Schlagwort-Archive: Geburtstag

3 Jahre Äm oder das Geburtstagsinterview I.


Was zu einem gelungenen Äm-Dreijahresgeburtstag gehört:

  • Aufstehen, Enten sehen, quietschen.
  • Zwei der verteilten Smarties essen, den Rest in der Mutterente sammeln, verkünden, dass diese Smarties ihr alleiniger und unteilbarer Besitz seien.
  • Einige Versuche unternehmen, die Enten zu zählen, scheitern.
  • Die grosse Schwester zum Smartiesmitessen auffordern.
  • Croissants mit dicker Schicht Ovomaltinenaufstrich essen, dabei aber nicht horizontal, sondern von oben nach unten vorgehen, entsprechend aussehen.
  • Die 20 Gummienten, sich selber, die grosse Schwester und einen Grossteil des Badezimmers wässern. Lange. Sehr lange.
  • Mit Mama einkaufen gehen, entschlossen bei der Auswahl helfen. Völlig unbeeindruckt sein, wenn Muttern an der Kasse leicht hektisch wird, weil sie bemerkt, dass sie keine Karte, kein Schweizerbargeld und auch kein Mobitelefon dabei hat und die Einkäufe stehen lassen muss, um Geld zu besorgen.
  • Begeistert erstmalig in ihrem Leben ein Münztelefon betreten und benutzen.
  • Sich weiterhin gelassen und unbeeindruckt zeigen, wenn Muttern einfällt, dass sie zwar keine Schweizer Franken, aber genügend Euros dabei hat. Beim Einkaufen und Heimtragen mit Klugscheissereien und Verbaldrilling Rat und Tat und anspornenden Worten dienen.
  • Zuhause nach dem Geburtstagsmittagessen (Couscous mit Rahmspinat) verlangen, im Garten essen.
  • Sämtliche Schüsseln der abgeschlossenen Kuchenproduktion leerlecken. Lange. Sehr lange.
  • Den ersten Geburtstagsgast, Grossvater, begrüssen, eine Playmobiltierarztpraxis in Empfang nehmen, bespielen und hauptsächlich Hundekastrationen durchführen.
  • Nach und nach die Geburtstagsgäste empfangen und im Verlaufe des Tages viele tolle Geschenke, unter anderem ein Schifffahrtsgutschein, eine Spiel-Post, Kleider, eine selbstgemachte Puppe von der Patentante Blomma, einen Rucksack und einen Pinguin, dargereicht in einer blau ausgekleideten Gigantokartonschachtel, inklusive Eisscholle, erhalten.
  • Eine Pfannkuchentorte wie Findus (aus Peterson und Findus) präsentiert bekommen, die Kerzen ausspucken. Ja, ausspucken. Danke an all die unkomplizierten Gäste!
  • Kuchen essen. Sehr viel Kuchen essen.
  • Den kleinen Cousin mit Brei füttern.
  • Die Geschenke bespielen, im Garten herumtollen, Feuer machen, Dunkelheit verlangen.
  • Ausgiebiges Bräteln (Grillen) mit (fast) allen Lieben, eine Extrarunde VORNE in der Tragehilfe erbitten, von Schoss zu Schoss zu Schoss in den Schlaf hüpfen und die Erwachsenengespräche am Feuer bis Mitternacht mit leisem Schnarchen begleiten.
Zum Vergleich:
Der Zweijahresgeburtstag
Jahresduseln
Äm-Geburt, die Kurzversion für Gestresste und Emotionsphobiker
Äm-Geburt, die lange Version
 
***
 
Dies ist das erste Geburtstagsinterview, das ich mit Äm geführt habe, die Fragen stellte ich ihr über mehrere Tage verteilt, ansonsten hätte die Konzentration wohl nicht ausgereicht.

Frag die Äm am 3. Geburtstag

Wer ist dein bester Freund, deine beste Freundin?
Y.! 
 
