Richtig essen – 11


Es gibt Esswaren, bei denen es nur einen richtigen Weg gibt, sie zu essen. Damit Sie diesen in Zukunft auch kennen, habe ich Ihnen zumindest mal 6 Beispiele angefertigt.

Brot: Beachten Sie die Nummerierung und teilen Sie die nummerierten Teile erneut in eine gerade Anzahl mundgerechter Häppchen.

Erbsen: Selbsterklärend.

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Karotten: Von aussen nach innen und unten nach oben.

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Mandarinen: Befreien sie die Schnitze um Himmelswillen von all dem weissen Fusselzeug!

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Eingelegte Maiskölbchen: Linear, wie die grossen uneingelegten Geschwister, selbstredend.

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Mit Schokolade überzogene Wasauchimmer: Von aussen nach innen.

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5 random Facts – 10


Ich habe einmal als Mitspielerin in einem Fussballteam, das sich als Joghurts verkleidete, den 3. Platz in einem Turnier belegt. Ich war ein Zitronenjoghurt und der 3. Platz ein Triumph. Es ist nicht so, dass ich je ein Tor geschossen hätte, dafür war ich weder talentiert genug, noch wäre mir wohl dabei gewesen, dafür bejubelt zu werden, aber ich war einigermassen begabt darin, den Ball nach vorne zu treten, wenn er in die Verteidigungszone flog. Ich war ein echt souveräner Verteidigungsjoghurt.

 

Ich nebenjobbte für einige Zeit beim Supermarkt als Regaleinräumerin. Das Einsortieren von Objekten liegt mir ja, da gibt es nichts zu bemängeln, und wie ich aufreihte! Am liebste reihte ich Büchsen, die lassen sich wirklich ordentlich reihen und stapeln, exaktes Ausrichten ist auch kein Problem, nicht für die Büchsen und mich, jedenfalls. Mitarbeiter standen der Sache kritischer gegenüber, besonders wenn ich nach unachtsamen Kunden in bereits befüllte Regale zurücklief, um die angetatschte Ware wieder auszurichten.

 

Für die Aufnahmeprüfung zur Heilpädagogin musste ich neben schriftlichen Arbeiten auch praktische Teile absolvieren, beispielsweise als ich für die Fächer Rhythmik und Bewegung mit einem Blatt Papier tanzen sollte. Also improtanzte ich mit einem ecrufarbenen A3-grossen Blatt Papier vor Publikum. Mit dem Wahren meiner Würde nehme ich es seither nicht mehr so genau. Ich wurde aufgenommen, immerhin, vielleicht müsste ich vermehrt auf meine papierpaartänzerischen Fähigkeiten zurückgreifen, wenn ich Menschen beeindrucken möchte, das nächste Vorstellungsgespräch ist schliesslich nicht weit.

 

Ähnliche Begabungen wie beim Tanzen habe ich auch beim Schauspielern vorzuweisen. Dem wurde in meiner Schulzeit auch immer wieder Rechnung getragen, besonders damals, als ich die Rolle eines Steins erhielt.

 

Ich geriet noch nie mit dem Gesetz in Konflikt, bis auf die Betreibung deren gerichtliche Folgen und Eintrag ins Strafregister ich mit Hilfe meiner Eltern gerade noch so abwenden konnte. Dazu kam es, als ich Bücher von der Bibliothek auslieh, weil ich für die Schule eine kleinere Partnerarbeit zum Thema Stressabbau schreiben sollte, mein nicht selbstgewählter Partner eines der Bücher nach Hause nahm, nach der Arbeit nicht wieder zurück brachte und ich Monate brauchte, mich überhaupt zu überwinden, ihn anzusprechen und zu bitten das Buch zurück zu geben, danach brauchte ich Monate, mich zu überwinden, in die Bibliothek zu gehen, weil ich dann ja am Tresen hätte erklären müssen, wieso das Buch so spät kommt und so flatterte Mahnung um Mahnung und schliesslich eine Betreibung ins Haus. Ich wurde betrieben. ICH wurde betrieben aufgrund eines zu spät zurückgebrachten Bibliotheksbuchs über MASSAGEN zum Stressabbau, ausgerechnet.

