Zitronenfalter und Sentimentalitäten


Gestern las ich in den Weiten des weltweiten Netzes „Wer glaubt, dass Sozialarbeiter sozial arbeiten, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.“, wie ich heute nach klammheimlichem Gekicher und umgehender Weitergabe im Glauben Witziges kund zu tun ernüchtert erfahren, ein uralter Schenkelklopfer, der eigentlich schon vor einer ganzen Weile genüge getan. Überhaupt war heute was wohl mit der Suchanfrage „ein Tag der nicht dein Freund“ gemeint war. Herzlichtens Dank, liebe® Suchanfragende® (Ha, schon wieder, anstatt ein r in Klammer ein r im Kreis! Oh Schicksal mein, gar schlecht meinst du es heut mit mir!), dass Sie mir meine offensichtliche Feindschaft mit dem heutigen Tage so undiskret unter die Nase reiben, solche Leute wie Sie werden gemeinhin als unsensibel bezeichnet, jawohl. Ich will die werte Leserschaft nun nicht mit allzupersönlichen Details meines miserablen Tages belasten, ABER…

…Ich sass mit einer dezibelmächtig kauenden, atemwegeverätzend parfümtragenden Mitreisen im selben Abteil, in überquellend voller Bahn, Platzwechsel ausgeschlossen.

Nun stellen Sie sich eine manigfaltige Multiplikation derartiger Gegebenheiten vor und bemitleiden Sie mich innig. Danke.

Meiner Laune ebenfalls wenig zuträglich ist die Tatsache, dass morgen den ganzen Tag arbeite, während Ypsilönchen eigentlich den ganzen Tag befeiert, verehrt und beschenkt werden müsste, denn sie wird ein Jahr alt. Ja, sie konsultiert ihre Agenda tatsächlich relativ selten und ja, sie würde ihren eigenen Geburtstag ohne unser Zutun käumlichst bemerken und ja, wir werden das einjährige Ypsilönchendasein am Samstag ausgelassen und hemmungslos wild feiern, unser Wunderlönchen mit Küssen, Geschenken und Freudentränen überschütten, aber der Mutter-Teil meines Herzen, der verklärte, der gluckt und stets stölzert und vor allen Dingen unermesslich sentimental ist, lässt sich nicht täuschen und wird mich, so schwant mir, morgen zu einer dauerberührten Beinahheulsuse machen. Es bleibt wohl nur Bindenhautentzündungsvortäuschung.

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Elternsein, Neulich, Ypsilönchen, Zügiges

Eine Antwort zu “Zitronenfalter und Sentimentalitäten

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