Archiv der Kategorie: Ratgeber

Listenliebeserklärung (23. Dezember)


  • Listen helfen beim Prioritäten finden.
  • Listen können Komplexes vereinfachen.
  • Es lässt sich jedes Thema irgendwie verlisten.
  • Listenpunkte lassen sich nach Länge sortieren.
  • Listenpunkte lassen sich alphabetisch sortieren.
  • Listenpunkte lassen sich chronologisch sortieren.
  • Listen lassen sich problemlos überall mitnehmen.
  • Listen sind ein tolles Mittel zur Gegenüberstellung.
  • Listen haben einen klaren Anfang und ein klares Ende.
  • Listenpunkte lassen sich nach Beliebtheitsgrad sortieren.
  • Listen helfen bei der Einschätzung des aktuellen Standes.
  • Listen lassen sich beliebig erweitern, kürzen oder abändern.
  • Listen helfen beim Überlisten von Prokrastinationstendenzen. Manchmal.
  • Die Abkreuzmöglichkeit beim Abarbeiten einer Liste ist ein grandioser Motivator.
  • Listen sind übersichtliche Arbeits- Tages- und (ganz wichtig) Gedankenstrukturierungshilfen.

 

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(Ja, das war auch ein billiger Artikel, aber mir gehen nun wirklich langsam die Ideen aus, die den momentanen Energiekapazitäten gerecht werden.)

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Bern versus Zürich – Der Bahnhofbodenvergleich (18. Dezember)


Ein weiterer Vorschlag, der auf Twitter nach meiner verzweifelten Frage nach Themenvorschlägen geäussert ward, kam von @KratzeZH und lautete folgendermassen:

Ich habe mir erlaubt die Frage etwas umzustellen und möchte stattdessen die beiden Bahnhöfe in ihrer diesbezügliche Tauglichkeit vergleichen, in denen ich fast täglich ein- und ausbodenplattenfugenvermeide: Bern und Zürich. Dabei werde ich je 5 Beispiele mittels einer Notenskala (1-6) mit begründeten Bewertungen versehen.

Zürich:

ZH: Perron16

1. ZH: Perron16

Fugenvermeidungstechnisch hervorragend, aber keine Herausforderung und erst recht keine Ablenkung im Kampf gegen Pendlerströme. Note: 3

 

2. ZH: Neuer Bahnhofteildingsi

2. ZH: Neuer Bahnhofteildingsi

In Gehrichtung verlaufende, grosse Platten, rhythmische Fugenvermeidung problemlos möglich, zu problemlos, um genau zu sein. Note:4

 

3. ZH: Gleis 41/42

3. ZH: Gleis 41/42

Hervorragender Fugenabstand, zumindest für Schuhgrösse 36, Platten verlaufen in Gehrichtung, Fugentrittvermeidung in eiltempofreundlichem, musikkompatiblem Rhythmus möglich. Optimale Schrittkomposition: Helle Platte, helle Platte, dunkle Platte, helle Platte, helle Platte, dunkle Platte usw. Note: 5

 

4. ZH: Gleis 31/32

4. ZH: Gleis 31/32

Nicht in Gehrichtung, sonder schräg verlaufende Platten optimaler Grösse. Schräger Plattenverlauf vereinfacht die Schrittanpassung zur Fugentrittvermeidung auch bei sehr hohem Tempo, da bei minimaler seitlicher Schrittabweichung der Fussabstand zur Fuge laufen korrigiert werden kann. Note: 6

 

5. ZH: Bahnhofhalle

5. ZH: Bahnhofhalle

Seltsam parallelogrammförmige, sehr grosse Bodenplatten. Kaum Herausforderung, damit auch kaum Ablenkung von Menschenmassen. Note: 4

 

Notendurchschnitt Zürich: 4,4

 

Bern:

1. BE: Treffpunkt

1. BE: Treffpunkt

Grosse, verschoben angeordnete, in häufigster Gehrichtung angeordnete Platten, die etwas zu problemlos rhythmisch und in Eile fugentrittvermeidend übergangen werden können. Note: 5

