Bemerknisse zweieinhalb Reisender II


  • Der allerwerteste Herr Gminggmangg und ich sind ja nun das dritte Mal (einen längeren Zwischenstopp auf Durchreise mitgezählt) in Istanbul, normalerweise erkunden wir Städte eher zu Fuss als per Zuhilfenahme von Verkehrsmitteln und legen so ungeheure Tagesstrecken zurück, da nun aber unsere Ho(s)tels, bei Verweilereien in Istanbul immer in etwa in der gleichen Region lagen, hatten wir immer in etwa das selbe Problem: Den Galatahügel, den zu erklimmen, dachten wir, um andere Istanbulteile zu besichtigen unumgänglich ist, wenn denn nicht per öffentliche Verkehrsmittel ein nicht unerheblicher Umweg gemacht werden will. Wir klommen also mit und ohne Gepäck schon zig Mal den Hügel hoch und beklagten uns dabei schweisstriefend ob der Tatsache, dass es überall öffentliche Verkehrsmittel gibt, bloss an der einen Stelle, an der wir ihrer bedürften, nicht. Die Gegebenheit, dass wir heuer mit Ypsilönchen istanbullen, also stets einen Kinderwagen mit Inhalt oder aber zumindest Tragehilfe mit Inhalt umherschleppen, liess und einen Reiseführer zur Hand nehmen, der uns prompt kundtat, dass für besagte Schweissstrecke eine Untergrundstandseilbahn bestünde, deren Existenz, neben der Tatsache, dass wir unsere präypsilönchenen Recherchierarbeiten anzweifelten, auch noch erklärte, weshalb wir, neben einheimischen Verkäufern, stets die einzigen waren, die derart Gewichtiges den Hügel hoch und runter schleppten. Tünel, wir lieben dich.
  • Weiter sehe ich nun ENDLICH ein, weshalb die Minarettinitiative unbedingt angenommen und damit die ansonsten unweigerlich eintretende Islamisierung mit ihren rufenden Muezzinen verhindert werden musste: Ypsilönchen weint jedes Mal rotzwässer- und jämerlich, wenn zum Gebet gerufen wird.
  • Mit der türkischen Anstehpolitik indes, bekunden wir noch etwas Mühe und finden uns stets am Schlangenende, Tintenkopfanfang als Letzte wovon, wofür und überhaupt wieder. Dafür hätte ich mit Baby im Tragegestell nie auch nur für Minutenbruchteile zu stehen brauchen, weil wirklich immer jemand seinen Sitzplatz angeboten hat. Reichlich ungewohnt für uns Schweizer…
  • Auch die Türken zeigen sich etwas irritiert, wenn ein Baby Kleinkind mit tiefer, kehliger Stimme, die deutlich an The Exorzist erinnert, nach Mama ruft. Eigentlich wollte ich das ja umfassend dokumentieren, scheiterte aber an meinem Unvermögen hier eine Audiodatei hochzuladen, weshalb  Sie vorerst mit dem erschrockenen Türken vorlieb nehmen müssen.
...  und erschrockenen Türken

Vom Knurren...und erschrockenen Türken

... du weisst schon!

Für die Schaf(f)lüstererin... du weisst schon!

Güzel, güzel! (Nein, liebe schweizer Ostblöckler, güzel ungleich Güsel.)

Und noch etwas für schön. Güzel, güzel! (Nein, liebe schweizer Ostblöckler, güzel ungleich Güsel.)

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Bemerknisse, Gfötelet, Neulich, Reisen mit Kindern, Ypsilönchen, Zügiges

2 Antworten zu “Bemerknisse zweieinhalb Reisender II

  1. Toll! Ich muss uuunbedingt nach Istanbul, ich seh schon. ;)

  2. Pingback: Zwischen Tekirdag und Marmaraeleglisi (Türkei) – Istanbul Zentrum – Istanbul Pendik (Tage 26-30) | Gminggmangg

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