Archiv der Kategorie: Vom Sollen und Tun

Lebensaufgabenliste II (21. Dezember)


Vor 3 Jahren, 5 Monaten und 15 Tagen artikulierte ich hier meine Lebensaufgabenliste, eine Tatsache, die ich völlig vergessen hatte, bis ich heute im Blog nach Ideen für einen Artikel suchte. Drei der damals formulierten Ziele habe ich erreicht.

So sah die Liste damals aus:

  • Mich aktiv für mir wichtige politische Themen einsetzen
  • Ein Buch schreiben
  • Meine Töchter aufwachsen sehen und dieses Glück meistens geniessen
  • Mindestens eine weitere Fremdsprache erlernen
  • Den Führerschein machen
  • Ein Radioheadkonzert besuchen
  • Den Nussknacker sehen
  • Eine Wassermelone vom 10. Stock eines Hauses fallen lassen
  • Mich für ein Tattoo entscheiden (nicht für die Tatsache, dass eins gestochen werden soll, das fiele mir leicht, sondern für ein Sujet, an dem ich auch tatsächlich anhaltend Gefallen fände.)
  • In einem Fünfsterne-Hotel nächtigen
  • Per Bahn ganz Asien bereisen
  • In einem Fünfsterne-Hotel nächtigen
  • Meine Hundephobie überwinden
  • Gutes Porzellan zerdeppern
  • Das Rentenalter fahrend verbringen
  • Eine Haushaltshilfe anstellen
  • Ein weiteres Studium oder Ausbildung abschliessen
  • Mit Schreiben (viel, muaha) Geld verdienen
  • Integrität erlangen
  • Mit Angehörigen diverser Religionen diskutieren
  • Prokrastination überwinden
  • Mich über längere Zeit regelmässig sportlich betätigen

So sieht die Liste heute aus:

  • Mich aktiv für mir wichtige politische Themen einsetzen
  • Ein Buch schreiben
  • Meine Töchter aufwachsen sehen und dieses Glück meistens geniessen
  • Mindestens eine weitere Fremdsprache erlernen
  • Den Führerschein machen Erledigt.
  • Ein Radioheadkonzert besuchen
  • Den Nussknacker sehen
  • Eine Wassermelone vom 10. Stock eines Hauses fallen lassen
  • Mich für ein Tattoo entscheiden (nicht für die Tatsache, dass eins gestochen werden soll, das fiele mir leicht, sondern für ein Sujet, an dem ich auch tatsächlich anhaltend Gefallen fände.) Erledigt.
  • In einem Fünfsterne-Hotel nächtigen
  • Per Bahn ganz Asien bereisen
  • Meine Hundephobie überwinden Erledigt.
  • Gutes Porzellan zerdeppern
  • Das Rentenalter fahrend verbringen
  • Eine Haushaltshilfe anstellen
  • Ein weiteres Studium oder Ausbildung abschliessen
  • Mit Schreiben Geld verdienen
  • Integrität erlangen
  • Mit Angehörigen diverser Religionen diskutieren
  • Prokrastination überwinden

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Kochen mit Frau G. (13. Dezember)


„Sollten Sie je einmal Kartoffelsuppe kochen (oder etwas mit aehnlichem Reichtum an Zutaten): ich saehe gern Ihr Mis-en-place.“ schrub der geschätzte Herr jpr und ich dachte mir, dass ich der Thematik doch einen Arikel widmen könnte. Nun gut, es wird keine Kartoffelsuppeund auch kein richtiges Mis-en-place, aber es hat was mit Kochen zu tun und zumindest Resultieren eventuell frische Nudeln mit Artischokenpesto aus dem ganzen Getue. 

Dafür suche ich als erstes nach Rezepten und entnehme die Nudeln dem Cucchiaio d’Argento und den Pesto bastle ich mir aus diversen italienischen Seiten zusammen.

