen und hernach abnehmen.“ Trotzdem ist heuer alles anders. Y ist jetzt im Kindergarten. Nicht nur, dass ich als Elternteil genötigt werde, an Elternabend den obligaten Bastelbattles beizuwohnen (und kläglich zu versagen), nein, das Kind kommt täglich mit neuen Dekorationsvorschlägen zur Verschönerung heim und belässt die auch nicht in der Theorie, sondern bastelt und dekoriert hier nach, was es im Kindergarten gesehen und gehört hat. Und sie tut das nicht allein, für sich im stillen Kämmerlein, nein, sie wickelt Herrn G.  in ihrer Planung derart geschickt um sämtliche Finger und Zehen, dass der den festen Vorsatz hegt, heuer einen Tannenbaum zu kaufen. Sie wissen noch, wie ich zu Weihnachtsbäumen so stehe? Nicht? Lesen Sie hier. Jedenfalls sehe ich Heiterkeiten auf uns zu kommen, denn wir haben, bis auf zwei, drei, sich müsterlich und farblich widersprechende Einzelkugeln, keinerlei Baumschmuck, den gedenkt die unheilige Weihnachtsallianz aber ebenfalls selber  anzufertigen. „Kein unschöner Gedanke!“ werden Sie jetzt rufen, „Welch rührende Vorstellung: Vater und Tochter basteln gemeinsam Weihnachtsbaumschmuck!“ Ihnen möchte ich nur einige Stichworte nennen: Bastelbegabung wird vererbt und Skulptur aus Slipeinlagen, Duschvorhangringen und SEHR! VIEL! Weissleim.

Adventsbloggen im Jahre 2012:
1. Dezember

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Ein Geburtstag im Leben der Y oder Frag die Y am 4. Geburtstag


Was zwingend zu einem gelungenen Ypsilönchen-Vierjahresgeburtstag gehört:
  • Beim Frühstückstisch von einem pferdenen Ehrenkomitee begrüsst werden.
  • Den Magen mit Schokolade zur Tätigkeitsaufnahme auffordern.
  • Sich im neuen Dreijahreszeitenschlafsack auf dem Sofa die Morgenmilch genehmigen.
  • Einen rosa Rock und dazu die allerliebsten Wanderschuhe anziehen.
  • Mutters Erklärungen bezüglich der Bedienung der neuen Einfachkamera mit mildem Lächeln und “Weiss ich doch.” quittieren. (Und es tatsächlich wissen. Ich hörte meine eigene, geliebte teuere Kamera leise jubeln, als das Kind den deutlich hieb- und stichfesteren Apparat auswickelte. )
  • Die Befehlshabe über den KiTageburtstagskuchenbackvorversuch an sich reissen und die eigene Mutter zur Küchen(nicht Kuchen, haha)dekoration, allerhöchstens Aushilfe degradieren.
  • Den als gemütlich en Spaziergang angedachten Ausflug rennend bewältigen, weil die Pferde (siehe erster Punkt) sonst zu lange allein sind.
  • Als Dekoration eingeplante Erdbeeren in Schokolade tunken und essen, weil sie leider allesamt, so ein Pech, nicht so sehr gelungen und deswegen nicht präsentabel sind.
  • Den Geburtstagskuchen selber anschneiden.
  • Schaukeln “bis in den Himmel”.
  • Beim Abendessen die Lieblingsspeisen auf dem Teller vereinen: Mais, Spinat, Würstchen und Schokolade.
  • Nach dem Abendessen, bereits im Schlafanzug, in den Wald zur Schatzsuche begleitet werden und einen heimatlosen Zwerg samt Schatztruhe finden.
  • Beinah im gehen einschlafen, es aber gerade noch so schaffen von den sentimentalen Eltern ins Bett geleitet zu werden.
EmpfangskomiteeGeburtstagskuchenschneidenDSC_0565 - Arbeitskopie 2 Foto
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***
 
 
Vor einigen Monaten habe ich ein Buch für Kinder in den Händen gehalten, dessen Inhalt aus Fragen an den Nachwuchs bestand. Daraus entstand die Idee, meinen Kinder (ab 3Jahren)  alljährlich, anlässlich ihres Geburtstags, die mehr oder weniger selben Fragen zu stellen und hier festzuhalten, um alle Jahre wieder auf Letztes und Letzteres zurückzublicken, Erinnerungen aufzuwärmen und uns über Entwicklungen zu freuen. Darum:
 
 

Frag die Y am 4. Geburtstag

 
Woran schnupperst du gerne?
„Smartiesluft.“
 
Was machst du wenn du Langeweile hast?
„Einfach abliegen.“
 
Wo möchtest du einmal wohnen?
„Ich will immer hier bleiben.“
 
Welches Haustier wünschst du dir?
„Ein richtiges Hündlein, ein schwarzes. Mit einer Leine dran die angewachsen ist.“
 
Wem hast du einen Brief geschickt?
„Schon allen. Nur J. nicht. Das sollte ich dringen. Kannst du das in den Kalender einschreiben?“
Was hast du geschrieben?
„Das sage ich nicht.“
 
Welche Musik magst du?
„Weihnachtsmusik.“
 
Welches Wort magst du besonders gern?
Gägägägägägä.
 
