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Wir haben fertig.


Und es bleibt eigentlich nichts zu sagen, bis auf all die Dinge, die ich schon vor zwei Jahren sagte. Fügen Sie hie und da noch etwas Junghundtrubel ein und fertig ist mein heutiger Blogeintrag.

Es ist geplant, gepackt und geputzt. Tatsächlich habe ich es schlussendlich doch noch geschafft, mich für, oder, was noch einiges diffiziler, gegen Garderobenbestandteile zu entscheiden und nein, lieber Herr G., weder habe ich Kleider von mir in die Kisten der Kinder geschmuggelt, noch werde ich mir morgen noch x weitere Stücke per Zwiebelprinzip erschummeln. Trotz Unmengen von Material, sieht der Gefährte wider Erwarten nicht all zu vollgestopft aus, ja, bleibt Platz für Chaos, massig Andenken, mehr Kleider und Luft zum Atmen (je nach Hundes Flatulenzfrequenz.)

Morgen gegen Mittag früh werden wir starten. Für die erste Etappe haben wir uns wenig vorgenommen, werden die Grenze noch nicht überfahren, sondern bei Ypsilönchens Patentante, die momentan im Engadin weilt, eine erste Übernachtung einlegen. Routenmässig ist geplant auf dem Hinweg, der leider ziemlich in die Touristenhauptsaison fällt, Italien, Slowenien und Kroatien relativ schnell (kinderabhänigig) zu bewältigen (Letzterem wollen wir auf dem Rückweg gerechter werden) und es dann ab Albanien gemächlicher zu halten.

Ich habe vor regelmässig (1-2 x wöchentlich) zu bloggen, aber das wird wohl sehr von, Land, Internetempfang und Zeit abhängig sein. Fotos werden wohl einfachheitshalber, so lange unterwegs, nur iPhone-Qualität haben. Wie schon vor gut zwei vier Jahren, auf unserer Kurzreise nach Istanbul unter dem Titel „Bemerknisse zweineinhalb Reisender“, möchte ich Erkenntnisse und Bemerktes jeweils, nach einem eher Ortsbezogenen Kurzbericht, stichwortartig festhalten (Kategorie Bermerknisse, rechte Spalte). Selbstredend, dass wir bereits vor Abfahrt, rund um den Akt des Planens und Packes zu gewissen Einsichten gelangt sind, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.

Bemerknisse Kleinstrudelreisender I (als Kleinst-Rudel-Reisende, nicht Kleinstrudel-Reisende zu lesen)

  1. Beim Putzen beachten Sie die Regeln unter „Haushalten mit Frau Gminggmangg“ und oder angeln Sie eine ebenso fähige wie willige Mutter wie Frau Gminggmangg sie hat.

  2. Vermieten Sie ihre Wohnung NICHT zwischen und erben, erbeuten, erschummelngewinnen Sie stattdessen vorgängig eine grössere Summe Geld, die eine Zwischenvermietung erst gar nicht nötig macht.

  3. Wer asketisch packt gewinnt… Platz, also Leere, also Nichts und heult nachher rum, weil er nichts anzuziehen hat. Jawoll.

  4. Wer mit Kleinkindern verreist, lernt möglichst schnell und gut koordiniert zu packen.

  5. Erdenken Sie sich erst detailgenau den potentiellen Inhalt einer Kiste (Nicht laut aussprechen, Sie wollen die Brut ja nicht auf Spielideen mit genau diesen Gegenständen bringen.)

  6. Planen Sie den genauen Weg der Einsammlung der diversen für die Kiste geplanten Gegenstände (leise),

  7. rufen Sie wahlweise „Oh, da, Pferdekot!“ (für Y), „Oh, da, eine schmackhaft aussehende Schnecke!“ (für Äm) oder ähnlich Frappantes und zweigen sie aufgeregt in eine Richtung

  8. rennen Sie in die andere Richtung los,

  9. sammeln Sie alle benötigten Utensilien ein,

  10. werfen Sie sie in eine Kiste und

  11. VERSCHLIESSEN SIE DIE KISTE! Fest! Mit Kindersicherung!

  12. Oder Sie benützen die erstbeste Kiste als Kinderbehältnis und befreien die Kinder erst wieder, wenn sämtliche anderen Kisten gepackt und verschlossen sind.

