Buttermlog


„Ach, du schreibst?“

„Ja, und die geistigen Ergüsse pappe ich dann auf ein Blog.“

„Worüber schreibst du denn?“

„Hm, so über Alltagsbanalitäten.“

„Also mit den Kindern und so, ein Mütterblog?“

„Neinein, nicht nur, ich schreibe über Verschiedenstes.“

„Worüber denn genauer?“

„Ach, in letzter Zeit beispielsweise darüber, wie Äm sich im Backofen betrachtet, oder davon, als ich einen Stirnpopel der Äm mit einem Mal verwechselte, oder vom Weihnachtsgeschenk, dass ich für Y bastelte… …. … Ok, es ist ein Mütterblog.“

Dies ist ein Mutterblog.

Als ich mit der Bloggerei begann, hatte ich allerdings andere Pläne, denn, so gern ich die ganzen Mütterblogs auch las und lese, konnte ich mir nicht vorstellen, mich mit diesem Etikett zu schmücken. Aber blicken wir den Tatsachen ins Auge:

Dies ist ein Mutterblog.

Kein Teil meiner Identität ist und war je derart omnipräsent wie das Muttersein, ein Umstand, der unweigerlich auch in dieses Blog einfliesst, ohne Rücksicht auf meine ursprünglichen Ambitionen. Ich sehe es ein und erleide nur eine mittelschwere Identitätskrise:

Dies ist ein Mutterblog.

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25 Kommentare

Eingeordnet unter Neulich

25 Antworten zu “Buttermlog

  1. Dafür ein ziemlich schön geschriebener und oft sehr amüsanter Blog. Völlig egal in welche Kategorie ihn man nun einordnet.

  2. Finde ich jetzt nicht.
    Also: Na gut, doch. Kann sein.

    Aber das ist doch hier das Gminggmanggblog. IHR Blog. Da schreiben Sie rein, was Sie bewegt. Das sind halt viele Äm-, Y- und Muttisachen. Muss aber nicht. Wichtig ist, dass Sie es sind, die hier bloggen und niemand anders. Deshalb lese ich hier so gerne. Und auf Twitter. Dort sind Sie auch ganz toll.

    Das musste jetzt mal gesagt werden.

  3. Dabei kann ich doch gar nicht gut mit Komplimenten umgehen… Ich danke mit grosser Verlegenheit für den Balsam und reibe ihn dick und in sorgfältig ausgeführten Kreisbewegungen auf mein Ego.

  4. jpr

    Jeder ist, was er ist. Und wenn man es so authentisch ist wie Sie – warum sollte man dann was anderes sein wollen? Wer nicht gern Butter-Beitraege laese waere ja nicht hier.
    (Und ‚Tagebuch im Internet‘ als allerletzte Rueckzugslinie ist ja auch immer noch offen).

  5. hey, die „problematik“ kommt mir bekannt vor. angefangen habe ich 3 jahre vor dem muttersein. und als das kind geschlüpft war, entpuppte sich auch mein blog als „muttiblog“. ich trennte die webseiten, machte einen „normalen“ blog und einen „mutterblog“. der normale blieb auf der strecke, auf dem anderen fühlte ich mich nicht wohl. nun wieder back to the roots auf dem ursprungsblog. in der hoffnung das die themen sich dann automatisch breiter streuen. aber seien wir ehrlich…

  6. aber ein sehr schönes Mutterblog ;)

  7. mammasusanna

    Ich find das ganze blog-gezeugs immer chli zwiespältig – es hat mir auch schon mal wer empfohlen, doch auch so ein Blog zu schreiben, aber wieso soll mein Leben irgendwer lesen wollen? Und was mach ich? Ich lese Blogs. Mamablog, Gmingggmangg, so Gestalterblogzeugs… Ich kommentiere fleissig mit, unter verschiedenen Pseudonymen, kann jeden scheiss sagen, wenn ich will.
    Wieso ich deinen Lese? Weil ich Euch ganz ganz wenig kenne und es mich interessiert, wies euch geht – (aber manchmal denk ich schon, wiedermal ein Treffen wär eigentlich gscheiter…) und weil du gut schreibst.

  8. Ich sag’s ja: Bastelmutti. Aber mit mundwinkelverziehendem Wortwitz, das ist doch was. Solange Sie sich nicht „Pampersbomber“ aufs neue Vehikel kleben… muss man sich wohl keine allzu große Sorgen machen.

    Es grüßt… die Vorstadtmutti ;)

  9. Das (in der Schweiz werden 50% der Mamabezeichnungen ja sogar noch versächlicht) Mutti spricht: Pampersbomber wird es nicht.

  10. hm.
    mutterblogs lese ich eher nicht, gminggmang schon. was stimmt also hier nicht?

  11. MamaLöwe

    nein, bist du nicht! (IST man überhaupt ein blog?)
    Ich würde Popelgeschichten, Y’s Exkremente-Passion u.a. nicht unbedingt als typisch „Mutterblog“ bezeichnen (typisch Mutterblog z.B.: Maße und Gewicht der Kindern vergleichen und über Phasen, Schübe und Können der Kinder referieren)
    Das hier ist ein Gminggmangg-Blog!
    I like! ;o)

  12. Genial!!! Ich las gerade als allererstes deinen Post über das verwöhnen und musste über das Ende so lachen: „meine Tochter in 20 Jahren zwischen den Vorlesungen stillen usw“. :) Dein Blog ist toll und ich bin begeistert, ihn gerade entdeckt zu haben. Beste Grüße von einer Kölner Sonderpädagogikstudentin mit dreijährigem Söhnchen.
    Ich habe auch einen Blog, der eigentlich kein Mama-Blog werden sollte, aber jetzt doch eindeutig einer ist. Ich konnte mich mit deiner Blogbeschreibung also sehr, sehr gut identifizieren. ;) Ich freu mich, wenn du bei mir reinschaust: http://www.puddingteilchenn.blogsport.de (Die URL stimmt leider noch nicht mit dem Blogtitel Wundertütentag überein)

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