An welchen Traum erinnerst du dich?
Von einem Wolf, der wollte meine Erdbeeren essen.
 
Woran schnupperst du gerne?
Ich finde unser Zirkuswagen riecht gut.
 
Was machst du wenn du Langeweile hast?
Einfach schlafen gehen.
 
Wo möchtest du einmal wohnen?
In deiner Schublade.
 
Welches Haustier wünschst du dir?
Eine Charlotte.
 
Wem hast du einmal eine Botschaft geschickt?
Niemandem
 
Welches Essen hast du schon mal gekocht?
Ja, Omeletten.
 
Gibt es etwas, was du nicht gerne isst?
Scharfe Sachen.
 
Welche Musik magst du?
Solche: (Singt „Rüüüückwääärts“  und lässt sich rückwärts fallen.)
 
Welches Wort magst du besonders gern?
Nüggele. (Schnullern)
 
Welches Wort magst du gar nicht?
FuFu.
 
Was kann dein Papa ganz besonders gut?
Lieder singen.
 
Was kann Mama besonders gut?
Pfeifen.
 
Welches Buch magst du ganz besonders?
Zeralda. 
 
Was würdest du verändern, wenn du Königin wärst?
Alle sollen „Gagi “ sagen.
 
Was sammelst du?
Füchse und Eichhörnchen.
 
Was kannst du besser als Mama und Papa?
Staubsaugen und laute Musik machen.
 
Wie bringst du andere zum lachen?
Selber lachen, zum Beispiel wenn wir von Gagi singen.
 
Dein Lieblingswitz?
Einmal habe ich ein Gagi gefunden, dann ist das in ein Loch pinkeln gegangen und hat ein seltsames Tier gefunden, dann war ich schon fertig. Ich bin feeeertig!
 
Welchen Wunsch hast du?
Ein Pinguinkleid für Fasnacht.
 
Wo warst du schon mal ganz allein?
Nirgends.
 
In wen/was möchtest du dich einen Tag lang verwandeln?
In einen Pinguin. Aber der kann fliegen.
 
Was macht dich wütend?
Wenn Mama mir die Sachen weg nimmt. Wenn Papa Täfeli weg nimmt.
 
Was findest du lustig?
Wenn Papa laut singt.
 
Möchtest du einmal Kinder haben?
Eine einzige Y.
 
Was möchtest du gut können?
Selber ganz hoch Rittiplampen! (Schaukeln)
 
Wovor fürchtest du dich?
Vor Wölfen, wenn es dunkel ist.
 
Wohin möchtest du reisen?
Auf Tierparken.
 
Was spielst du am liebsten alleine?
Mit dem Gagi. Neeeeein, mit dem Auto.
 
Was spielst du am liebsten mit anderen?
Einkaufen und so Sachen.
 
Was macht dich traurig?
Wenn Y nicht mit in die KiTa kommt.
 
Warum heisst du, wie du heisst?
Weil ich… Lalalalalaaa!
 
Mit wem kannst du über alles reden?
Mit allen.
 
Was arbeitest du, wenn du gross bist?
Schulleiterin und ich heisse Susanne.
 
Wen oder was findest du niedlich?
Dass F. noch gaaaanz klein ist. Das ist mein Cousin.
 
Worüber hast du zuletzt mit jemandem gestritten?
Ja, mit Y, wegen Charlotte, wer neben Charlotte sitzen darf.
 
Worüber möchtest du gerne mehr wissen?
Ich habe dich jetzt grad alles schon gefragt.
 
Was machst du, obwohl du es nicht tun solltest?
Manchmal beisse ich Y.
 
Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du? Und Mama? Und Papa? Und Äm?
Ich, Hund. Mama, Elefant. Papa, Elefant. Y., Elefant. Also eigentlich wäre ich auch ein Elefant. Und Charlotte auch. Dabei ist sie schon ein Tier.
 
Wo auf der Welt lebst du?
Hier!
 