  13. Oder Sie ignorieren obigen Ratschlag und packen dafür mehrmals.

 

Besonderen Dank gilt Familie Q., die unsere Gemächer hegt, pflegt und belebt!

Bis zur nächsten WLAN-Quelle…

 

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Haushalten mit Frau Gminggmangg


„Wenn es einen Hausfraueneignungstest geben würde, würdest du ihn wahrscheinlich nicht bestehen.“ sprach Herr Gminggmangg. Ich war erst geneigt stumm und zustimmend zu nicken, denn derartige Dreistigkeiten bringen aus jeglichem Schlagfertigkeitskonzept, entschloss mich dann aber mit einer Beweisführung aufzuwarten, die ihn zu ewiglichem diesbezüglichen Schweigen verdammen würde. Wer Haushaltstipps herausgibt, ist bekanntermassen ein Haushalts-Ass und ich versorge die werte Leserschaft hiermit mit Haushaltstipps und bin somit, Sie werden es erraten haben, ein Haushaltsgenie. (Und kommen Sie mir nicht mit Ursache-Wirkungs- oder Hühner-Eier-Fragen!)

Also: Haushalten mit Frau Gminggmangg:

  • Suchen Sie sich eine(n) fleissige(n) Partner(in), heiraten Sie ihn/sie wenn möglich sobald Sie sicher sind, dass er/sie putzen, waschen und kochen kann und es auch tut. (So eine Heirat schmälert die Gefahr all zu raschen Absprungs.)
  • Fenster müssen erst geputzt werden, wenn die Stromrechnung mangels Tageslichteinfall zu hoch wird.
  • Bügelwäsche gibt es nicht. Schaffen Sie sich erst gar nie ein Bügeleisen an. Das lohnt sich ohnehin nicht, denn spätestens nach Dreissig oder mit der Elternschaft sind Sie dauerknittirg und Glattes unzulässiger Stilbruch.
  • Nacktheit ist gut: Weniger Wäsche, weniger Flecken, weniger Schwitzen, weniger Duschen, weniger Duscheputzen.
  • Abtrocknen gibt es nicht. Überhaupt lautet die allergoldenste Regel: Machen Sie nichts was von selber geschieht.
  • Mindestens eine Person kann direkt aus der Pfanne, mit dem Schöpflöffel essen und vom Wasserkrug trinken.
  • Kleinkinder können ihr Essen gerade so gut direkt von der Tischplatte zu sich nehmen und Besteck wird ohnehin verschmäht.
  • Stillen Sie ihre Kinder.
  • Stapeln hilft immer. Wenn Stapeln nicht mehr hilft, helfen Kramschubladen. Wenn Kramschubladen nicht mehr helfen, helfen Papiersäcke und ein Kramschrank. Wenn ein Kramschrank nicht mehr hilft, hilft ein Kramzimmer. Danach hilft die Müllabfuhr.
  • Wäsche wird grundsätzlich 60° gewaschen, das spart die Sortiererei. Tragen sie konsequent Batik oder nennen Sie Farbunregelmässigkeiten einfach Stil.
  • Staub den man nicht sieht, gibt es nicht.
  • Binden Sie ihre Kinder in die Hausarbeit ein. Optimalerweise gehen Sie dabei nach der Proper-Methode vor. Literaturhinweis: „Jedes Kind kann putzen lernen“
  • Essen sie möglichst oft draussen, damit sparen sie massenhaft anfallende Putzarbeiten, und denken Sie daran: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung.
  • Gestehen Sie der Wäsche ihre eigene Umlaufbahn zu, sie will das so, denn, was keiner weiss, sie neigt zu Klaustrophobie und Schränke beängstigen sie: Getragen werden – Wäschekorb – Waschmaschine – Wäschekorb (langer Aufenthalt) – getragen werden – Wäschekorb – Waschmaschine – Wäschekorb (langer Aufenthalt)… ich glaube, Sie haben verstanden.
  • Befreien Sie sich vom Anspruch zwei gleiche Socken anziehen zu wollen.

Dass Sie diese Tipps befolgt haben, merken Sie, wenn Ihr Kind Sie regelmässig beim Aufräumen und Putzen fragt, wer denn heute zu Besuch komme.

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