Durankulak (Bulgarien) – Bulgarien (Tage 21-22)


Es gibt nicht so viel Neues zu berichten, momentan, wir bewegen uns nun seit einer Woche an der bulgarischen Küste von nettem Ort zu nettem Ort fort, geniessen Meer und Wärme und damit genau das, was wir vor einer Woche noch so sehr herbeigesehnt haben.

Neu ist vielleicht, dass wir, wie geahnt, auch heuer nicht ohne Halt an Istanbul vorbei fahren können und ab Montag drei bis vier Tage in der Metropole weilen werden. Wahrscheinlich werden wir nicht all zu viel unternehmen, nur geliebte Ecken wieder aufsuchen, den Komfort eines eigenen Badezimmers geniessen, ausgiebig duschen, Fingernägel lackieren, bevorzugt haarlose Stellen rasieren, Augenbrauen trennen und sowas eben. Ausserdem werden wir während unseres fünften Aufenthalts in Istanbul rausfinden, wie es sich in der Stadt so bewegen lässt, wenn man neben Kindern auch noch einen Hund dabei hat.
Heute übernachten wir nochmal in Bulgarien, morgen wollen wir den Grenzübertritt wagen, in Edirne übernachten, übermorgen einen Kleinstplatz am Mittelmeer wieder aufsuchen und am Montag, wie gesagt, in Istanbul sein. Heuer gastieren wir übrigens mit AirB&B, was ich mit Spannung erwarte. Damit wissen wir für fast eine Woche ungefähr, wo wir jeweils schlafen werden und sind damit durchgeplant, wie kaum je auf Reisen.
Höhepunkt des heutigen Tages waren die unglaublich riesigen, in den Süden ziehenden Storchschwärme. Abertausende der beeindruckend grossen Vögel, die sich, die Thermik nutzend unvergleichlich elegant aneinander uns miteinander, in Wellenbewegungen, manchmal In Wirbeln, bewegen, ohne sich zu berühren. Ein krasses Naturspektakel, das offenmundig staunen und in allerpositivstem Sinne im Vergleich ganz klein fühlen lässt. (Da kein von mir gemachtes Foto dem Schauspiel auch nur entfernt gerecht wird, lasse ich die Bebilderung bleiben.)

Bemerknisse
Ich vermag nicht zu ergründen, wie die Bulgaren mit ihren Schildern zurecht kommen. Für mich sind die Verkehrsschilder eher schwierig zu lesen, und das liegt noch nicht mal an der Schrift, sondern daran, dass nie genau ersichtlich ist, auf welche Strassen sie sich beziehen. So können Wegweiser die aktuelle Kreuzung meinen, oder die Kreuzung danach oder die Kreuzung danach oder sie reiben dir auf die Nase, welche Abzweigung du soeben verpasst hast.

Es erstaunt mich überhaupt nicht mehr, dass der Reiseführer (Lonley Planet) von Bulgariens Strassen als den mit gefährlichsten Europas spricht, hier fährt jeder wie er kann. Und damit meine ich „so schnell, wie er kann“. Es wird immer und überall überholt. Von links, von rechts, über ausgezogene Linien, bei Gegenverkehr, übers Trottoir, als Anhängsel hinter dem Krankenwagen…IMMER! Man kann sich zu keinem Zeitpunkt auch nur entfernt darauf verlassen, dass irgendjemand sich an Verkehrsregeln hält und das Warten auf freiwilligen Einlass beim Einspuren kann getrost vergessen und direkt mit dreistem Eindrängeln begonnen werden.

Herr G. findet gut, dass ich blogge, weil er beim Durchlesen das Programm der folgenden Tage erfährt.

Ich kann seit heute den Gasherd selber bedienen. Ich würde es positiv als Lernfortschritt formulieren, Herr G. nennt es Beweis für seine Kochknechtschaft.

 

 

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Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bemerknisse, Reise 2014, Reisen mit Kindern

Eine Antwort zu “Durankulak (Bulgarien) – Bulgarien (Tage 21-22)

  1. Urs Hofer

    Hallo zäme,
    wie immer eure Berichte gelesen (Klasse & spannend!), die Bilder eingesogen (lechz); (Doppellechz bei Wind & Meer…). Von nun an beginnt ja der „richtige“ Urlaub – „den Herrn über den Gasherd“. werde ich vermissen; aber es geht ja noch bis Di…gut vorbereitet dank dem ewigen Gepisse…..
    mit liebsten Grüssen aus dem BO-Land – Urs

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