Was hast du Neues gelernt?
Laufrad fahren. Aber das kann ich schon lange.
 
Was brauchst du, damit du gut schläfst?
Meine „Chnättidechi“ (Knetdecke, Äms Eigenkreation, weil sie die Decke beim Einschlafen knetet.)
 
Wies siehst du aus?
Müde.
 
Welches ist dein schönstes Erlebnis im letzten Jahr?
Mein Geburtstag.
Werbung

5 Kommentare

Eingeordnet unter Äm, Elternsein, Frage, Gfötelet

5 Jahre Y oder das Geburtstagsinterview II.


Was zwingend zu einem gelungenen Ypsilönchen-Fünfjahresgeburtstag gehört:

▪   Beim Frühstückstisch einem Arsenal von aufgehängten Glitzerleimstiften, Glitzerstaubdosen, Pailletten und Maskingtape erwartet werden.
▪   Sich von der kleinen, lauthals Eigeninterpretationen von Geburtstagsliedern singenden Schwester die Morgenmilch servieren lassen.
▪   Parallel zum Frühstück mit Glitzer, Leim und Pailletten werkeln, aufgrund von Handverwechslungen zweimal haarscharf an einem Mund voll Glitzerstaub vorbeischrammen und dem beglitzerten Blatt einen grosszügigen Joghurtklecks verpassen.
▪   Sich bei bereits morgens gnädig lauen Temperaturen für einen Wollrock entscheiden und darauf bestehen.
▪   In den Kindergarten gehen, die Frage, ob sie denn heute um 12 abgeholt werden möchte, lässig abwinken und betonen, dass sie schon seit sehr langem alleine laufe, nämlich seit sie vier war.
▪   Sich vor dem Verabschieden allerdings noch mal vergewissern, dass wirklich das Richtige gekocht wird.
▪   Um Viertel nach 12 heimkehren mit den Worten „Hallo Leute, habt ihr noch nicht vergessen, dass ich Geburtstag habe?“
▪   Sich geburtstagstraditionell mit Würstchen, Maiskolben und Spinat servieren lassen.
▪   Die beiläufig gestellten Geburtstagsinterviewfragen mit „Manchmal sprichst du zu viel.“ Quittieren, aber irgendwie schon sehr gerne antworten.
▪   Die allerbeste Freundin zu nachmittäglichen Erdbeeren und Eis einladen, gemeinsam basteln und die kleinen Geschwister dressieren.
▪   Die Freundin nach Hause geleiten, mit einem AUSGELIEHENEN Gruselfurbyvieh zurück kommen, das aber sogleich wieder vergessen ward, weil die Abendessensgäste eintrudeln.
▪   Das sehnlichst erwünschte Abendessen nicht essen.
▪   Viele schöne Kleider, eine heissersehnte Plastikbillighandorgel, einen Playmobilcamper, ein Fahrrad, einen Pferderitt-, einen Theater-, einen Wander- und einen Waldnachabenteuergutschein geschenkt bekommen.
▪   Den Geburtstagskuchen selber anschneiden.
▪   Vom Geburtstagskuchen nur Dekoration und Crème essen.
▪   Sich von den Awesenden benachtgewanden lassen.
▪   Vor dem Einschlafen ein positives Geburtstagsresumée ziehen und den Blitzgedanken empfangen, dass man eigentlich noch gar nicht so müde schnarch.
 