Dann schreibe ich eine Einkaufsliste:

  • 1 Eigelb
  • 4 ganze Eier
  • 1 Prise Pfeffer
  • 1 Teelöffel Salz
  • 6 Knoblauchzehen
  • 3 Deziliter Olivenöl
  • 100 Gramm Pinienkerne
  • 500 Gramm Chnöpflimehl
  • 200 Gramm Grana Padano
  • 15 gekochte Artischockenherzen
  • ¼ des Safts einer ausgepressten Zitrone
  • 22 insgesamt durchschnittlich grosse Basilikumblätter (Länge +/- 3,5 Zentimeter, Breite +/- 2 Zentimeter)

Dann schicke ich Herrn G. in den Sonntagsverkauf, die Dinge zu erstehen.

Dann plane ich den Ablauf der Kocherei.

Dann erruiere ich den ungefähren Zeitrahmen: So 1 ½ Stunden.

Dann koche ich, verliere mich in irgendwelche semiwichtigen Nebenschauplätzen und mache ab und zu ein Bild.
   
    
    
 

 Dann habe ich fertig gekocht und schaue, wie viel Zeit ich so gebraucht habe: So 4 Stunden.

Dann esse ich.

Dann sitze ich in einem gigantischen Chaos, das ich irgendwie zu beseitigen versuche.

Dann bin ich erschöpft.

Fertig.

Ich sollte Foodbloggerin werden.

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Rohrreiniger oder Gruppentrennung


Bevor ich hier der herrlich unkomplizierten Reiseberichterei (Hamburg) frönen kann, muss wohl dieser eine Artikel raus, der hier die Leitungen verstopft. Treue Blogleseseelen werden bemerkt haben, dass es einen nicht ganz so kleinen Unterbruch der Artikelveröffentlichungskonstanz gegeben hat. Dieser ist zum Einen der Tatsache geschuldet, dass hier einige tiefergreifenden Veränderungen stattgefunden haben, die, wie das Veränderungen eben so tun, grössere, ressourcenbeanspruchende Anpassungsleistungen verlangten und es noch immer tun, zum Anderen scheint der Einstieg in die semiöffentliche Schreiberei mit länger werdenden Abstinenz schwieriger zu werden und so landete Text um Text in digitalen Entwürfeordnern.

Einige der grössten Veränderungen, die man im Leben so geschehen lassen kann, spielen sich wahrscheinlich rund um partnerschaftliche Beziehungen ab und grösstmöglichste Auswirkungen haben Veränderungen in diesem Bereich wohl, wenn Kinder involviert sind. Man könnte nun denken, dass Frischgetrennte hauptsächlich damit beschäftigt sind, sich mit der Neuorganisation des Alltags und sich selber zu beschäftigen, aber ein unverhältnismässig grosser Teil der Energie wird gerne auch von gänzlich Unbetroffenen beansprucht, die ungefragt ratschlagen, mitleiden und schwarzmalen. Die schönsten Äusserungen habe ich hier zusammengetragen, samt optionalen, äh, konstruktiven Antworten, die Frau eigentlich auf der Zunge gelegen wären. 

 

„Mach dir keine Sorgen, du wirst nicht lange alleine bleiben.“

„Ehrlich? Lieb, dass du das sagst. Das ist nämlich jetzt meine grösste Sorge: Möglichst rasch Ersatz zu finden. Ich bin deswegen völlig verzweifelt, ja, hoffnungslos. Aber wenn du das so sagst. Willst DU mit mir gehen?“

 

„Wie machst du das jetzt, als Alleinerziehende? Wo wird er hin ziehen?“

„Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich werde ich jetzt jeden Tag arbeiten müssen, um meine Kinder durchzubringen. Wahrscheinlich muss ich die beiden in Internaten beschulen lassen, weil ich zu viel arbeiten muss oder vielleicht finde ich eine nette Teilzeitpflegefamilie, die ich bezahlen kann, wenn ich alle zwei Monate, wenn die Kinder für drei Tage bei ihrem Vater sind, der mit seiner neuen Freundin und deren Kinder ins Ausland gezogen ist, Nachtschichten einlege.

(Angefangen bei der Selbstverständlichkeit, mit der davon ausgegangen wird, dass die Kinder bei der Mutter leben, über die verinnerlichte Vorstellung, dass eine Trennung zwingend jemanden zum oder zur Alleinerziehenden macht, bis hin zu den irritierten Reaktionen, wenn ausgeführt wird, dass das Ganze bei und etwas anders aussehen wird, ist mir mit dieser Frage am schwierigsten umzugehen. Tina hat vor einigen Tagen (oder sind es schon Wochen?) einen mutigen Artikel zu diesem Thema geschrieben, den Sie unbedingt lesen sollten.)

