Kochen mit Frau G. (13. Dezember)


„Sollten Sie je einmal Kartoffelsuppe kochen (oder etwas mit aehnlichem Reichtum an Zutaten): ich saehe gern Ihr Mis-en-place.“ schrub der geschätzte Herr jpr und ich dachte mir, dass ich der Thematik doch einen Arikel widmen könnte. Nun gut, es wird keine Kartoffelsuppeund auch kein richtiges Mis-en-place, aber es hat was mit Kochen zu tun und zumindest Resultieren eventuell frische Nudeln mit Artischokenpesto aus dem ganzen Getue. 

Dafür suche ich als erstes nach Rezepten und entnehme die Nudeln dem Cucchiaio d’Argento und den Pesto bastle ich mir aus diversen italienischen Seiten zusammen.

Dann schreibe ich eine Einkaufsliste:

  • 1 Eigelb
  • 4 ganze Eier
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Teelöffel Salz
  • 6 Knoblauchzehen
  • 3 Deziliter Olivenöl
  • 100 Gramm Pinienkerne
  • 500 Gramm Chnöpflimehl
  • 200 Gramm Grana Padano
  • 15 gekochte Artischockenherzen
  • ¼ des Safts einer ausgepressten Zitrone
  • 22 insgesamt durchschnittlich grosse Basilikumblätter (Länge +/- 3,5 Zentimeter, Breite +/- 2 Zentimeter)

Dann schicke ich Herrn G. in den Sonntagsverkauf, die Dinge zu erstehen.

Dann plane ich den Ablauf der Kocherei.

Dann erruiere ich den ungefähren Zeitrahmen: So 1 ½ Stunden.

Dann koche ich, verliere mich in irgendwelche semiwichtigen Nebenschauplätzen und mache ab und zu ein Bild.
   
    
    
 

 Dann habe ich fertig gekocht und schaue, wie viel Zeit ich so gebraucht habe: So 4 Stunden.

Dann esse ich.

Dann sitze ich in einem gigantischen Chaos, das ich irgendwie zu beseitigen versuche.

Dann bin ich erschöpft.

Fertig.

Ich sollte Foodbloggerin werden.

8 Kommentare

Eingeordnet unter Gfötelet, Gmanggfakt, Vom Sollen und Tun

8 Antworten zu “Kochen mit Frau G. (13. Dezember)

  1. Alles sehr, sehr ordentlich und übersichtlich.

  2. <3
    Ich bewundere Ihre Prioritätensetzung, werteste Frau G.

  3. Das ist kochen ganz nach meinem Geschmack ähm, Ge…visuell…ähm…Wortesuch…du weißt schon

  4. jpr

    Ich sehe vor meinem innere Auge Herrn G mit Teelöffel und Massband einkaufen gehen, damit die angeforderten Mengen korrekt eingehalten werden und die Zutaten in Ihre Vorbereitung passen (ausserdem weiss ich nun endlich, wo das Wort ‚Auslegeordnung‘ herkommt).
    Das mit dem Chaos hingegen faellt mir natuerlich schwer zu glauben. Nach Ihrer Kochorgie liegen bestimmt die einzelnen Packungen sauber nach Groesse, Farbe und Form sortiert in ansehnlichen Stapeln, so dass man sich eigentlich gar nicht traut sie anzufassen, geschweige denn fortzuraeumen.

    // PS. Foodbloggering waere super. Nie saehe man so gut aufgeraeumte Rezepte, wo man die Zutaten zaehlen kann.
    // PPS. Wie um Himmels Willen wenden Sie die Pinienkerne?

Kommentariat:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s