 
Zum Vergleich:
Jähriges Rauschen
Der Zweijahresgeburtstag
Der Dreijahresgeburtstag
Der Vierjahresgeburtstag
 
***

Frag die Y am 5. Geburtstag

Wer ist dein bester Freund, deine beste Freundin? „L. und R., die sind bei mir im Kindergarten und ich will mich mit ihnen sehr oft verabreden und Pferde spielen.“  

Woran schnupperst du gerne? „Hundefutter.“  

Was machst du wenn du Langeweile hast? „Dann gehe ich zu Papa und frage ihn, ob wir zusammen blödeln, dann komme ich zu dir, dann gehe ich zu Äm.“  

Wo möchtest du einmal wohnen? „Bei Emee (Oma) weil es dort so schöne Sachen hat.“  

Welches Haustier wünschst du dir? „Noch einen Hund, einen genau gleichen, der etwas grösser wird, es soll auch ein Weibchen sein und soll Nia heissen.“  

Wem hast du einen Brief geschickt? „Allen, die ich zu meinem Geburtstag eingeladen habe.“  

Was hast du geschrieben? „Das sage ich nicht.“  

Welche Musik magst du? „Papamusik, weil Papa dort Gitarre spiel und Lililili von Marius und die Jagtkapelle.“  

Welches Wort magst du besonders gern? „Vögeli.“  

Welches Wort magst du gar nicht? „Gruusig, das ist so ein blödes Wort.“

Was kann Papa ganz besonders gut? „Gitarre spielen.“ 

Was kann Mama besonders gut? „Schiffchen falten.“  

Welches Buch magst du ganz besonders? „Mein Lesebuch. Und Carola, weil die keinen Käse mag und weil sie vor nichts Angst hat.“ 

Was würdest du verändern, wenn du Königin wärst? „Zu mir nachhause kommen und Königswegglein backen und Spaghetti kochen.“

Was kannst du besser als Mama und Papa? „Mit dem Trottinett fahren. Und ihr solltet noch etwas besser schauen, ob ihr Marienkäfer seht, die zusammen gebären, also das ist wie ein Marienkäferbaby heiraten.“

Was sammelst du? „Muscheln.“

Wie bringst du andere zum lachen? „Wenn Äm weint, mache ich sie manchmal nach, dann lacht sie.“

Erzählst du deinen Lieblingswitz?„Soll ich einen von Globi erzählen? Einmal an einem Tag ist Glob aufs WC gegnagen und er hat gesehen, dass grade hinter ihm niemand war, aber das WC war verkehrt und Globi musste gegen die Wand schauen, dann ist Äm hinter ihm gestanden, dann hat Globi sich umgedreht und ist plumps ins WC gefallen.“  

Welchen Wunsch hast du?„Ich möchte ein Glitzerstift sein, ein goldener, dann könntest du mich aufheben und schöne Sachen auf ein Blatt leimen und ich wäre nie verstopft, aus mir würde immer von Anfang an ganz viel rauskommen.“

Was macht dich wütend? „Wenn A. mir sagt, ich sei doof. Und das hat A. mir auf dem Spielplatz schon oft gesagt, an einem Tag sehr oft, gell fies!?.“

Was findest du lustig? „Wenn Äm mir sagt, ich sei frech Wenn R. mir sagt, ich sei ein Lölibänz.“

Möchtest du einmal Kinder haben? Wieviele? „Ja. Fünf. Zusammen mit Äm. „

Was möchtest du gut können? „Den Kopfstand.“

Wovor fürchtest du dich? „Wenn T. Blödsinn macht und wenn ich alleine die Treppe rauf gehe und kein Licht brennt. Aber ich weiss doch auch nicht wovor genau.“

Wohin möchtest du reisen? „Nach Interlaken um dort zu schlafen. Viele Leute reisen nach Interlaken. Da gibt es auch Leute, die sind behindert.“ (Zu unserer Verteidigung: Sie spricht von Herrn G.s Schülern.)

