Konservierte Konversationen, die Xte Ausgabe


Äm: „Jaaa, jaaa Bébé, jaajaa, zu mir kommen, ich traaage. Jaaa, jaaa, Jana.“, tut so, als wiege sie ein Baby im Arm

Y: „Das ist nicht Jana! Jana liegt da auf dem Sofa!“, zeigt auf das leere Sofa.

Äm: „Nei, Jana-Bébé is bei mir. Jaa, jaaa, Jana.“ , wiegt ihr imginäres Baby etwas nachdrücklicher.

Y: „Näähääiin, das Bébé schlähäft, daha!“, zeigt wieder aufs leere Sofa. „Dein Bébé ist nicht Jana!“

Äm, sehr laut: „Doch!!! Das is Jana!!!“, wiegt ihren imaginären Säugling auf erheblich kindswohlgefährdende Weise.

Y, jetzt ebenfalls sehr laut: „Nein!!!“

Äm, noch lauter: „Doch!!!“, wutwiegt ihr Kind dem sicheren Tod entgegen.

Ich, aus Angst vor einem Gehörsturz: „Erfindet doch einfach noch ein weiteres Bébé, es kann ja auch Jana heissen.“

Beide Kinder, sofort ein Herz und eine Seele, brüllen einstimmig und unverhältnismässig laut: „Nein!“

Y setzt nach: „Man kann doch nicht einfach Kinder machen, nur damit niemand weint!“

Beide Kinder kopfschüttelnd ab.

 

Aus: Die Leiden einer jungen Mutter.

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Konservierte Konversationen

5 Antworten zu “Konservierte Konversationen, die Xte Ausgabe

  1. Ich lache Tränen, vor allem ob Y’s finalen weisen Worten. Du hast meinen Abed gerettet!

  2. B

    Einmal mehr ganz köstlich, vielen Dank.

  3. fraubhk

    ein vortrefflicher werbeslogan für kondome! bravo Y!

  4. hahahahahahahahahaaaaaaaaaa!!!

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