 

2. BE: RBS Bahnhof

2. BE: RBS Bahnhof

Nicht in Gehrichtung, sondern schrägverlaufende, mittelgrosse Bodenplatten, die mit Schuhgrösse 36 und schritttechnischer Treffsicherheit, rhythmisch und eilends übergangen werden können. Note: 6

 

3. BE: Perron 4

3. BE: Perron 4

Fugenvermeidungstechnisch hervorragend, aber keine Herausforderung und erst recht keine Ablenkung im Kampf gegen Pendlerströme. Note: 3

 

4. BE: Bei Perronaufgängen 1

4. BE: Bei Perronaufgängen 1

Auch für kleinere Schuhgrössen sehr knapp bemessene Platten und unregelmässiger Formatierung, Fugentrittvermeidung nur in sehr langsamem Tempo und umrhythmisch möglich. Note: 3

 

5. BE: Bei Perronaufgängen 2

5. BE: Bei Perronaufgängen 2

In Gehrichtung angeordnete Bodenplatten optimal treffbegünstigender Grösse, Rhythmus aufgrund des starr in Gehrichtung verlaufender Platten schwierig einzuhalten, da auch Abweichungen gen links, oder rechts kaum Fuss-Fugen-Abstand-Korrekturen erlauben. Note: 4

 

Notendurchschnitt Bern: 4,2

 

Fazit:

Der Zürcher Bahnhof ist knapper Testsieger. Damit wäre erklärt, dass ich seit Jahren den Weg von Bern nach Zürich auf mich nehme.

 

 

 

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Unpässlich (16. Dezember)


Als ich gestern in die Twitterrunde fragte, was ich denn heute (also gestern) so für eine Liste bloggen soll, antwortete @cloudette folgendermassen:

Das klingt eigentlich einigermassen simpel, allerdings sah ich mich schon beim ersten Andenken der Thematik mit dem Problem konfrontiert, dass mir zwar zig Entschuldigungen, um nicht an gesellschaftlichen Anlässen teilnehmen zu müssen, einfielen, ich aber nicht einschätzen konnte, welche davon „akzeptabel“ sind. Von „Ich habe eine Erkältungsgrippe“, über „Keine Lust.“, über „Mein Kind ist krank.“, über „Mein Hund hat Durchfall.“, über „Ich habe einen Sozialphobieschub.“, über „Ich ertrage euch alle heute einfach nicht.“, über „Da ist mein Umzugstag.“, bis hin zu “Meine Tante ist gestorben.“, finde ich eigentlich jede einzelne Entschuldigung akzeptabel, aber dass ich nicht zwingend von mir auf andere schliessen kann, hat das Leben mich mit Nachdruck gelehrt. Eine weitere Frage ist auch, ob akzeptable Entschuldigungen wahrheitsbasierend sind, oder erfunden werden dürfen. Die Tatsache, dass @cloudette danach fragt, lässt auf Letzteres schliessen, denn hätte sie eine passende Entschuldigung, müsste sie ja nicht danach fragen. Spontanschwindeln ist allerdings eine Fähigkeit, die ich nur bedingt besitze, denn die Option geflunkerter Ausreden fällt mir oft erst ein, wenn die Situation, in der ich mich damit vor Ungemach hätte bewahren können, längst schon vorbei ist. Hinzu kommt, dass ich wirklichwirklich ungerne lüge und mir lieber eine neue Wohnung suchen und tatsächlich umziehen würde, als die Entschuldigung leer und gelogen stehen zu lassen. Es ist es also wirklich vorteilig, wenn ich nie entschuldigungsflunkere meine Tante sei gestorben. Selbstredend weiss ich aber auch, dass „Ich ertrage euch heute einfach nicht.“ oder „Keine Lust.“ in den wenigsten Fällen so unpersönlich und unbeleidigend aufgefasst wird, wie es gemeint ist, womit der wohl häufigste (Oder denke ich da zu misanthropisch?) eigentliche Absagegrund, trotz seines Wahrheitsgehalts als Option wegfällt. Bisher war ich noch nicht wirklich hilfreich, hm, werte @cloudette?
Es gälte irgendeine Entschuldigungsgrund zu finden, der sich 1. bei Bedarf herbeiführen lässt, 2. für niemanden der Beteiligten wahnsinnig unangenehm ist und der 3. unverzüglichen Handelns bedarf. Die meisten der durchgedachten Optionen (Krankheiten, Wasserschäden, Todesfälle und Konsorten.) scheiden aufgrund der Unannehmlichkeiten für die/den Ausredende/n oder andere aus, lange dachte ich über Mäusebefall und Scherben nach, aber ersteres ist doch relativ aufwändig, auch wenn ich Mäuse mag, und Zweiteres wir unter Umständen nicht als dringlich genug betrachtet. Wirklich einleuchtend wären Geburtstage nahestehender Personen, dafür,müsste man nur für jeden Tag im Jahr jemanden finden, an dessen Party man dann ausredehalber eingeladen werden könnte. Allerdings bräuchte man ja dann auch wieder eine Entschuldigung um dann dort nicht hingehen zu müssen. Es ist kompliziert und, werte @cloudette, ich bin bei nicht genauer definierter Unpässlichkeit verlieben. Wer keine Lust hat ist unpässlich, wer keine Nervenreserven hat ist unpässlich, das ist weder gelogen, noch beleidigend, noch eine schlechte Entschuldigung, wie ich finde. Und wenn unangenehme Nachfragen kommen, kann man ja immer noch eine eklige Geschlechtskrankheit erfinden, die das Gegenüber per Peinlichkeit jeder Erwiderung beraubt.