Was spielst du am liebsten alleine? „Eisenbahn.“ 

Was spielst du am liebsten mit anderen? „Basteln und mit Äm am liebsten rumhüpfen.“ 

Was macht dich traurig? „Dass ds Söckli (Hamster im Kindergarten) gestorben ist.“

Was macht dich glücklich? „Wenn alle Kinder bei mir sind.“  

Warum heisst du, wie du heisst? „Als ich ein Baby war, hast du mir diesen Namen gegeben weil du den Namen schön fandst.“

Was machst du, wenn du gross bist? „Ich werde Bäuerin und arbeite mir Pferden, weißt du, ich wohne bei Emee und arbeite im Pferdestall da in der Nähe.“

Wen oder was findest du niedlich? „Kleine Kätzchen und J. den Nachbarn.“

Worüber hast du zuletzt mit jemandem gestritten? „Mit Äm, aber ich habe es schon nicht mehr im Kopf, das fällt immer raus, wenn ich träume.“  

Was machst du, obwohl du es nicht tun solltest? „Äm umschupsen.“

Worüber möchtest du gerne mehr wissen? „Wie dass man Fische fängt.“

Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du? Mama? Papa? Äm? „Ich = Einhorn. Mama = Mamaeinhorn. Papa = Kuh. Äm = Die junge Kuh, also das Kälblein.“ (Ich hoffe schwer, dass hier keine Psychologen mitlesen.)

Wie siehst du aus? „Ich weiss es nicht so recht, du siehst mich besser. Ganz blond, sehr dünn, mit einem Popel in der Nase, blinzelnd mit sehr braunen Augen.“  

In wen/was möchtest du dich einen Tag lang verwandeln? „In einen Engel, dann würde ich fliegen, nach Afrika zum Beispiel, dort würde ich so rumlaufen und rumgucken und das Meer sehen.“

Was ist das schönste, was du in diesem Jahr gemacht hast? „Das Muttertagsgeschenk für dich.“

An welchen Traum erinnerst du dich? „Ja, von Pipi Langstrumpf, da passierten viele Dinge, ich kann das nicht alles sagen.“

***

Die Antworten auf dieselben Fragen vor einem Jahr:

Frag die Y am 4. Geburtstag  

2 Kommentare

Eingeordnet unter Elternsein, Frage, Neulich, Ypsilönchen

Ein Zweijahresgeburtstag im Leben der Äm


Äm-Geburt, die Kurzversion für Gestresste und Emotionsphobiker
Äm-Geburt, lange Version
Jahresduseln

Was zu einem gelungenen Äm-Zweijahresgeburtstag gehört:

  • Nach dem Aufstehen, noch vor der Morgenmilch, schlaftrunken an den Geburtstagstisch sitzen und erstmal ausgiebig und offenmundig minutenlang das versammelte Fahrzeugarsenal begrüssen.
Morgens um 6.

Morgens um 6.

  • Sich draussen von der grossen Schwester die schönsten, grössten und reitzahmsten Stockpferde suchen, sammeln und überreichen lassen.
Boss zu Ross.

Boss zu Ross.

  • Stund.den.lang schaukeln „bis i Himmu ufe“.
Verschaukelt.

Verschaukelt.

  • Mit der grossen Schwester differenziert über Aussehen, Alter und Herkunft von Exkrementen am Wegesrand fachsimpeln.
Exkrementexpertinnen unter sich.

Exkrementexpertinnen unter sich.

  • Ovomaltinekuchenkerzen sehr abgeklärt und prompt auspusten, Kuchen verspeisen und die Glasur, ganz nebenbei, grosszügig als Gesichtsmaske auftragen.
Pustekuchen.

Pustekuchen.

  • Viele tolle Geschenke erhalten, unter anderem ein Schlafsack für die nächste Reise, eine Tragehilfe für die Puppe und eine Giesskanne, ganz besonders aber ein gigantsches Plastikmonster in Form eines Tret-Traktors samt Bschüttifass (Güllefass) und ein per sofortige Wirkung zum Lieblingstier ernanntes Hündchen, Fridolin. (Letzteres hat Patentante Frau Blomma selber angefertigt und könnte hier bei Bedarf erstanden werden.)
Gassigang.

Gassigang.

  • Die Anwesenden reihum nötigen, auf dass sie das Traktorenungetüm samt Besitzerin den Garten hoch schieben, um dann i eim Garacho dr Hoger ab z’bloche (um danach mit grosser Geschwindigkeit den Hügel runter zu fahren), das Abbremsen übernehmen selbstredend die verantwortlichen Geburtstagsknechte.
Rasen auf Rasen.