Welches Wort magst du gar nicht?
„Wenn jemand sagt: „Das möchte ich nicht.“ Das habe ich eben nicht so gern. Das finde ich blöd.“
 
Was kann Papa ganz besonders gut?
„Uns rumtragen.“
 
Was kann Mama besonders gut?
„An der Stange hängen.“
 
Welches Buch magst du ganz besonders?
„Das N-Buch.“ (Meine Schwester fertigte vor ihrer Abreise je ein Buch für die Kinder an, mit kleinen Erinnerungen und anderen Nettigkeiten.)
 
Was würdest du verändern, wenn du Königin wärst?
„Alle Menschen müssen mich immer tragen.“
 
Was kannst du besser als Mama und Papa?
„Schaukeln.“
 
Was sammelst du?
„Muscheln.“
 
Wie bringst du andere zum lachen?
„Wenn ich ihnen sage „Du bisch e frächi Täsche.“ Das finden sie lustig.“
 
Erzählst du deinen Lieblingswitz?
„Ein Fridimutz kletterte mal auf ein Haus. Dann hat er etwas gesehen, es war ein Pinguin. Dann fragte er den Pinguin: „Was machst du da?“ Dann hat der Pinguin gesagt: „Picknicken.“
 
Welchen Wunsch hast du?
„Ein Pinguintisch mit Kleber drauf.“
 
Was macht dich wütend?
„Wenn Äm meine Sachen kaputt macht.“
 
Was findest du lustig?
„Das was Äm mir ins Ohr flüstert.“
 
Möchtest du einmal Kinder haben? Wieviele?
„Ja. Zehn. „
 
Was möchtest du gut können?
„Mit einem ganz grossen Fahrrad fahren, auch mit Pedalen, wie ich es schon kann, aber mit einem noch grösseren. Und lesen.“
 
Wovor fürchtest du dich?
„Vor Hunden.“
 
Wohin möchtest du reisen?
„Zu E.“ (Tochter „unserer Deutschen“ in München.)
 
Was spielst du am liebsten alleine?
„Eisenbahn.“
 
Was spielst du am liebsten mit anderen?
„Pferde, Bébé, Hunde und andere herzige Sachen.“
 
Was macht dich traurig?
„Wenn alle weg sind.“
 
Was macht dich glücklich?
“Ein pinkiges Pony, das mich immer trägt.”
 
Warum heisst du, wie du heisst?
„Einfach.“
 
Was machst du, wenn du gross bist?
„In Zürich einen Computer basteln. Und Elterngespräche machen.“
 
Wen oder was findest du niedlich?
„J.“ (Betreuerin aus der KiTa.)
 
Worüber hast du zuletzt mit jemandem gestritten?
„Weil Äm die Schnecke auf den Stein gesetzt hat. Das tut ihm weh. Der muss in die Erde. Aber sie wollte das nicht.“
 
Worüber möchtest du gerne mehr wissen?
„Wieso es schneit.“
 
Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du? Mama? Papa? Äm?
I“ch = Pony. Mama = Tiger. Papa = Ross. Äm = Leopard.“ (Ich hoffe schwer, dass hier keine Psychologen mitlesen.)
 
Wie siehst du aus?
„Wie L. Blond. Mit weissem Gesicht. Mit schwarzen Augen. Und sehr gross.“
 
Was ist das schönste, was du je gemacht hast?
„Pferde schauen.“
 
 
***
 
 
1. Geburtstag
2. Geburstag
3. Geburtstag

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Die Lieblingsbücher der Y


Schon als ich es bei Herrn Buddenbohm gesehen hatte, hielt ich die Idee, unsere Kinder nach ihren Lieblingsbüchern samt Begründungen zu fragen, für hervorragend, als ich dann von Katharina dazu aufgefordert wurde, die Erkenntnisse auch kund zu tun, habe ich Ypsilönchen zum Interview gebeten. Ypsilönchen liebt Bücher und verbringt auch viel Zeit vor und neben dem Bücherregal. Nach den Lieblingsbüchern gefragt, tat sie sich erst schwer und befand alle für lesenswert, nach einigen Überlegungen kam sie allerdings zum Schluss, dass die sechs folgenden Werke es ihr besonders angetan haben. (Dabei verwundert es nicht wahnsinnig, dass trotz der Tatsache, dass wir über eine beachtliche Anzahl Kinderbücher verfügen, zwei (vier) der Kinderbuchprotagonisten, die ich hier als besonders liebenswert bezeichnet habe, auch auftauchen.):

Foto

David Mc Knee: Elmar
„Weil sie Elmar auf den Rüssel genommen haben. Weil noch ein Tiger und ein Löwe drin vor kommen. Und weil Elmar die anderen erschreckt.“
 