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Von neuen Projekten – 9


Seit ich die Sache mit dem Buchschreiben von der Lebensaufgabenliste streichen konnte, obsessiere ich mit der Idee, einen Roman zu schreiben. Heute, gut 1/3 Jahr nach Fertigstellung von „Einsortiert“ habe ich schon ein ganzes Stück Roman vor mir liegen. Dieses Schreiben unterscheidet sich erheblich vom Schreiben von „Einsortiert“, ich schreibe nicht über mich, auch wenn ich und die Protagonistin durchaus Charakterzüge teilen, ich erzähle nicht meine Geschichte, auch wenn tatsächliche Erfahrungen hie und da in Bruchteilen einfliessen. Ausserdem ist es ein gigantischer Unterschied, ob man es irgendwie schaffen muss einen Text über zwei Seiten halbwegs spannend zu halten oder ob mit der Spannungsbogen ein ganzes Buch umschliessen soll. Anders als bei den Buchtexten von „Einsortiert“, die ich vorher teilweise auch schon in anderer Form verbloggt hatte und mich entsprechend auch von Rückmeldungen beeinflussen liess, schreibe ich diesen Roman grösstenteils ins Leere, vorerst nur für mich. Dabei gehe ich beim Schreiben der Geschichte auch deutlich ungeordneter vor, als wenn ich für „Einsortiert“ oder Blogs schrieb. Kapitel um Kapitel entsteht, meist nicht chronologisch und manchmal werde ich selber von erzählerischen Ereignissen überrascht, wenn sich die Protagonistin am Ende des Kapitels weit entfernt von dem Punkt wiederfindet, den ich ursprünglich für sie angedacht hatte. Auch wenn schlussendlich nichts daraus werden sollte, das Schreiben ist ein Abenteuer und seine Weile alleine des Prozesses wert. Beispiel gefällig? Wenn ja, untenstehend finden sich einige Ausschnitte, die zwar in einem Zusammenhang im Erzählstrang stehen, aber chronologisch noch nicht genau in der Geschichte zu verorten sind.

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Werbeblöckchen – 8


Heute mache ich es mir sehr einfach, hole aber ein Versäumnis nach:

Wer hier schon länger mitliest, weiss, dass auf meiner Lebensaufgabenliste (siehe unten) unter anderem stand, dass ich ein Buch schreiben wollte. Dass ich das im letzten Jahr erledigt habe, wissen wohl mittlerweile auch die meisten. Die, die es nicht wussten, es aber gerne gewusst hätten, können sich entweder mit der soeben geschriebenen theoretischen Information zufrieden geben oder HIERdafür sorgen, dass sie zu denen gehören, die auch wissen, wie das Buch in etwa aussieht und was es so beinhaltet. Falls Sie ausserdem zu denen gehören sollten, die es interessiert, was ich neben dem Schreiben noch so treibe, können HIER nachsehen.

So, ich habe fertig mit Werbeblöcken.

Anbei die aktualisierte Lebensaufgabenliste:

  • Mich aktiv für mir wichtige politische Themen einsetzen
  • Ein Buch schreiben
  • Einen Roman schreiben
  • Meine Töchter aufwachsen sehen und dieses Glück meistens geniessen
  • Mindestens eine weitere Fremdsprache erlernen
  • Den Führerschein machen Erledigt.
  • Ein Radioheadkonzert besuchen
  • Den Nussknacker sehen
  • Eine Wassermelone vom 10. Stock eines Hauses fallen lassen
  • Mich für ein Tattoo entscheiden (nicht für die Tatsache, dass eins gestochen werden soll, das fiele mir leicht, sondern für ein Sujet, an dem ich auch tatsächlich anhaltend Gefallen fände.) Erledigt.
  • In einem Fünfsterne-Hotel nächtigen
  • Per Bahn ganz Asien bereisen
  • Meine Hundephobie überwinden Erledigt.
  • Gutes Porzellan zerdeppern
  • Das Rentenalter fahrend verbringen
  • Eine Haushaltshilfe anstellen
  • Ein weiteres Studium oder Ausbildung abschliessen
  • Mit Schreiben, Sortieren und anderen Lieblingsaktivitäten genug Geld verdienen, dass 1/2 meines Grundeinkommens gesichert ist
  • Integrität erlangen
  • Mit Angehörigen diverser Religionen diskutieren
  • Prokrastination überwinden

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Tiere und andere Arschlöcher mit Flauschhaptik – 7


