Gesetze aus der Kinderstube 1-11


Unser Leben wird von Gesetzmäßigkeiten bestimmt, denen wir mehr oder weniger unterworfen sind. Sie beeinflussen die Wirkung unseres Handelns, unser Handeln wenn es erst eine Intention ist. Praktisch, wenn die Wirkung einer Handlung einigermaßen berechenbar ist, wie beispielsweise der Umstand, dass mir völliglich klar ist, dass ich meine Tasse frischgebrühten Kaffee mit Vorteil nicht ins Leere, sondern klüger auf stabiler Unterlage platziere, da die Schwerkraft meinen Kreislauf umgehend am der Inkorporation der Krönung der Getränkeschöpfung hindern und damit relativ viele Menschen potentiell gefährden würde. Ich kann damit, dass ich um diese Gesetzmäßigkeiten weiß, Unglück(lichen) vorbeugen. Als Frischlingsmutter wäre mir lieb gewesen, ich hätte bereits um die zahlreichen Gesetzmässigkeiten im Leben mit Kindern gewusst, aber niemand hat mich vorgewarnt, oder mir gar das entsprechende Gesetzesbuch in die Hände gedrückt.

  1. Sie können die Frühstücksbrotscheibe Ihres Kindes nicht zu seiner Zufriedenheit (nicht) durchschneiden.
  2. Die Kinder können noch so Vertieft in irgendwelche Kindereien sein, sobald sie die Klotür hinter sich schliessen*, steht die Brut mit Harndrang, fehlenden Gliedmassen und anderen unaufschiebbaren Dringlichkeiten vor der Tür.
  3. Sie werden keine Ersatzkleidung brauchen, wenn sie tatsächlich welche einpacken. Und umgekehrt. Vor allem umgekehrt.
  4. Welche Kleidung auch immer Sie ihrem Kind zum Anziehen rauslegen, es ist die falsche.
  5. Winterkleidung wird nur einmal freiwillig angezogen: Im Hochsommer.
  6. Ihre Kinder mögen Ihre Lieblingsspeise so lange nicht, bis Sie zusätzlich ein Kindermenu und von ihrer Leibspeise bewusst wenig kochen.
  7. Es gibt Spielzeuge, die immer vernachlässigt in der Ecke liegen. Es sei denn, sie versuchen das Verschmähte in den Keller auszuquartieren.
  8. Je länger und intensiver ein Ausgehabend geplant**, desto schwerer Kindes spontane Krankheit.
  9. Wo nachts Weinentzapfungsgeräuschen ausreichen, um die Kinder aus dem Tiefschlaf zu holen, mittags, begleitet von Blasorchestern, dieselben Weinflaschen an der Schlafzimmerwand zerdeppern und hätten damit keinen Erfolg.
  10. Je unerreichbarer ein Klo, desto stärker Kindes Harndrang.
  11. Am tiefsten, längsten und durchsten schläft das Kind, wenn Sie nicht da sind.

 

 

 

Fortsetzung folgt…

 

 

*den Laptop aufklappen, sich mit frisch gebrühtem Kaffee aufs Sofa setzen

**je näher das Abreisedatum, je alleinerziehender, je kränker man selber

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Elternsein, Neulich

5 Antworten zu “Gesetze aus der Kinderstube 1-11

  1. jpr

    Die Geschichte mit dem Handbuch – die hat der sehr geschaetzte Herr Watterson ja schon recht abschliessend erklaert.

  2. wie wahr, wie wahr :-))))))

  3. Zum Thema „Lieblingsessen“ werde ich demnächst auch mal was bloggen müssen. Das scheint sich bei uns mit zunehmendem Alter eher zu verkomplizieren… ich bin bislang davon ausgegangen, dass es EINFACHER würde.

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