 

„Und die Kinder?“

„Welche Kinder? Ah, unsere meinst du? Also DARÜBER haben wir uns ja nun überhaupt gar keine Gedanken gemacht. Meinst du, die merken das? Also wenn ich es mir recht überlege, dann habe ich auf die auch keine Lust mehr. Ich meine, was soll ich denn nun mit denen, so ohne dazugehörige Beziehung? Willst du sie?“

 

„Meinst du ein anderer wird mit dir umgehen können?“

Um Himmelswillen, jetzt wo du es sagst! Tatsächlich habe ich voreilig gehandelt und die Angst alleine zu bleiben, als primären Grund für die Aufrechterhaltung von partnerschaftlichen Beziehungen, ausser Acht gelassen. Ich nehme alles zurück. Oder ich fokussiere mich mit meiner Unmöglichkeit auf eine höhere Macht, die sich meiner annimmt, werde Nonne, trete ISIS bei oder rette im Urwald verwaiste Affenbabys.“

 

„Ich finde es ja immer schlimm, diese unschönen Trennungen, der Streit. Was? Ihr wohnt, bis alles geklärt ist, noch zusammen? Also ich könnte das nicht.“

(Spricht zuvorkommenderweise für sich selber.)

 

„Wie getrennt? Einfach so? So schnell?“

„Ja, die Idee kam uns eines Sonnabends beim Raclette. Wir pflegen dazu ja gerne reichlich Eingelegtes aufzutischen. Oliven, Artischoken, Auberginen, so Antipastizeug, eben. Man kann sowas übrigens auch selber machen. Du schneidest beispielsweise Zucchetti in dünne Scheiben und brätst sie in reichlich Öl und Knoblauch an, streut etwas Salz darüber und voilà! Eh, ja, jedenfalls, als ich gerade den pfefferkorngespickten Raclettekäse mit perfektem Flüssigkeitsgrad auf meine wohlgegarten, festkochenden, ganz wichtig, FESTKOCHENDEN, Kartoffeln fliessen liess… Es geht nichts über den zähen Fluss erwärmten Raclettekäses, oder? Ich muss dabei immer an Lava denken, auch wenn das natürlich ein unzulänglicher Vergleich ist, so ein Vulkanausbruch ist in Wahrheit ja nun wirklich nicht so trivial wie Schmelzkäse. Die haben ja da unten in Pompeji mächtig unter der ganzen Ausbruchssache gelitten, damals! Jedenfalls floss der Käse mit Perfektion und da waren auch gar keine angekrusteten Reste im Pfännchen. Diese Käsekrusten sind ja manchmal echt mühsam, dagegen kommt keines dieser Raclettekratzdinger an und ich nehme dan insgeheim einfach das nächstbeste Messer, um das Zeug weg zu kratzen. Dabei sollte man ja diese Raclettepfännchenbeschichtung schonen. Einige unserer Pfännchen sind schon ziemlich angekratzt. Besser als abgekratzt, gell! Haha! Eh ja, jedenfalls hätte ich den Plastikkratzer gar nicht gebraucht… Ich bin ja resolute Befürworterin von diesen Plastikschäufelchen, die aus Holz finde ich total unhygienisch. Jedenfalls lag dann der Käse in güldener Schicht über den Kartoffeln, entschuldige die bildhafte Sprache, und ich dachte so: Och, trennen wir uns doch mal. Was wir dann spontan auch taten. Völlig spontan. Eigentlich aus Langeweile. Du kennst sowas sicher.“

 

„Darf ich dir denn jetzt noch von unserem schönen Familienwochendende erzählen, jetzt, wo du getrennt bist?“

„Nein. Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du dich solidarisch ebenfalls trennen könntest. Sonst kann ich nämlich nicht mehr mit dir reden. Oder ich sabotiere deine Beziehung. Das Gesetz will es nun mal, dass ich fremdes Glück ab sofort überhaupt nicht mehr ertrage.“

 

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Und um nicht den Eindruck zynischer Undankbarkeit vorherrschen zu lassen: Ich weiss jedes anteilnehmende Wort, ohne implizierte Botschaften darüber, wie ich mich zu fühlen, oder wir die Zukunft zu gestalten haben, von Herzen zu schätzen. Ehrlich. Vielen Dank, ihr da, die ihr wisst, dass ihr gemeint seid. Herzchenundso.


