Brendan


„Äi fäind iu söu disgösting, äi wana trou öp ewer wen äi sii iu.“ sprach sie und gab damit wieder, was sie einst einem in Ungnade gefallenen Geliebten wutentbrannt kundtat, als sie ihn dabei ertappte wie einer anderen genau das Lied vorgespielte, dass er eigentlich für sie geschrieben hatte. Brendan, so hiess er, der notorisch Eifersüchtige, der, der sie immer verfolgte, wenn sie ausging, sich in Sichtweite setzte, damit sie ihn auch ja nicht vergisst, der, der eigentlich ein ganz wüster, gruusiger war, der, der aber ständig etwas mit anderen Frauen hatte und sich dann jeweils nicht meldete, der eben, der kindisch war und nicht mal richtig Deutsch konnte, dabei hat er schon zwei Deutschkurse besucht. Ja, die Dame in dem für mich unsichtbaren Abteil hinter mir, wusste Gründe zu nennen sich ob der Trennung von Brendan zu freuen. Was sie hingegen einst an ihn band, vermochte ich aus Erlauschtem nicht zu ergründen. Es musste wohl dies ominöse Lied gewesen sein, oder die Tatsache seines Brechmitteldaseins.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Neulich, Zügiges

Eine Antwort zu “Brendan

  1. Na ja, als ob man sich nach einer Trennung selbst Mut zusprechen müsste, um die Richtigkeit der (Trennungs-)Entscheidung zu unterstreichen …

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