Tagesarchiv: Dezember 13, 2012

Hydrocephalus, Semifreddo und Psychopharmaka (13.Dezember)


Ich habe fast den ganzen heutigen Tag im Bett verbracht. Das klingt besser als es ist, musste ich doch morgens raus, um die Kinder zur KiTa zu bringen, was bei Schnee und Eis, zu Stosszeiten mit zwei Kleinkindern, Gliederschmerzen und einem Kopf mit den gefühlten Ausmassen eines Elefantenhydrocephalus einem Triathlon gleichkommt. Erste Disziplin ist der Eisschnelllauf zum Bus, mit Grazilität und Leichtfüssigkeit ausgetragen, zweite Disziplin ist der Hindernislauf, über Busstufen und Mitfahrerleichen, dritte und abschliessende Disziplin ist das Extremkleinkinderausschneebekleidungschälen und dabei die Schweissausbrüche gering zu halten um hernach nicht als Semifreddo heimzukehren.

Nach der erfolgreichen Ausschaffung der Kinder allerdings, hatte ich erstmals seit langem wieder Zeit, mich so richtig mit Innigkeit dem Kranksein hinzugeben, inklusive Selbstmitleid und anderen adretten Dekorationen.  Bis 17 Uhr, dann wiederholte ich den Triathlon von morgens, diesmal gedopt.

Jetzt ist mir etwas halluzinativ, ziemlich delirisch und auch die Kinder schienen etwas angesteckt, jedenfalls verlangte Y lautstark nach Psychopharmaka: „Ich brauche Medikamente gegen Durchknall!“ Ich auch.

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