 

Anmerkung: (Christine Finke von mama-arbeitet.de hat schon eine ziemlich ähnliche Liste angefertigt, sollten Sie also noch mehr schöne Trennungssprüche brauchen, werden Sie dort fündig.)

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Blockeis und Zitronen


Es ist ein hundskommuner Montagabend, ich habe meinen Tag arbeitend bei Zürich verbracht, Herr G. hielt daheim Brut, Hund und Haushalt in Schach und kam gar noch dazu einzukaufen. Nun ist es so, dass ihn aus Frustration ob kindlichen Bodenwälztrotzanfällen unerfindlichen Gründen beim Einkauf die Lust auf Mojitos befiel und er alle Zutaten besorgte, die er als herstellungsnötig betrachtete. Nun sitzen wir hier, den Mojito in Greifnähe und überlegen uns Gründe, wieso wir uns an diesem herkömmlichen Wochentag einen Mojito genehmigen dürfen können sollen wollen. Es gäbe sie durchaus, die Gründe, mal ganz abgesehen von trotzenden Kindern, wir könnten feiern, dass es nur noch 146 Tage dauert, bis zu unserer Abreise, oder dass Herr G und ich in den nächsten 7 Wochen beide 30 werden, oder weil Äm seit zwei Wochen ziemlich gesund ist, oder weil der Welpe nur noch Fremde beisst, oder weil die neusten Abstimmungsresultate durchaus Argument wären, sich dem Alkoholismus hinzugeben, oder, und damit wären wir wohl bei den wichtigsten Argumenten angelangt, weil Mojito schmeckt und weil wir können.

Mit dem Entschluss für den Mojito stehen wir allerdings vor den nächsten Problemen: Die Limette ist eine Zitrone (Herr G. leidet unter Fruchtlegasthenie) und das Eis blockt. Ersteres lässt sich mit etwas Nachsicht und Gelassenheit übersehen und schön trinken, so flexibel sind wir, dem Eis in Blöcken werden wir aber nur lärmintensiv mit Handtuch und Hammer Herr und Herrin und müssen dafür, zu Gunsten des kindlichen Schlafs und elterlicher Nerven in den Keller. Im Keller finden wir allerdings jedes Werkzeug, nur den Hammer nicht, den haben wir nämlich im Schlafzimmer, bei den schlummernden Kinder liegen lassen. (Nicht wofür Sie denken, Sie Unholde! Unsere Kinder finden meist gewaltlos in den Schlaf, wir haben lediglich das Zimmer neu bebildert.) Wir nehmen also unsere schwersten Schuhe aus dem Schuhregal und lassen Tagesaggressionsstau erfolgreich am blockenden Eis aus. Die Wut ist weg, die Eisblockade nicht wirklich. Und dann fällt uns ein, dass so ein Gigantogefährt einen mojitobegünstigenden Vorteil hat: Es ist gewichtig! Einmal übers Eis gefahren und was einst blockte, bröselt nun. Das war sogar ziemlich verwegen, so ohne Winterpneus, auf purem Eis! MOJITOS FÜR ALLE!

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Reise 2014 – Die Baustellen


Noch 157 Tage bis zur Abreise. Das ist ja noch massig Zeit, könnte man denken, aber tatsächlich haben wir noch einige Baustellen zu schliessen, bevor wir uns erneut auf (fast) Vierteljahresreise machen können.

Baustelle 1: Der Gefährt(e)

Wir arbeiten an einem partiell neuen, optimierten Ausbau, beziehungsweise, eigentlich ist der schon angefertigt, leider mussten wir nach einer Testsitzung im Gefährteninnern feststellen, dass wir vergessen haben mit einzubeziehen, dass es von Vorteil wäre, wenn sich die Türe trotz Ausbau weiterhin von innen öffnen liesse, gegen das Fallengefühl und so, Sie verstehen.

