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Bünzlispektra und andere Tipps


Es ist nicht einfacher worden, seit wir den Gefährten haben. Ich spreche von Entscheidungen in Bezug auf Urlaubsorte, denn mit dem Gefährten müssen wir uns nicht um Fahrpläne und Buchungen kümmern, sondern können spontan entscheiden. Sehr spontan. Derart spontan, dass wir uns bis zur unmittelbaren Abfahrt für keine Richtung entscheiden können und uns, im Ansinnen das gesamte optionale Bedarfsspektrum abzudecken, sowohl von Berg- bis Strandgarnituren hoffnungslos überpacken. Für 1-2 Wochen Urlaub* packen wir so mindestens so viel ein, wie für unsere Vierteljahresreise, eher mehr, denn wir gehen anders als bei einer längeren Reise, nicht von zwischenzeitlichen Wäschewaschintermezzi aus. Mit Kindern im Chöözi- und Choslialter (deutsches Chööze, deutsches Chosle) bedeutet das, wenn Nacktheit nicht eine Daueroption sein kann, mindestens zwei Garnituren pro Tag und Klimamöglichkeit. Jedenfalls fahren wir morgen in den Urlaub und haben sogar die ersten drei Tage verplant, weil wir uns mit „unseren Deutschen“ (siehe Reise 2012*, ab Ulcinj, Albanien) treffen werden. Wir treffen uns, und mein Empfinden flüstert mir minütlich ein, dass das auf der Bünzliskala gleich nach, Aromat, einer Sodamaschine und allsonntäglicher Ankezüpfe kommt, auf einem Schweizer Campingbauernhof. Danach werden wir nach, ach, das entscheiden wir spontan fahren. Oder an die Ostsee. Oder an die Nordsee. Tipps werden gerne und dankbar angenommen!

 

Gefährtetris.

 

 

 

 

 

* Länger dürfen wir nicht wegbleiben, der Gemüsegarten fruchtet und unser Gartensklave aka Ypsilönchens Patenonkel fürchtet allein die Kontrolle über die Frucht- und Gemüsemassen zu verlieren.
** Die nächste längere Reise steht übrigens, falls ich es noch nicht oft genug erwähn haben sollte, 2014 an, wieder für drei Monate, wenn denn alle Gesuche genehmigt werden. (Ansonsten fliegen wir einfach für sechs Wochen in die Mongolei, ein Gedanke, der mich mit potentiellen Gesuchsablehnungen versöhnt.)

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München


Die letzten Tage des letzten und die ersten Tage des jetzigen Jahres verbrachten wir in München, bei „unseren Deutschen“. (Der Stammleser wird sich daran erinnern, dass wir „unsere Deutschen“ in Albanien kennengelernt und einen Teil der Reise2012 mit ihnen zurückgelegt haben.) Der Ausflug hat sich gelohnt, hauptsächlich natürlich weil wir die liebgewonnenen Ex-Mitreisenden wieder sahen, in gemeinsamen Reiserinnerungen und verwegenen Zukunftsplänen schwelgten, aber auch weil wir die Stadt München ansatzweise zu Gesicht bekamen, Frau Schussel trafen, den gigantösen und wunderschönen englischen Garten bewanderten, Kutsche fuhren, den Zoo besuchten, uns für weniger Geld mit mehr Windeln und vor allem massig süssem Senf eindeckten und weil wir erheblich an Wissenszuwachs gewannen:

Bemerknisse:

Von der Fahrerei erhoffte ich mir kleine Reisebackflash, jedenfalls war das so geplant und die passende Musik habe ich auch eingepackt: Das Unterwegssein in einem Kleinwagen durch Deutschland und die Schweiz ist allerdings dann doch nicht vergleichbar, mit der Fahrt in unserem Gefährt(en) durch beispielsweise Montenegro oder Mazedonien. So ein Kleinwagen hat zwar durchaus seine Vorteile, so kann ich die Kinder problemlos vom Vordersitz aus mit Ungesunden Fressalien bestechen, aber auch seine Nachteile, denn auf dem Zwischendenkindernsitz hat deutlich weniger Unterhaltungsmaterial Platz und dann gibt es noch die Unterschiede, die nicht mit Gewissheit als Vor- oder Nachteil eingestuft werden können, wie die Tatsache, dass die Kinder viel besser zu hören sind.

Auch wenn die hundephobische Y noch so eingehend auf das mehrtägige Zusammensein mit einem Hund vorbereitet wird, auch wenn ihre Eltern sich davon einen gewissen Gewöhnungsprozess und Angstabbau erhoffen, ist es dem Kind durchausmöglich die vollen vier Tage in Anwesenheit des Hundes konsequent in erhöhter Position zu verbringen: Auf Stühlen, Tischen, Schultern, Köpfen und Regalen. Ja, die vermeintlich therapeutische Annährung brachte ähnlich viel Erfolg, wie wenn Y jeweils ihrer Dunkelheitsphobie per Lichtschalter eigeninitiiert konfrontationstherapeutisch Herrin zu werden ersucht. Letzteres klingt übrigens ungefähr Klingt so: „Klick – Uäääh! – Klick – Uff! – Klick – Uäääh! – Klick – Uff!“, wohingegen Ersteres nur den „Uäääh!“-Part beinhaltet. Verarbeitet wird die intensive Begegnung hernach und wieder daheim so:

Verarbeitung

Verarbeitung

Tierparks voller Exoten wie Elefanten, Löwen, Krokodile, Kamele, Zebras, Emus, Orang-Utans und Eisbären sind völlig sinnfrei, Kinder (Ypsilönchen und schusselscher Knirps) schreien eh nur nach Ponys und Hydranten.

Ich möchte zum Frühstück Brot mit süssem Senf essen, zu Mittag Pasta mit süssem Senf und zum Abendessen süssen Senf. Süsser Senf ist lieb.

Zu Silvester überböllern die Deutschen die Schweizer bei Weitem. Ich habe nichts dagegen.

Beim Aufeinandertreffen von Bayern und Bernern können Sprachwirren auftreten, insbesondere wenn Kinder involviert sind uns selbst dann, wenn diese sich schon ein beachtliches Fremdwortarsenal zugelegt haben:

„Wo ist denn nun Opa?“

Opa (Oper)

Opa (Oper)

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