Obwohl ich als Kind zwischenzeitlich den Wunsch hegte, Tierärztin zu werden, jedenfalls bis Fanny, die Mähre des Hofes auf den mein Vater uns Kinder immer schleppte, um seinem Hobby dem Hilfsbauern zu frönen, mir auf den rechten Fuss trampelte, beschloss ich irgendwann, dass ich Tiere eigentlich gar nicht mag. Das zog ich so konsequent auch über Adoleszenzjahre bis ins junge Erwachsenenalter weiter. Es lebt sich gut, wenn man Tiere eigentlich gar nicht mag. In Bezug auf Hunde entwickelte ich zwischenzeitlich gar eine richtiggehende Phobie. Das ist nicht sonderlich schwer, gilt es anzufügen, viele Hundebesitzer sind da gerne und motiviert behilflich, beim Hundephobienentwickeln, wenn sie ihre Riesenkälber bellend auf spielende Kinder zu rennen lassen, zum Beispiel, und meinen leicht panischen Versuch, die Kinder zu ihrem Schutz hinter den nächsten Zaun zu hieven, mit Kopfschütteln und einem „Aber der macht doch nichts!“ quittieren. Oder wie damals, als ich einem besonders grimmig blickenden Hundeexemplar den Fuss vor die Schnauze hielt, als dieser versuchte ans Gesicht des im Kinderwagen liegenden Kindes zu kommen, und mein Tun mit den Worten „Geh weg, du Tier!“ unterstrich. Ich machte mich aufs Schlimmste gefasst, nämlich den Verlust meines Fusses und versuchte mir in Erinnerung zu rufen, wann ich zum letztmalig gegen Starrkrampf geimpft wurde und lächelte milde beim Gedanken, künftig beim Schuhkauf 50% zu sparen, die Dame am Ende der Hundeleine stimmte allerdings in ein derart lautes Protestgebrüll ein, dass der Hund sich erschreckt zurückzog. Thema des kundgetanen Entsetzens war meine Dreistigkeit und blieb es auch in den nächsten 10 Minuten. Ich vermag nicht zu sagen ob meine, oder des Hundes Irritation grösser war, aber im Unterschied zu mir, wurde ihm wenigstens immer wieder versichert: „Das war nicht deine Schuld, mein Schatz!“ Kurz nach unserer ersten langen Reise, als wir nach einem Besuch bei unseren Reisebekannten, die sich damals frisch einen Welpen ins Haus geholt hatten, begann Herr G. mit Inbrunst und Hartnäckigkeit um einen Familienhund zu winseln. Wie genau es schlussendlich zu meiner Zustimmung kam, weiss ich nicht mehr, ich vermute unlautere Mittel, konnte aber keinen entsprechenden Nachweis erbringen. Als der Welpe dann da war, fand ich das auch gar nicht mehr weiter schlimm, im Gegenteil, seit ich selber Hundebesitzerin bin und damit auch der Hundekörpersprache etwas mächtiger wurde, werde ich nur noch bei wirklich zwielichtigen Hunde- oder Hundebesitzergestalten panisch, habe aber nicht an Wüstbeschimpfvokabular verloren und greife auch gerne darauf zurück, wenn mal wieder ein*e Vollpfosten*in findet, ihr kläffender Miniköter oder sabberndes Riesenvieh dürfe sich mir oder meinen Lieben ungebeten nähern, weil er ja nichts tut, ausser uns ein bisschen belästigen und beängstigen, natürlich. Meine wahre Tierliebe aber gilt den Katzen. Ich habe es nicht geahnt, oder viel mehr vergessen, denn als Kind hatte ich schon mal Katzen, was das für liebenswerte, grandios egozentrische Arschlochviecher mit Flauschhaptik Katzen sind. Ich finde quasi alles niedlich, was sie so tun. Nun gut, ausser die Sache mit dem anfänglichen Katzenkistchenverfehlungen, da hilft auch Niedlichkeit und Flausch nicht mehr. So ziemlich alles andere verzeihe ich. Was kann ich denn dafür, wenn sie sogar beim Krallenwetzen am Sofa, Zerlegen von Klopapierrollen und Runterschubsen von allem, was lose an Rändern rumsteht, einfach fürchterlich niedlich aussehen? Sogar der Hund verdreht hinter meinem Rücken die Augen, wenn ich den niedlichen Mistviechern mal wieder erlaube, auf meinen Schultern zu sitzen, während ich ihm oft schon das Schosshündchendasein verwehre. Dabei ist er nicht besser und lässt es zu, dass ihm die fiesen Flauscher gnadenlos auf der Nase rumtanzen, wortwörtlich. Auf Hunderunden bleibt er dafür trotzdem unersetzlich, wie heute auf dem Belpberg. Offensichtlich mag ich Tiere eben doch. Zumindest meine. Das ist wie mit Kindern.

 

 

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