Rasen auf Rasen.

  • Zum Abendessen Unmengen von Spaghetti mit Spinatsauce vertilgen.
  • Bald danach nach Schlaf verlangen aber jeden Schlafanzug verweigern, darum in Tageskleidern, mit Kleinbagger, Puppe und Fridolin im Arm, im neuen Schlafsack und unter immer mal wieder aufflammendem Bedürfnis, sich selber aus voller Kehle ein Geburtstagsständchen zu schmettern, langsam einschlummern.

4 Kommentare

Eingeordnet unter Äm, Gfötelet, Neulich

Ein Geburtstag im Leben der Y oder Frag die Y am 4. Geburtstag


Was zwingend zu einem gelungenen Ypsilönchen-Vierjahresgeburtstag gehört:
  • Beim Frühstückstisch von einem pferdenen Ehrenkomitee begrüsst werden.
  • Den Magen mit Schokolade zur Tätigkeitsaufnahme auffordern.
  • Sich im neuen Dreijahreszeitenschlafsack auf dem Sofa die Morgenmilch genehmigen.
  • Einen rosa Rock und dazu die allerliebsten Wanderschuhe anziehen.
  • Mutters Erklärungen bezüglich der Bedienung der neuen Einfachkamera mit mildem Lächeln und „Weiss ich doch.“ quittieren. (Und es tatsächlich wissen. Ich hörte meine eigene, geliebte teuere Kamera leise jubeln, als das Kind den deutlich hieb- und stichfesteren Apparat auswickelte. )
  • Die Befehlshabe über den KiTageburtstagskuchenbackvorversuch an sich reissen und die eigene Mutter zur Küchen(nicht Kuchen, haha)dekoration, allerhöchstens Aushilfe degradieren.
  • Den als gemütlich en Spaziergang angedachten Ausflug rennend bewältigen, weil die Pferde (siehe erster Punkt) sonst zu lange allein sind.
  • Als Dekoration eingeplante Erdbeeren in Schokolade tunken und essen, weil sie leider allesamt, so ein Pech, nicht so sehr gelungen und deswegen nicht präsentabel sind.
  • Den Geburtstagskuchen selber anschneiden.
  • Schaukeln „bis in den Himmel“.
  • Beim Abendessen die Lieblingsspeisen auf dem Teller vereinen: Mais, Spinat, Würstchen und Schokolade.
  • Nach dem Abendessen, bereits im Schlafanzug, in den Wald zur Schatzsuche begleitet werden und einen heimatlosen Zwerg samt Schatztruhe finden.
  • Beinah im gehen einschlafen, es aber gerade noch so schaffen von den sentimentalen Eltern ins Bett geleitet zu werden.
EmpfangskomiteeGeburtstagskuchenschneidenDSC_0565 - Arbeitskopie 2 Foto
DSC_0529
 
 
 
***
 
 
Vor einigen Monaten habe ich ein Buch für Kinder in den Händen gehalten, dessen Inhalt aus Fragen an den Nachwuchs bestand. Daraus entstand die Idee, meinen Kinder (ab 3Jahren)  alljährlich, anlässlich ihres Geburtstags, die mehr oder weniger selben Fragen zu stellen und hier festzuhalten, um alle Jahre wieder auf Letztes und Letzteres zurückzublicken, Erinnerungen aufzuwärmen und uns über Entwicklungen zu freuen. Darum:
 
 

Frag die Y am 4. Geburtstag

 
Woran schnupperst du gerne?
„Smartiesluft.“
 
Was machst du wenn du Langeweile hast?
„Einfach abliegen.“
 
Wo möchtest du einmal wohnen?
„Ich will immer hier bleiben.“
 
Welches Haustier wünschst du dir?
„Ein richtiges Hündlein, ein schwarzes. Mit einer Leine dran die angewachsen ist.“
 
Wem hast du einen Brief geschickt?
„Schon allen. Nur J. nicht. Das sollte ich dringen. Kannst du das in den Kalender einschreiben?“
Was hast du geschrieben?
„Das sage ich nicht.“
 
Welche Musik magst du?
„Weihnachtsmusik.“
 
Welches Wort magst du besonders gern?
Gägägägägägä.
 
