Nächstbars III oder Ypsilönchen könnte schon gehen


Unter uns wohnt Ypsilönchenpapas Vater. Ypsilönchenpapas Vater hat Katzen. Nächstbars mögen Ypsilönchenpapas Vaters Katzen. Tatsächlich scheinen sie neben Falschparkierereien und Zwangsgesprächen keine bedeutenderen Interessen zu haben sind sie die selbsternannten Anwälte oder zumindest Katzenjugendarbeiter der beiden Tiere. Mitarbeitern des Jugendamts ähnlich kontrollieren sie regelmässig ob die Katzen genügen zu Essen bekommen, Liebe und Zuwendung erhalten, genügend zu Essen bekommen, regelmässig rein und rausgelassen werden und genügend zu Essen bekommen. Verständlich, momentan leben die Katzen ja auch in problematischen Familienverhältnissen. Man stelle sich vor: Die Ypsilönchengrossmutter weilt in der Mongolei, die Ypsilönchenpapaschwester ist ausgezogen und der Ypsilönchengrossvater Katzenalleinhalter und vielbeschäftigt, die Katzen also quasi Schlüsselkatzen und (ich wiederhole mich, aber man stelle sich vor, Katzen, wie unverantwortlich (!):) auf sich alleine gestellt. Tatsächlich wird also von den Katzen erwartet, dass sie sich ihr Futter für einen Tag selbständig aufteilen und den Gang von draussen nach drinnen durch ein offenes Fenster selber bewältigen. Und weil so was ja zugegebenermassen als grobe Verletzung der Aufsichtspflicht und Verwahrlosung zu bezeichnen ist, sehen sich Nächstbars regelmässig zur pädagogischen Intervention verpflichtet. So bekundeten sie vor einigen Tagen ihre Bedenken in Bezug auf Qualität und Quantität der den Katzen zukommenden Nahrung.
Nächstbars: „Grüessech Frau Gminggmangg“
Frau Gminggmangg: „Grüessech Mitenang!“
Nächstbars: „Wie geht es Ihnen und dem kleinen Ypsilönchen?“
Frau Gminggmangg: „Gut, sie ist nun sechs Monate alt und robbt neuerdings.“ (An dieser Stelle dürfen bewundernde Ahs und Ohs gedacht werden.)
Nächstbars: Meine Tocher die Nächstbarstochter hat auch schon drei Kinder, die haben Sie ja bestimmt schon gesehen.
Frau Gminggmangg: „Ja, die gefühlten 15 Kinder habe ich auch schon gesehen. Ich sollte nun…“
Nächstbars: „Unsere andere Tochter hat noch keine Kinder, aber die hat auch keinen Mann. Füttern Sie die Katzen auch manchmal, zum Beispiel wenn der Ypsilönchengrossvater weg ist?“
Frau Gminggmangg: „Nein, das macht eigentlich immer der Ypsilönchenpapa.“
Nächstbars: „Vielleicht müsste man den Katzen ein wenig mehr Futter geben.“
Frau Gminggmangg: „So weit ich weiss, essen die Katzen nie selten auf was ihnen gegeben wird.“
Nächstbars: „Sind Sie sicher, denn bei uns scheinen die immer Hunger zu haben und fressen dann sehr viel, vielleicht sollten sie den Katzen doch noch etwas mehr zu Essen geben.“
Frau Gminggmangg: „Womit geklärt wäre weshalb der Viecher Bäuche trotz vorgegaukelter Fasterei beim Gehen über den Boden schleifen. Vielleicht sollten Sie die Katzen einfach nicht mehr füttern, die kriegen bei uns genügend zu Essen.“
Nächstbars: „Aber wenn sie doch Hunger haben…“
Frau Gminggmangg: „…sollen sie bei uns fressen, ES IST GENUG DA! Und wenn Ihre Langeweile nicht ständig in einen Übereifer und Überinteresse in Bezug auf uns und unsere Lebensweise ausarten würde, hätte ich schon viele Minuten gespart, hätte vielleicht ein gutes Buch oder eine Zeitung mehr lesen oder ich hätte mehr Zeit in die Förderung von Ypsilönchen stecken können, sie könnte nun nicht erst robben, sondern schon gehen und endlich das Katzenfütteramt übernehmen.
Nächstbars: „Welches Futter geben Sie Ihren Katzen denn?“
Frau Gminggmangg, korallengrabschaufelnd: „Schauen Sie da hat jemand auf der Zufahrtsstrasse parkiert!“
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