Monatsarchiv: Dezember 2013

2013


Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
6-9, es war ein hundskommunes, ruhiges Jahr, die spektakulärsten Momente waren wohl Entscheidungsprozesse, beziehungsweise –findungen, die aber hauptsächlich das Jahr 2014 beeinflussen werden.
Zugenommen oder abgenommen?
Wahrscheinlich etwas zugenommen, allerdings in unerwähnenswerten Ausmassen, jedenfalls passe ich noch in alle Kleider und wenn nicht, hat Herr G. bestimmt zu heiss gewaschen.
Haare länger oder kürzer?

Länger. Jedenfalls das Hinterhaar, Hinterkopfhaar, Hinter- und Oberkopfhaar, der Nicht-Pony, der Teil der Haare wächst ungeordnet vor sich hin, den Pony habe ich allerdings gekürzt. Das überkam mich eines schönen Abends einfach so und ich bin relativ zufrieden mit dieser Entscheidung. Auch diese Frisur hat allerdings Nachteile. Zum Beispiel, wenn ich morgens, noch vor der Arbeit das dringende Bedürfnis verspüre ihn zu kürzen, dabei Fehler mache, ihn zur Ausbesserung weiter kürzen muss und schlussendlich wieder für Tage mit Millimeterpony darben muss.
Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
 Kurzsichtiger, glaube ich, sicher in Bezug auf die Augen, vielleicht, trotz Weitsichtigkeitsbemühungen, auch in Bezug auf die gefällten Entscheidungen, aber das wird sich wohl im Laufe des Jahres (und mehr) noch zeigen.
Mehr Geld oder weniger?
Mehr, ich arbeite deutlich mehr (ebenso Herr G.) wir mussten/müssen uns das Budget für unsere nächste Reise ersparen. Habe ich die schon mal erwähnt? So in 194 Tagen fahren wir los.
Besseren Job oder schlechteren?
Gleicher Arbeitsort, gleiche Stelle, gleiches Team und alles ziemlich grandios gerade. Noch nie hatte ich meinen Arbeits-Kinder-Alltag so optimal eingerichtet, wie momentan, ich freue mich jeweils auf die Arbeitstage ebenso sehr, wie auf die Tage mit den Kindern und finde dazwischen genügend Zeit für Pausen.
Mehr bewegt oder weniger?
Auch heuer habe ich wohl die Welt nicht, dafür aber meinen Körper wieder vermehrt bewegt. Ich habe in diesem Jahr wieder mit Klettern begonnen und habe dabei Muskelkater erlebt, wie noch selten in meinem Leben. Wahrlich neue Katerdimensionen lernte ich kennen, als ich nicht mal mehr den Mittelfinger schmerzfrei heben konnte, was ja wiederum, neben dem Gefühl etwas  geleistet zu haben, auch positive Auswirkungen auf das soziale Klima hatte.
Erkrankungen dieses Jahr?

Ich hatte überhaupt gar nichts Ernsthaftes. Ganzjährig. Dafür hatten die Kinder viel zu viele Kleinerkrankungen, besonders Äm. Y erledigte heuer das obligate Loch im Kopf, samt Notfall und Nähen, wie sich das mindestens einmalig in den Kinderjahren so gehört.
Der hirnrissigste Plan?

Ich habe es einleitend schon erwähnt, die heuer gefassten, potentiell hirnrissigen Pläne werden ihre Auswirkungen erst im nächsten Jahr zeigen, aber ich darf Ihnen präsentieren:
1x Reiseplanung für Juli, August, September und Oktober mit dem Ziel Ukraine, Schwarzes Meer und mehr und
1x Familienzuwachs in Form eines Welpen. Genaueres kann ich dazu noch gare nicht sagen, nur dass dieser Entscheidung der altbekannte gefährliche Moment voranging: Der Augenblick in einer Partnerschaft, in dem man nach monatelangem Dafür und Dagegen in wechselnen Intensitäten und immer gleichmässig verteilten Rollen, für eine Sekunde ie gleiche Position einnimmt und sich dafür entscheidet. So entstehen Ehen, Kinder und wahrscheinlich auch Weltkriege.
Die gefährlichste Unternehmung?
Gefährlicher als die diversen Autofahrten, die ich als Fahrschülerin hinter mich brachte, war wohl heuer keine Unternehmung. Ziemlich gefährlich finde ich ja manchmal gewisse kindliche Aktionen, aber da hilft ja angestengtes Wegschauen oft schon sehr viel.
Die teuerste Anschaffung?