Berat, AlbanienGefährte neu

Ausserdem haben wir an der Dachverkleidung einige Schimmelstellen gefunden und müssen also das Dach innerlich gänzlich neu auskleiden. Weiter fehlt dem Gefährten hier und da etwas Gemütsschnickschnack und Wohlfühlschischi. Von äusserlichen Veränderung sehen wir, trotz kurzer entsprechender Gedankenstreifung, ab, gerade das unauffällige, weisse Antlitz eines Lieferwagens hat und auf der letzten Reise einige ausserordentliche Übernachtungsmöglichkeiten eröffnet.

Baustelle 2: Die Wohnung

Um unsere Reisekasse zu füttern würden wir gerne unsere Wohnung untervermieten. Wer also gerne einen Sommer in Bern verbringen möchte, melde sich! Wir bieten 3,5 von 4,5 Zimmern, einen riesigen Garten, direkt am Waldrand (Mit etwas Glück sieht man morgens Rehe im Garten äsen. Ehrenwort!), mit zwei Balkonen und einer Terrasse, 10 Busminuten vom Hauptbahnhof entfernt (in Stosszeiten fährt er alle 6 Minuten), eine Fussminute von der Aaare (Fluss) entfernt, die hier zahlreiche Bademöglichkeiten bietet und über einen Tunnel verfügt, der fünf Minuten Marschzeit mit 15 Minuten Schwimmzeit belohnt und für den Viele sogar längere Anfahrtswege in Kauf nehmen. Bei Interesse und ausgiebigerem Informationsbedürfnis schrieben Sie an: gminggmangg@gmail.com

Baustelle 3: Die Arbeit

Uns wurde zwar unbezahlter Urlaub zugesprochen, aber als Lehrer und Klassenverantwortliche tut man sich keinen Gefallen, wenn man der Vertretung gänzlich freie Hand und unter Umständen Themen bearbeiten lässt, die für später vorgesehen sind. Deswegen bereite ich den Unterricht für die 7 Wochen meiner Abwesenheit so gut als möglich vor. Ausserdem fallen auf Ende Schuljahr Gespräche, Zeugnisse und diverse Berichte an, die alle relativ viel Zeit beanspruchen.

Baustelle 4: Äm-Gesundheit

Äm war immer schon relativ oft und oftmals unter seltsamen Umständen und mir untypischen Symptomen kranke, aber seit Jahresbeginn hat diese Neigung zu schier unerträglicher Intensität zugenommen, ihr Immunsystem scheint derart geschwächt, dass sie jeden Infekt nimmt, der ihr so begegnet. Wir verzeichnen 1x unerklärlich hohe Entzündungswerte mit Fieber, 1x Mittelohrenentzündung, 1x Ringelröteln und 1x fiebriges Grippen in den letzten 5 (fünf!) Wochen. Wenn sie bis im Juli nicht nachhaltig gesünder wird, werden wir die Reise um mindestens zwei Jahre verschieben müssen.

Baustelle 5: Der Welpe

Bis in 157 Tagen möchten wir einen einigermassen erzogenen Hund herantrainiert haben. Ich denke, dass wir uns da auf bestem Wege befinden, die wichtigsten Kommandos kennt sie, die Charlotte, jetzt arbeiten wir noch an der unbändigen, überschwänglichen Freude, beziehungsweise den zahnlastigen Freudebekundungen, wenn Menschen (es spielt keine  Rolle wie bekannt oder fremd) ihr ihre Aufmerksamkeit widmen. Das Wort „Nein.“ Ist hier jedenfalls oft in Gebrauch, auch wenn sich der Welpe grösstenteils sehr bemüht, unter besonders strengem Blick vor lauter Beflissenheit gleich das ganze Repertoire potentiell erwünschten Verhaltens präsentiert und dabei zwischen Sitz, Platz und Pfote rotiert, bis wir Einhalt gebieten.

Warten

Baustelle 6: Die Ukraine

Ich möchte nach Odessa fahren und das ziemlich unbedingt, aber die Lage in der Ukraine ist momentan nicht nur entspannt, besonders in den Städten und mit kleinen Kindern möchte ich mich dann doch nicht in all zu konfliktgeladene Gebiete begeben. Ich wünsche mir also Entspannung für die Ukraine und, wenn wir schon dabei sind, auch gleich für den Rest der Welt. Danke.

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