5 random Facts – 10


Ich habe einmal als Mitspielerin in einem Fussballteam, das sich als Joghurts verkleidete, den 3. Platz in einem Turnier belegt. Ich war ein Zitronenjoghurt und der 3. Platz ein Triumph. Es ist nicht so, dass ich je ein Tor geschossen hätte, dafür war ich weder talentiert genug, noch wäre mir wohl dabei gewesen, dafür bejubelt zu werden, aber ich war einigermassen begabt darin, den Ball nach vorne zu treten, wenn er in die Verteidigungszone flog. Ich war ein echt souveräner Verteidigungsjoghurt.

 

Ich nebenjobbte für einige Zeit beim Supermarkt als Regaleinräumerin. Das Einsortieren von Objekten liegt mir ja, da gibt es nichts zu bemängeln, und wie ich aufreihte! Am liebste reihte ich Büchsen, die lassen sich wirklich ordentlich reihen und stapeln, exaktes Ausrichten ist auch kein Problem, nicht für die Büchsen und mich, jedenfalls. Mitarbeiter standen der Sache kritischer gegenüber, besonders wenn ich nach unachtsamen Kunden in bereits befüllte Regale zurücklief, um die angetatschte Ware wieder auszurichten.

 

Für die Aufnahmeprüfung zur Heilpädagogin musste ich neben schriftlichen Arbeiten auch praktische Teile absolvieren, beispielsweise als ich für die Fächer Rhythmik und Bewegung mit einem Blatt Papier tanzen sollte. Also improtanzte ich mit einem ecrufarbenen A3-grossen Blatt Papier vor Publikum. Mit dem Wahren meiner Würde nehme ich es seither nicht mehr so genau. Ich wurde aufgenommen, immerhin, vielleicht müsste ich vermehrt auf meine papierpaartänzerischen Fähigkeiten zurückgreifen, wenn ich Menschen beeindrucken möchte, das nächste Vorstellungsgespräch ist schliesslich nicht weit.

 

Ähnliche Begabungen wie beim Tanzen habe ich auch beim Schauspielern vorzuweisen. Dem wurde in meiner Schulzeit auch immer wieder Rechnung getragen, besonders damals, als ich die Rolle eines Steins erhielt.

 

Ich geriet noch nie mit dem Gesetz in Konflikt, bis auf die Betreibung deren gerichtliche Folgen und Eintrag ins Strafregister ich mit Hilfe meiner Eltern gerade noch so abwenden konnte. Dazu kam es, als ich Bücher von der Bibliothek auslieh, weil ich für die Schule eine kleinere Partnerarbeit zum Thema Stressabbau schreiben sollte, mein nicht selbstgewählter Partner eines der Bücher nach Hause nahm, nach der Arbeit nicht wieder zurück brachte und ich Monate brauchte, mich überhaupt zu überwinden, ihn anzusprechen und zu bitten das Buch zurück zu geben, danach brauchte ich Monate, mich zu überwinden, in die Bibliothek zu gehen, weil ich dann ja am Tresen hätte erklären müssen, wieso das Buch so spät kommt und so flatterte Mahnung um Mahnung und schliesslich eine Betreibung ins Haus. Ich wurde betrieben. ICH wurde betrieben aufgrund eines zu spät zurückgebrachten Bibliotheksbuchs über MASSAGEN zum Stressabbau, ausgerechnet.

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