Eigentlich müsste ich hier meinen Führerschein nennen, aber mein Fahrlehrer, zufälligerweise der Partner meiner Mutter, stellte nie Rechnung… Vielen Dank für diese Grosszügigkeit!
Überhaupt scheint uns hauptsächlich die Mobilität zu kosten: Die Generalabonnemente der Schweizer Bundesbahnen sind haarsträubend teuer und auch einige Gefährtenrevisionen kostete Einiges.
Das leckerste Essen?
Ich kann mich bei sowas zu schlecht entscheiden: Vielleicht die Wassermelone aus dem Kühlschrank, vielleicht irgendwelche knoblauchlastigen Nudeln oder die diversen Mezze, die „unsere Deutschen“ in dem Moment produzieren.
Das beeindruckendste Buch?
Ich habe mich heuer quer durch die noch ungelesenen Bücher von Haruki Murakami gelesen und bin noch immer begeistert.
Die schönste Musik/ das schönste Konzert?

Ich habe Musikphasen, die sind unberechenbar, unbegründet und oft so schnell wieder vorbei, wie sie auftraten. Das höchste der gefühle ist, wenn im richtigen Moment, die Stimmung mit der passenden Musik unterlegt werden kann.
Das schönste Konzert?

Das Strassenmusikfestival Buskers in Bern auch heuer ein Höhepunkt.
Der empfehlenswerteste Film?
Besuchte Länder? 
Schweden, Dänemark, Deutschland, Österreich und Frankreich
Die meiste Zeit verbracht mit?
Y, Äm und meinem iPad.
Die schönste Zeit verbracht mit?
Herrn G., Y und Äm und meinem i Pad.
 Zum ersten Mal getan?
Mich über Hunderassen informiert, Hundezeug gekauft, Hunde überhaupt eingehender als potentiell liebenswerte Wesen betrachtet und von der Existenz von undenkbarstem Hundezubehör erfahren.
 Nach langer Zeit wieder getan?
Mehrere Nächte (nicht am Stück) kinderlos in relativer ferne verbracht.
 Dinge, auf die ich nicht hätte verzichten mögen?
Unseren Kurzurlaub in der Normandie, die weihnächtlichen Gammeltage daheim (erstmals seit den Kindern wieder richtig ausgiebig und gemütlich) und die Anschaffung meiner neuen kamera.
Dinge auf die ich hätte verzichten mögen?
Das Loch in Ys Kopf.
 Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
All die kindlichen Plüschkitschsätze.
 Dein Wort des Jahres?
Welpentragetuch.
 Dein Unwort des Jahres?
Knuspermüsli.
Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Alle geblogrollten, heuer besonderlich das Nuf.
Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Kamera und Fühereschein balgen sich um den ersten Platz.
 2013 war mit einem Wort… Hundskommun.
Foto des Jahres:
 

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24. Dezember – Glo-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-o-ria


Gloria.

 

Feiern Sie schön!

 
 
Adventsbloggen im Jahre 2012:
24. Dezember 

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23. Dezember – Weihnachtsrecycling


Entschuldigen Sie mich heute, ich habe in diesem Moment die erste Weihnachtsfeier hinter mich gebracht, die zwar wunderbar verlief, aber etwas wein- und müdigkeitsbedingt ihre Spuren hinterliess. Lassen Sie mich deshalb recycelnd festhalten: Ich habe heuer kaum Bücher verschenkt, ganz entgegen der fünf Stufen der Weihnachtsgeschenkfindung, die ich vor zwei Jahren festgehalten:

Ich nehme vorweg: Wenn ich denn Geschenke finde, die so sehr passen, dass mich jede Minute des Noch-nich-Schenkens schmerzt, ich mich kaum zurückhalten kann und kindlichst freue, habe ich Vorangegangenes nicht vergessen, aber zumindest verschmerzt. Leider erreiche ich diesen Gefühlszustand meist nur zu Geburtstagen, wenn meine Geschenkempathie und -konzentration sich nur auf eine Person beschränken darf.

Zu Vorweihnachten, währen der verschiedensten parallel laufenden Geschenkverpflichtungen hingegen, durchlaufe ich oft ebenso gestresst wie phantasielos die immergleichen Phasen.

Phase I: Ich nehme mir kurz nach Weihnachten vor, mir im kommenden Jahr laufend Geschenkinspirationen zu notieren.

Phase II: Ich notiere eher schlecht als recht und verliere die Notizen umgehend wieder.

Phase III: Ich prokrastiniere bis um den zwanzigsten Dezember.