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Geschenkter Nachtrag zu Überraschungsgeschenken (4. Dezember)


Nach meinem Blogpost über Überraschungsgeschenke, ward mir von verschiedenen Seiten zugetragen, dass der Artikel doch sehr den Eindruck erwecke, dass ich Geschenke insgesamt gar nicht schätzen würde. 19 Tage vor Weihnachten ist ein sehr ungünstiger Zeitpunkt, derartige Eindrücke zu erwecken, weswegen ich den kleinen, aufgeweckten Eindruck hiermit gerne wieder einschlafbegleite. Vorweg: Ich mag Geschenke! 

Es ist geht mir dabei nur, wie schon im Eindruckweckerpost erwähnt, wie mit Komplimentierungen: Den konkreten Akt finde ich tatsächlich eher unangenehm und Sie wollen mir doch jetzt nicht weis machen, dass es einfach sein soll, unter dem Zeitdruck, den Direktschenkungen und Direktkomplimentierungen nun mal inne haben, irgendwo im Heuhaufen aus tatsächlich Empfundenem, den Erwartungen des Gegenübers, sozialen Normen und Authentizität, die Stecknadel „Angemessene Reaktion“ zu finden?! Ich bevorzugte sowohl fürs Schenken, als auch für Komplimentierungen eigentlich die Nikolausvariante (vorangekündigt, aber durchaus auch überraschend): Geschenk oder Kompliment morgens im Schuh finden, sich vorbehaltslos und innhaltsunabhängig über die Geste freuen, sich ohne direkten Reaktionserwartungsdruck vielleicht auch über den Inhalt freuen, vorbereiteten aber authentischen Dank per Brief oder späterer Direktbegegnung an die richtige Adresse liefern, die vorteilig dem Geschenk beigelegt ward. Natürlich könnte man auch anonym schenken, aber es ist doch nett, Dank und Freude adressieren zu können. An dieser Stelle möchte ich der wunderbaren Person danken, die mich vor vier Wochen, ohne Hinweis auf ihre Idendität, mit einem Okapi-T-Shirt und einer Okapitasche beglückte: Ich habe mich unheimlich darüber gefreut! 

