Freuden einer Nicht-Mehr-Stillenden


Aus purem Nacholbedürfins heraus literweise Wein Kaffee trinken, fürchterlich rapide und unberechenbar zittrig werden, allzu manische Zustände erreichen, um schliesslich mit dem Weinrauschende Kaffeeflashende einen Kollaps zu erleiden und nahtlos in tiefen Schlaf zu fallen.

Geliebte stilluntaugliche Röcke tragen, die in den letzten 16, was sage ich, 25 Monaten ihr trauriges Dasein im Kleiderschrank fristen mussten, weil Stillen nur mit Rockhochheben bis zum Hals, halbersticktem Kind unter dem Rock oder brustakrobatisch aus dem Ärmel möglich gewesen wäre.

Nicht mehr angestrengt nach passenden und dazu noch sozial verträglichen Antworten auf sich ständig wiederholende Fragen „Du stillst noch?“, „Wirst du denn nicht gebissen?“, „Sollte sie denn nicht endlich mal etwas Richtiges essen?“ suchen müssen.

Sich für eine Nacht aus dem Familienbett ausquartieren, in der ersten Nacht alle paar Minuten panisch den Notruf wählen, weil Kindsatem nicht vernehmbar, wahlweise miaunede Katzen und eigenes Schnarchen mit Kindesquengelansatz verwechseln und schon mal vorsorglich die Brust auspacken und alles in allem am Morgen ebenso erschöpft sein wie in den Stillnächten, nach Angewöhnungszeit in den darauffolgenden Nächten durchschlafen bis zum übernächsten Morgen.

Und damit hier kein falscher Eindruck entsteht: Mit gutem Gefühl, viel Liebe und etwas Wehmut auf die Stillzeit zurückblicken und es jederzeit wieder (ja, auch länger, wenn es denn sein soll) so handhaben.

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10 Kommentare

Eingeordnet unter Elternsein, Neulich

10 Antworten zu “Freuden einer Nicht-Mehr-Stillenden

  1. Broe

    Hm… Gratulation?

  2. hahahahab sehr lachen müssen. brust aus ärmel vorstellung war schuld. entschuldigung.

  3. bauchherzklopfen

    Klingt nach Chaos, verwirrten Mutterinstinkten und nem dicken Kopf. Och ja, so ein bisschen freue ich mich da ja auch schon drauf.

  4. *wohlweißlichnickt*
    Ja, kenne ich zu gut.
    Meine Garderobe ist mittlerweile auch stilltauglich.

  5. Kat

    Gratuliere – nicht zum Abstillen, aber zu den 16 Monaten! Kurzer hat sich (leider? zum Glück?) nach 11 Monaten mit Nasenrümpfen von der Brust abgewandt und zum Wienerli gegriffen… Ich trau‘ mich kaum, eine psychologisch geschulte Person zur Bedeutung dieser Handlung zu befragen…

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