Phase IV: Ich suche verzweifelt nach Ideen und Anhaltspunkten. Google ist hierbei nur bedingt hilfreich. Wenn ich das grosse Orakel nach „Geschenk für Name-von-Herrn-Gminggmangg“ befrage, schlägt es mir vor ihm Schweine für 1500 Euro zu schenken, oder eine Bulldogge. Beides erscheint mir in Anbetracht unserer Familienerweiterungspläne aus Platzgründen nicht angemessen. Tiergeschenke sind ohnehin eher selten angebracht, auch wenn ich von den fantasievollen Vorschlägen der Frau Google, in den schweren Zweiten gewichtiger Inspirationsfindungen, zumindest belustigt bin. (Da wären noch Madagaskar-Pinguine für den Schwieger- und blinde Kühe für den eigenen Vater.)

Phase V: Ich entscheide mich für alle Bücher zu kaufen. Bücherkaufen kann ich gut, jedenfalls für Nahestehende. Für weniger Nahestehende bediene ich mich seit ich etwa 10 Jahre alt bin eines Verlegenheitsgeschenkes. Ich habe mannigfache Exemplare dieses Büchleins individuellen Ansprüchen gerecht werdend verpackt und mit einer persönlichen Widmung („von mir für dich“) versehen in meinen Schränken gelagert und kann nach Bedarf darauf zurückgreifen. Es empfiehlt sich die so Beschenkten in einer Liste mit Angaben zu Schenkungsdaten- und gründen festzuhalten, undankbarerweise wird nämlich nach dem dritten Wiederholungsgeschenk allerseits dem Unmut mehr oder minder dezent Ausdruck verliehen. Ich sähe Vorteile in der Erweiterung meines Verlegenheitsbuchgeschenkevorrats. Wenn Sie also konstruktive Allerweltsverschenkbüchervorschläge hätten… Ich wäre dankbar.

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22. Dezember – Oppositionelle Lamas oder Konservierte Konversationen


Wir befinden uns im Hause G. in einer, Rüpel- Trotz- und Widerstandsphase bisher unbekannten Ausmasses. Hinzu kommt, dass das oppositionelle Kind sich neuerdings sogar einige diskussionsstrategische Fähigkeiten angeeignet hat.

Frau G.: Beklebt die Seiten eines Kalenders, der traditionell auch diese Weihnachten dem Vater überreicht werden sollte, mit frischgedruckten Fotografien.

Äm: „Aufpassen! Das ist schief! Nicht so! Anders! Das ist schief! Nicht in den Kopf schneiden! Das ist schief! Achtung! Jetzt ist es schief!“

Frau G.: Ich könnte besser arbeiten, wenn du etwas leiser wärst oder mir zumindest helfen würdest. Schau, da kann man die Rückseite der Fotokleber schon wegnehmen!“

Äm: Streckt die Zunge raus und prustet spucke- und geräuschvoll.

Frau G.: „Äm! Ich will das nicht, schau, jetzt hat es Spucke auf dem Foto! Ich will nicht dass du spuckst!“

Äm: „Ich habe nicht gespucket, ich habe…“ streckt die Zunge raus und prustet spucke- und geräuschvoll.

Frau G.: „Dann sollst du eben nicht…“ streckt die Zunge raus und prustet spucke- und geräuschvoll.

Äm: „Du machst ja auch…“ streckt die Zunge raus und prustet spucke- und geräuschvoll.

Da sehen Sie mal, wie ich hier behandelt werde!

Adventsbloggen im Jahre 2012:

22. Dezember – Sanktionen und Onomatopoesie

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21. Dezember – In Kinderschuhen hat es Platz


In Kinderschuhen hat ja Vieles Platz, zum Beispiel die Schuld für dilettantisch eingepackte Geschenke. Dabei muss ja nicht mal wortwörtlich gelogen werden, es reicht, den Beschenkten nach der Übergabe bedeutungsvoll anzusehen, dabei mit leichter Kopfbewegung auf eines der Kinder zu deuten, leicht ratlos mit den Schultern zu zucken und zu sagen „Sie helfen ja so gern, die lieben Kleinen.“, sehr simpel und völlig flunkerfrei. Wieso ich zu derartigen Mitteln greifen muss, fragen Sie sich? Weil Menschen, die offensichtlich professionell fremdverpackte Geschenke überreichen, Lieblosigkeit vorgeworfen wird, ja, weil sie geächtet werden. Und meine Begabung für das Einpacken zu verschenkender Objekte, und sei es auch nur ein Buch, ist derart minimal, dass ich auch bei der Übergabe von Eigenkreationen mit Lieblosigkeitsvorwürfen rechnen müsste, gäbe es nicht die Möglichkeit der Schuldzuweisung gen Kinder. Die Vorstellung kinderhandverpackter Geschenke finden ja dann alle fürchterlich süss und fürchterlich lieb. Dabei kann ich nicht das Geringste dafür, dass meine Geschenkkreationen aussehen, als wären sie von einem motorisch retardierten Jungschmipansen eingewickelt worden.