 
Selber schenke ich übrigens auch sehr gerne, kann mich allerdings, wenn ich genau weiss, dass ich ein richtig gutes Geschenk habe (Hier hilft mir manchmal das Aussagen-Nicht-Vergessen-Talent vom vorangehenden Artikel.), vor Schenkvorfreude kaum zügeln, verrate den Inhalt auch Überraschungsliebhabern, und schenke manchmal Wochen vor dem eigentlichen Feierzeitpunkt. 

So, ich habe fertig auf- und nachgetragen.

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Ausgeüberrascht (2. Dezember)


Überraschung ist ein massiv positiv überbewertetes Konzept, denn tatsächlich kenne ich gar nicht so viele Menschen, die von sich behaupten, vorbehaltlos gerne überrascht zu werden. Deshalb sehe ich auch absolut keinen Sinn hinter dem Überraschungsgedanken bei Weihnachts- und Geburtstagsgeschenken, wo doch eine geschenkinhaltliche Vorankündigung so viele Vorteile birgt. Um den Sachverhalt zu verdeutlichen habe ich die Gründe, die für einen Überraschungseffekt bei Weihnachtsgeschenken sprechen und die Punkte, die für eine geschenkinhaltliche Vorankündigung sprechen, in je einer Liste zusammengefasst.

 

Gründe, die für den Überraschungseffekt sprechen

  • Die zu beschenkende Person liebt Überraschungen.
  • Sie haben vergessen oder bis zur letzten Minute prokrastiniert ein Geschenk zu kaufen, haben das Geschenk gefremdschenkt, verloren, zerstört, gegessen oder auf anderem Wege unschenklich gemacht, müssen auf dem Weg zur Geschenkübergabe in der Souvenirabteilung einer Raststätte spontan Schokolade mit Bergsujets, eine Plüschkuh mit Muhfunktion oder eine Schürze mit total lustigen Aufdruck als Ersatz besorgen und haben absolut keine Zeit mehr für eine Vorankündigung.

 

Gründe, die für eine geschenkinhaltliche Vorankündigung sprechen

  • Die zu beschenkende Person hasst Überraschungen.
  • Die zu beschenkende Person kann sich, je nach Geschenk, vorfreuen.
  • Die zu beschenkende Person kann die Enttäuschung, je nach Geschenk, vorgängig verarbeiten und nach dem Geschenkaspekt suchen, der zumindest keine Ekelgefühle hervorruft, um dafür zu danken. Ich denke da an „Oh, wie strukturiert und informativ die Etikette dieses lila Strickpullovers ist, so schön!“ oder „Wie praktisch, diese Blumenvase passt genau ins unterste Fach meines Kellerschrankes, so schön!“. Undankbarkeit wird ungern gesehen und kann unter Umständen zu massiver Beeinträchtigung der allgemeinen Stimmung führen, weshalb es sich empfiehlt, Missfallen für sich zu behalten.
  • Die zu beschenkende Person kann passende Gesichtsausdrücke, Gesten und verbale Äusserungen einüben. Für eine Flasche teuren Whisky oder kubanische Zigaretten, beispielsweise, denke ich da an ein ernstes, anerkennendes Nicken, mit leicht zurückgelegtem Kopf, leicht zugekniffenen Augen mit Blick auf den Gegenstand in ausgestrecktem Arm, Tickets fürs Justin-Bieber-Konzert quittiert man am angemessensten mit einem dezenten Kreischer und 10-12 Hüpfern, bei einem persönlich gestalteten Fotobuch wäre vielleicht irgendwas mit Rührung und Schwelgung angebracht und irgendeine Form von Dank und Gefallensbekundung scheint in jedem Falle begrüsst zu werden.

 

Wie Sie auch festgestellt haben werden, sprechen doppelt so viele und gewichtigere Gründe für vorangekündigte Geschenke, sie dürfen das Überraschen also künftig getrost lassen.

Bitte, gern geschehen.

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