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Ypsilönchenfakten IV oder das hat sie nicht von mir


Ypsilönchen schläft seit gut zwei Wochen beinah durch. Ein Moment historischer Wichtigkeit, der seinen Anfang in Italien nahm, im Zelt, auf minderbequemen Liegematten, in allzufrischer Luft und unter unberechenbaren Pinienzapfenschauern gigantösen Getöses. Sie schläft durch, meine Damen und Herren! An dieser Stelle wird tunlichst verschwiegen, dass Durchschlafen vorerst heisst, dass sie bis 5 Uhr schläft und hernach mit nicht unerheblichem Aufwand wieder gen Schlaf bewegt werden muss. Verglichen mit Bisherigem schwelgen wir aber alle in Euphorie und rosa Wolken.

Seit wir in Italien waren… Ich will ja nun die Italiener nicht als diebische und schlechte Vorbilder bezeichnen, das liegt mir fern. Aber auffällig ist es schon… SEIT ITALIEN… Nein, ich will keine Zusammenhänge sehen wo keine sind. Aber seit Italien hat Ypsilönchen einen untrügbaren Blick für unabgeschlossene und unbeaufsichtigte Fahrräder. Innerhalb Sekunden hat sie die Lage um die Objekte ihrer Begierde erfasst und pirscht sich wenn günstig unauffällig kleinmädchenhaft an, greift zielsicher zu Lenker, platziert den Fuss auf (wenn vorhanden) Pedalen, um schliesslich und glücklicherweise an mangelnder Körpergrösse und -kraft zu scheitern. Noch.

Ypsilönchen, das habe ich hier schon erwähnt, mag Nasen. Weil Ypsilönchen Nasen ganz gerne mag, findet sie auch Naseputzen toll, jedenfalls wenn nicht tatsächlicher Nasenputzbedarf bestünde. In letzterem Falle sträubt sie sich nämlich gerne unter Zuhilfenahme aller verfügbarer Körperteile, die sie so zielgerichtet einsetzt, das hernach zwar ihre Nasenregion, nicht aber der Pullover des Putzenden schnodderfrei ist. Da sie aber nun mal öfters eine adrette, absolut schnodderfreie Nase mit sich führt, als Situationen bestehen die unverzügliches Putzen erfordern, muss festgehalten werden, dass Ypsilönchen die Nase grundsätzlich gerne putzt. Ja, das lässt sich nicht anders sagen, denn wenn kein Putznotwendigkeit besteht, putzt sie selber und sogar mit geräuschvoller Schnaubetechnik. Wer nun „Ach wie niedlich!“ denkt und sich dabei ein 17 Monate altes Kind vorstellt das ab und zu mal das Taschentuch zückt und geräuschvoll schnaubt, der irrt. Jedenfalls was den Taschentuchzückpart anbelangt. Die Dame von Lönchenwelt ist nicht wählerisch was ihre Schnaubvorlagen abelangt, gerne greift sie hier zu Papier, Blättern, ihrer blossen Hand, Mutters Haaren. Tischtüchern und, was besonders gerne gesehen, in einem feinen Restaurant in Rom, eines schönen Abend eines schönen Tages, den es abzurunden galt, zu den Jackettärmlen des Unbekannten am Nachbartisch.

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Wehklagen


Ich, in tiefster Trauer, habe zu berichten, dass (m)ein Fahrrad temporär unpässlich ist. Es, ansonsten ein überaus vorsichtiges Vehikel, hat sich während einer hurtigen Fahrt zum Bahnhofe zu (nur nu-langem) nicht konsequentem Befahren der FVGBS (für Velos geeignete Bodenstruktur) hinreissen lassen, eine Nachlässigkeit, die schliesslich zum Einfahren eines Nagels (Typ Risnägeli) geführt hat. Die Fahrradbesitzerin, leider nicht im Besitze eines Ersatzschlauches (ev. könnte diese Tatsache auch als Resultat einer gewissen Nachlässigkeit gesehen werden) , ist nun gezwungen 10 Minuten früher aufzustehen und, was besonders dramatisch anmutet, sie wird 20 Minuten später an der Klinke zur Tür ihrer Behausung stehen. Besonders aufmerksame Zuleser werden bemerkt haben, dass somit jeden folgenden Tag, vor der Aufraffung zum Kaufe eines neuen Schlauches, 30 Minuten kostbarer Zeit einem Nagel (Typ Risnägeli) zum Opfer fallen werden. (Kondolenzen werden angenommen)

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