Welches Wort magst du gar nicht?
„Wenn jemand sagt: „Das möchte ich nicht.“ Das habe ich eben nicht so gern. Das finde ich blöd.“
 
Was kann Papa ganz besonders gut?
„Uns rumtragen.“
 
Was kann Mama besonders gut?
„An der Stange hängen.“
 
Welches Buch magst du ganz besonders?
„Das N-Buch.“ (Meine Schwester fertigte vor ihrer Abreise je ein Buch für die Kinder an, mit kleinen Erinnerungen und anderen Nettigkeiten.)
 
Was würdest du verändern, wenn du Königin wärst?
„Alle Menschen müssen mich immer tragen.“
 
Was kannst du besser als Mama und Papa?
„Schaukeln.“
 
Was sammelst du?
„Muscheln.“
 
Wie bringst du andere zum lachen?
„Wenn ich ihnen sage „Du bisch e frächi Täsche.“ Das finden sie lustig.“
 
Erzählst du deinen Lieblingswitz?
„Ein Fridimutz kletterte mal auf ein Haus. Dann hat er etwas gesehen, es war ein Pinguin. Dann fragte er den Pinguin: „Was machst du da?“ Dann hat der Pinguin gesagt: „Picknicken.“
 
Welchen Wunsch hast du?
„Ein Pinguintisch mit Kleber drauf.“
 
Was macht dich wütend?
„Wenn Äm meine Sachen kaputt macht.“
 
Was findest du lustig?
„Das was Äm mir ins Ohr flüstert.“
 
Möchtest du einmal Kinder haben? Wieviele?
„Ja. Zehn. „
 
Was möchtest du gut können?
„Mit einem ganz grossen Fahrrad fahren, auch mit Pedalen, wie ich es schon kann, aber mit einem noch grösseren. Und lesen.“
 
Wovor fürchtest du dich?
„Vor Hunden.“
 
Wohin möchtest du reisen?
„Zu E.“ (Tochter „unserer Deutschen“ in München.)
 
Was spielst du am liebsten alleine?
„Eisenbahn.“
 
Was spielst du am liebsten mit anderen?
„Pferde, Bébé, Hunde und andere herzige Sachen.“
 
Was macht dich traurig?
„Wenn alle weg sind.“
 
Was macht dich glücklich?
„Ein pinkiges Pony, das mich immer trägt.“
 
Warum heisst du, wie du heisst?
„Einfach.“
 
Was machst du, wenn du gross bist?
„In Zürich einen Computer basteln. Und Elterngespräche machen.“
 
Wen oder was findest du niedlich?
„J.“ (Betreuerin aus der KiTa.)
 
Worüber hast du zuletzt mit jemandem gestritten?
„Weil Äm die Schnecke auf den Stein gesetzt hat. Das tut ihm weh. Der muss in die Erde. Aber sie wollte das nicht.“
 
Worüber möchtest du gerne mehr wissen?
„Wieso es schneit.“
 
Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du? Mama? Papa? Äm?
I“ch = Pony. Mama = Tiger. Papa = Ross. Äm = Leopard.“ (Ich hoffe schwer, dass hier keine Psychologen mitlesen.)
 