Gabrielle Vincent: Mimi und Brumm beim Fotografen
„Weil Mimi schleicht und einfach die Geheimnisschublade von Brumm öffnet. Und weil Mimi auf dem Foto einen rosa Schirm hat.“
 
Herders grosses Bilderlexikon, illustriert von Robert Andre
„Weil es Flamingos drin hat und andere Vögel drin und einen Flugzeugarzt und Raubkatzen  und ein Feuer und seine Wehr und Abfall und ein Konzert und einen Zirkus und ein Schiff mit kleinen Leuten und einen Kakadu und viele Velos und eine Rakete und ich möchte jetzt lieber nicht alles aufzählen, ich habe keine Zeit.“
 
Slawomir Wolski und Josef Wilkon: Mister Browns Katze
„Weil das kleine Kätzchen gross und ein Tiger wird und der dann durchs ganze Haus springt, in die Küche und so und auf Herrn Braun. Und weil die gestreifte Schlafanzüge haben.“
 
Emily Gravett: Das komische Ei
„Weil ein grosses Krokodil aus dem Ei mit den Punkten kommt und alle anderen frisst.“
 
Helme Heine: Freunde
„Weil die alle miteinander Velo fahren und weil sie zusammen ins Gras gagle (koten).“

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Erziehungsaufgaben und angere Schissdräck


IIch kann nicht ausschliessen, dass ich das Folgende oder Ähnliches schon mal geschrieben habe, denn es handelt sich hierbei um ein äusserst wichtiges Thema. Nein, ich spreche nicht von Wassermelonen oder süssem Senf, ich spreche von Sprache, von unserer Sprache, von meiner Sprache. Ich beherrsche genau eine Sprache. Und wenn ich beherrsche sage, meine ich das auch und nicht die bedauerlich brüchigen Brocken Französisch, Spanisch oder Italienisch, auch nicht Englisch, oder gar Deutsch. Ich spreche von Berndeutsch, der einzigen Sprache die ich WIRKLICH beherrsche, wenn auch nur gesprochen. Wenn ich meine Kinder also schon nicht bilingue aufwachsen lassen kann und sie fatalerweise auch noch für keine Frühsprache angemeldet habe, so nehme ich zumindest meine Aufgabe als Vermittlerin des berndeutschen Dialekts wahr. Ich bringe meinen Kindern berndeutsche Flüche bei, lehre sie berndeutsch Namen zu verhunzen, unterbinde unzulässige s in mehrzählernen Nomen und trimme sie rigoros darauf, berndeutsche Zahlwörter anzugleichen.

Berndeutsche Konversationsversion: 
Y: „Maaamaa! Da usse schtöh zwöi Manne mit zwöi Täsche, i gloub dr eint isch dr Tom.“
Ich: „Zwe Manne mit zwo Täsche, heissts, u ja, dr Tömu het gseit är bringi Gipfeli.“
Y: „Juhu! Chani uftue? Chani d Gpfelis hole?“
Ich: „Gipfeli! U ja, chasch ne entgäge ga, dr Tömu muess när nämlech witer.“
… Türknallen … (einige Minuten) … Türknallen …
Y: „ Mir si aui Gipfelis wo üs dr Tömu vorhär bracht het abegheit, itz isch aus vou Brösmelis. Scheisse!“
Ich: „Ypsilöndli! Das seit me nid! Bi üüs seit me Gipfeli, Brösmeli u Schiissi oder Schissdräck!“
 
Deutsche Konversationsversion:
Y: „Maaamaa! Da draussen stehen zwöi Manne (zwei Männer) mit zwöi Täsche (zwei Taschen), ich glaube der eine ist Tom.“
Ich: „Zwe Manne (zwei Männer) mit zwo Täsche (zwei Taschen)! Und ja, Tömu hat gesagt, dass er Gipfeli (Croissants) bringe.“
Y: „Juhu! Kann ich öffnen? Kann ich die Gipfelis (Croissants) holen gehen?“
Ich: „Gipfeli (Croissants)! Und ja, du kannst ihnen entgegen gehen, Tömu muss nachher nämlich weiter.“
… Türknallen … (einige Minuten) … Türknallen …
Y: „Maaamaaa! Mir sind alle Gipfelis (Croissants), die uns Tömu vorher gebracht hat, runtergefallen, jetzt ist alles voller Brösmelis (Krümel). Scheisse!
Ich: „Ypsilönchen! Das sagt man nicht! Bei uns sagt man Gipfeli, Brösmeli u Schiissi oder Schissdräck!“
 

Ich gebe zu: Berndeutschismen im Deutschen sind auch nicht eben schön, ich weine innerlich, ja manchmal auch ein bisschen äusserlich, jeweils sehr laut, wenn vom Einten (Einen) oder Anderen die gesprochen oder gar geschrieben wird, aber noch garstiger hören sich Deutschismen im Berndeutschen an, ehrlich, ich will das nicht. Alles gesagt. Fertig.

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Flöhriche Neihwacht! (24.Dezember)


Weihnachtskärtchenvorderseite

Weihnachtskärtchenrückseite

Es grüssen die Gminggmanggs

 

 

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