Tagesarchiv: Dezember 14, 2015

Fahrplanwechselwirkungsimmunität (14. Dezember) 


Es ist der 14. Dezember, der erste Arbeitstag nach Fahrplanwechsel, ein kleiner Vorgeschmack auf die Apokalypse, quasi. Aber ich beliebe zu scherzen, denn ich nehme sowas natürlich mit stoischer Gelassenheit.Im Vorfeld habe ich irgendwo gelesen, dass Frau als Pendlerin auf der Strecke Bern-Zürich zeitlich mit keinen grossen Veränderungen zu rechnen hat, was mir als Information eigentlich schon reichte, so musste ich nicht noch jede Verbindung einzeln durchsehen, erst recht nicht die Verbindungen, die ich ohnehin nie benutze. Es kümmerte mich auch nicht im voraus, ob es in Bezug auf die Ankunftsperrons Veränderungen gab, sowas kann Frau ja gut vor Ort dann spontan feststellen. Deswegen betrachtete ich die Verbindungsliste auch nicht noch extra mit Fokus auf Perronnummern und lief die potentiell neuen Wege auch nicht einzeln, zeitstoppend ab, um nebenbei festzustellen, dass die Bodenplattengrössen dort einiges schrittmassfreundlicher sind. Selbstredend nicht. Notizen und Pläne machte ich dabei auch keine und in der Nacht vor dem ersten Arbeitstag nach dem Wechsel schlief ich grandios und verschwendete nicht den Hauch eines Gedanken an die Idee, ich könnte am nächsten Tag in all dem Unbekannten verschellen und meine Familie nie mehr wieder sehen. Deswegen war ich heute Morgen dann auch ganz ausgeruht und gelassen, wie immer, eigentlich, und ging auch nicht eine Stunde früher los, als erforderlich, wie das vielleicht irgendwelche HysterikerInnen tun würden. So ein Fahrplanwechsel kann mir eben nichts. Gar nichts. 

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