Archiv der Kategorie: Neulich

Bruchkugelquadratur, ein Fehlversuch – 14


Den heutigen Tag habe ich hauptsächlich mit Bruchkugelquadratur verbracht, leider stellte sich heraus, dass das hauchdünne Kugelmaterial sich etwas zu sehr vom Klebstoff beeindrucken lässt und deswegen nicht sehr attraktive Ätzspuren die Optik versauen.

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Beliebtheitssteigerung – 13


Ich erkenne mir bekannte Menschen oft nicht, besonders, wenn sie in unerwartetem Kontext auftauchen. So auch heute:

Ich stehe an der Selberscanningkasse, froh, dass für einmal keine*r jener Unbegreifbaren vor mir einscannen, die zwar willentlich eine Selberscanningkasse ansteuerten, aber trotzdem gern jeden Artikel mit dem anwesenden Personal besprechen, auch kein übermotivierte Angestellten sind in Sicht, die mir mit nett gemeinten Smalltalkversuchen genau das nehmen, was ich mir von Sleberscanningkassen erhoffe, nämlich in Ruhe gelassen zu werden, perfekte Voraussetzungen also. Y: „Mama! Guck, da ist die Mutter von Moritz!“ Ich beschliesse so zu tun, als hätte ich meine Tochter nicht gehört, habe ich eigentlich auch nicht, die stellen die Piepstöne beim Scannen auch immer ohrenbetäubend laut ein. (Ja, wer ist eigentlich dafür verantwortlich? Und wieso?) Ausserdem gilt es den Restlärm einigermassen auszublenden und mich nicht vom Flackerlicht schräg rechts über mir ablenken zu lassen. Y. aber bleibt hartnäckig und wird lauter: „Mama! Mama! Guck, da ist die Mutter von Moritz!“ Ich sehe mich verstohlen um, das Stresslevel steigt, ah, ja, da steht eine Frau mittleren Alters relativ weit entfernt an einer Kasse mit Bedienung an, die Chance ist klein, dass sie uns hört, jedenfalls wenn Y. ihre Lautstärke nicht weiter erhöht. „Sei still, “ herrsche ich Y. nicht eben sehr freundlich an, „das interessiert mich nicht! Ich kann und WILL das nicht wissen! Ich kann jetzt keine Gespräche führen!“ Die selbereinscannende Frau an der Kasse direkt neben uns wirft mir seltsame Blicke zu. „Schönen Abend!“ murmelt sie und geht. „Schönen Abend, Mama von Moritz!“ ruft Y. ihr hinterher.

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Heute gefunden:

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12 von 12 – 12


Irgendjemand hat vor Urzeiten mit dem 12-Bilder-vom-12.-im-Monat begonnen, wer es war, weiss ich auch nicht, nur dass ich, als ich noch regelmässig bloggte, hin und wieder mitgemacht habe. So begab es sich auch heute, hauptsächlich aus Mangel an anderen Themen.

Zündeln.

Flächeln.

Zmörgeln.

Kotzkindzmörgeln.

Beschäftigungsböwlen.

Katerverflucheln.

Kugelerwähleln.

Kugelquadratiereln.

Schattenjageln.

Schon wieder zündeln.

Nachteln.

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Richtig essen – 11


Es gibt Esswaren, bei denen es nur einen richtigen Weg gibt, sie zu essen. Damit Sie diesen in Zukunft auch kennen, habe ich Ihnen zumindest mal 6 Beispiele angefertigt.

Brot: Beachten Sie die Nummerierung und teilen Sie die nummerierten Teile erneut in eine gerade Anzahl mundgerechter Häppchen.

Erbsen: Selbsterklärend.

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Karotten: Von aussen nach innen und unten nach oben.

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Mandarinen: Befreien sie die Schnitze um Himmelswillen von all dem weissen Fusselzeug!

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Eingelegte Maiskölbchen: Linear, wie die grossen uneingelegten Geschwister, selbstredend.

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Mit Schokolade überzogene Wasauchimmer: Von aussen nach innen.

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5 random Facts – 10


Ich habe einmal als Mitspielerin in einem Fussballteam, das sich als Joghurts verkleidete, den 3. Platz in einem Turnier belegt. Ich war ein Zitronenjoghurt und der 3. Platz ein Triumph. Es ist nicht so, dass ich je ein Tor geschossen hätte, dafür war ich weder talentiert genug, noch wäre mir wohl dabei gewesen, dafür bejubelt zu werden, aber ich war einigermassen begabt darin, den Ball nach vorne zu treten, wenn er in die Verteidigungszone flog. Ich war ein echt souveräner Verteidigungsjoghurt.

 

Ich nebenjobbte für einige Zeit beim Supermarkt als Regaleinräumerin. Das Einsortieren von Objekten liegt mir ja, da gibt es nichts zu bemängeln, und wie ich aufreihte! Am liebste reihte ich Büchsen, die lassen sich wirklich ordentlich reihen und stapeln, exaktes Ausrichten ist auch kein Problem, nicht für die Büchsen und mich, jedenfalls. Mitarbeiter standen der Sache kritischer gegenüber, besonders wenn ich nach unachtsamen Kunden in bereits befüllte Regale zurücklief, um die angetatschte Ware wieder auszurichten.

 

Für die Aufnahmeprüfung zur Heilpädagogin musste ich neben schriftlichen Arbeiten auch praktische Teile absolvieren, beispielsweise als ich für die Fächer Rhythmik und Bewegung mit einem Blatt Papier tanzen sollte. Also improtanzte ich mit einem ecrufarbenen A3-grossen Blatt Papier vor Publikum. Mit dem Wahren meiner Würde nehme ich es seither nicht mehr so genau. Ich wurde aufgenommen, immerhin, vielleicht müsste ich vermehrt auf meine papierpaartänzerischen Fähigkeiten zurückgreifen, wenn ich Menschen beeindrucken möchte, das nächste Vorstellungsgespräch ist schliesslich nicht weit.

 

Ähnliche Begabungen wie beim Tanzen habe ich auch beim Schauspielern vorzuweisen. Dem wurde in meiner Schulzeit auch immer wieder Rechnung getragen, besonders damals, als ich die Rolle eines Steins erhielt.

 

Ich geriet noch nie mit dem Gesetz in Konflikt, bis auf die Betreibung deren gerichtliche Folgen und Eintrag ins Strafregister ich mit Hilfe meiner Eltern gerade noch so abwenden konnte. Dazu kam es, als ich Bücher von der Bibliothek auslieh, weil ich für die Schule eine kleinere Partnerarbeit zum Thema Stressabbau schreiben sollte, mein nicht selbstgewählter Partner eines der Bücher nach Hause nahm, nach der Arbeit nicht wieder zurück brachte und ich Monate brauchte, mich überhaupt zu überwinden, ihn anzusprechen und zu bitten das Buch zurück zu geben, danach brauchte ich Monate, mich zu überwinden, in die Bibliothek zu gehen, weil ich dann ja am Tresen hätte erklären müssen, wieso das Buch so spät kommt und so flatterte Mahnung um Mahnung und schliesslich eine Betreibung ins Haus. Ich wurde betrieben. ICH wurde betrieben aufgrund eines zu spät zurückgebrachten Bibliotheksbuchs über MASSAGEN zum Stressabbau, ausgerechnet.

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