Wie siehst du aus?
„Wie L. Blond. Mit weissem Gesicht. Mit schwarzen Augen. Und sehr gross.“
 
Was ist das schönste, was du je gemacht hast?
„Pferde schauen.“
 
 
***
 
 
1. Geburtstag
2. Geburstag
3. Geburtstag

12 Kommentare

Eingeordnet unter Gfötelet, Neulich, Ypsilönchen

Ein Geburtstag im Leben der Y oder Dreijähriges Rauschen


Was zwingend zu einem gelungenen Ypsilönchen-Dreijahresgeburtstag gehört:

  • Erst um 8 Uhr erwachen, dafür um so sehrer, weil mit dem Augenaufschlag gleich vom Gedanken befallen, dass heute endlich der lange herbeigesehnte Geburtstag gekommen ist.
  • Trotzdem noch etwas im warmen Bett verweilen und sich vom Vater die Frühstücksmilch reichen lassen.
  • Aufstehen, in die Wohnküche schlurfen, sich im Ballonhimmel wieder finden (Geburtstagswunsch 1), auf dem Tisch neben schnödem Alltagsmüsli einen Kleinstberg Smarties entdecken und endgültig in Verzückung geraten.
  • Nachdem nach Verzehr der Smarties, und der damit wiederkehrenden Aufnahmekapazität für smartiesfernes Geschehen, des ersten verpackten Geschenks gewahr werden, den von Keti liebevoll angefertigten, wunderhübschen „Rock mit Pilzen“ (dringlich geäusserter Geburtstagswunsch, um den im Vofeld grosses Tamtam und Trara gemacht wurde) auspacken, den Mutter G. mit voller Schenkvorfreude eingewickelt hat, einen kleinen Schrei der Begeisterung ausstossen und dem, bei der Auspackaktion freigelegten, vergessenen Smartie unter den Tisch hinterher hechten. (Der so sehr gewünschte Pilzrock fristet ein unbeachtetes Dasein.)
  • Am Mittag von Mutter G. aus der KiTa geholt und den ganzen Weg getragen werden.
  • Keinen Mittagsschlaf machen, dafür mit gigantöser Vorfreude auf die Geburtstagsgäste warten und diese bei Eintreffen darüber informieren, wessen Geburtstag das hier heute sei und dass das Geburtstagskind beim Singen keinesfalls einstimmen müsse, aller Anderen Pflicht es aber sei, lauthals zu johlen.
  • Zwar kein grosses Reh (Geburtstagswunsch 3), keinen Kaffee (Geburtstagswunsch 4) und kein Ameisenfutter (jedenfalls nichts explizit dafür Gedachtes, Geburtstagswunsch 5),
  • dafür eine Trillerpfeife (mit nebensächlichem Rucksack)
  • lauter wunderbare Kleinigkeiten, wie beispielsweise Familie Gminggmangg in reisekompatibelm Kleinstformat, von Frau Blomma hergestellt,
  • und, vor allem und besonders wichtig, eine Schaukel und ein Steckenpferd geschenkt bekommen.
  • Mit Nachdruck nach Kuchen verlangen aber nur Smarties und Erdbeeren verspeisen.
  • Papa und den Patenonkel zum Schaukelaufhängen nötigen, Planung und Kommando übernehmen und schlussendlich verkünden: „I ha ds Rittigampfi ufghänkt, dr Götti u dr Papa hei chli ghulfe.“ (Ich habe die Schaukel aufgehängt, der Patenonkel und Papa haben ein wenig geholfen.)
  • Hernach den Nachmittag abwechselnd hoch zu wildem Ross und schaukelnd verbringen.
  • Berge vom Bolognesehörndli zu Abendessen einverleiben.
  • Mit dem Grossvater toben bis aus anfänglich ohrenläutendem Kreischen und Kichern nur noch mattes Krächzen wird.
  • Sich mit Patentante und Tante in Trance tanzen.
  • Das Steckenpferd betten und in den Schlaf singen.
  • Nach einem kurzen Ereignissesverarbeitungskreischintermezzo schlussendlich nach einem Tagesrückblick mit Papa doch noch friedlichst einschlummern.

Rückblick:

12 Kommentare

Eingeordnet unter Elternsein, Ypsilönchen