Es beginnt schon beim Trennen der gewünschten Papiergrösse von der Rolle. Ich tue solche Dinge gerne mit Sorgfalt und geraden Linien. Das wird einem aber reichlich schwer gemacht, wenn sich die Materie ständig völlig selbständig wieder zusammenrollt. Aufrollen – 1cm Schnitt – zugerollt – aufrollen – 1cm Schnitt – zugerollt – So kann ich nicht massvoll arbeiten!

Hernach kommt das Problem, die zu verpackenden Objekte möglichst parallel zu den Seitenrändern (Ja, ich verschenke meistens Bücher.) aufs Papier zu legen. Das fiele ungleich einfacher, wenn man die Musterung auf der Papiervorderseite zur Orientierung benutzen könnte, aber die Papierrückseite wird im allgemeinen als deutlich weniger dekorativ wahrgenommen, als die Vorderseite, da sind Minuspunkte garantiert.

Wären dann obengenannte Punkte erledigt, folgt die Sache mit dem Klebeband, die, müsste man sich nur auf das Klebeband alleine konzentrieren, gar nicht so kompliziert wäre, aber so einfach ist es nicht: Gehen wir mal davon aus, dass das schliessende Falten der gegenüberliegen hervorstehenden Papierflügel über dem Geschenk zu akzeptablem Resultat geklappt hat und ich per leichtem Druck mit Zeige- und Ringfinger meiner linken Hand das Papier fixiere, während ich mit der rechten Hand versuche ein adäquat grosses Stück Klebestreifen von der Rolle zu trennen. Das ist nicht einfach für eine Grobmotorikerin wie ich es bin, das können Sie mir glauben. Und wenn ich dann endlich ein passendes Stück habe, bemerke ich beim Versuch es aufzukleben, dass das Zeug seinen Zweck überhaupt nicht erfüllt, weil es fingerfettabdruckkontaminiert offensichtlich seine ganze Klebekraft verloren hat. Es braucht dann mindestens fünf weitere Stücke mit tiefenreinigender Wirkung, ehe ich überhaupt ein fettreduziertes Exemplar zur Verfügung habe. Will ich das erarbeitete Stück dann auftragen, vereinen sich die beiden Streifenenden zur Unbrauchbarkeit um den rechten Zeigefinger, der ebenfalls unbrauchbar wird, und nur durch beidhändigen Einsatz wieder befreit werden kann. Nach einigen weiteren Versuchen gelingt es dann vielleicht so ein Klebestreifenstück adrett anzubringen, nur um zu bemerken, dass einer der Fehlversuche an ungünstiger Stelle auf dem Einwickelpapier klebengeblieben und nicht mehr ohne erhebliche ästhetische Verluste zu trennen ist.

Nun gut, denke ich dann, ich kann ja versuchen das Geschenkband so anzubringen, dass das Malheur überdeckt wird, rolle eine als passend eingeschätzte Menge Band ab und wickle. Ich war allerdings schon immer schlecht, was Schätzungen anbelangt, ich kann die Enden knapp um das verpackte Objekt knoten, gänzlich ohne Spielraum für eine nette Schlaufe oder Zapfenzieherlocken. Ich durchschneide das Band also und werfe es schweren Herzens weg, derartige Verschwendung mag ich nicht, ehrlich, aber für Schönheit musste die Umwelt schon öfter leiden. Ich rolle also mehr als die als passend eingeschätzte Menge Geschenkband ab und wickle erneut. Diesmal wickle ich sehr lange und tatsächlich so, dass das obengenannte Malheur und auch das beim Abschneiden des ersten Geschenkbands entstandene kleine Loch fast nicht mehr zu sehen ist. Eigentlich ist auch sonst nicht mehr viel zu sehen, aber ein neuerliche Verschwendung zu Gunsten er Ästhetik kann ich schlicht nicht erneut hinnehmen.

Ich reiche das Geschenk an die Kinder weiter, mit der Bitte mit Filzern irgendwas aufzumalen, nicht dass sie mich am Ende, wenn der Beschenkte sie nach meinen nonverbalen Andeutungen fragt, ob sie das gemacht haben, noch verraten.

 

Bloggen im Jahre 2012:

21. Dezember – Mandarinen, Behinderung und Integration

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