5 Jahre Y oder das Geburtstagsinterview II.


Was zwingend zu einem gelungenen Ypsilönchen-Fünfjahresgeburtstag gehört:

▪   Beim Frühstückstisch einem Arsenal von aufgehängten Glitzerleimstiften, Glitzerstaubdosen, Pailletten und Maskingtape erwartet werden.
▪   Sich von der kleinen, lauthals Eigeninterpretationen von Geburtstagsliedern singenden Schwester die Morgenmilch servieren lassen.
▪   Parallel zum Frühstück mit Glitzer, Leim und Pailletten werkeln, aufgrund von Handverwechslungen zweimal haarscharf an einem Mund voll Glitzerstaub vorbeischrammen und dem beglitzerten Blatt einen grosszügigen Joghurtklecks verpassen.
▪   Sich bei bereits morgens gnädig lauen Temperaturen für einen Wollrock entscheiden und darauf bestehen.
▪   In den Kindergarten gehen, die Frage, ob sie denn heute um 12 abgeholt werden möchte, lässig abwinken und betonen, dass sie schon seit sehr langem alleine laufe, nämlich seit sie vier war.
▪   Sich vor dem Verabschieden allerdings noch mal vergewissern, dass wirklich das Richtige gekocht wird.
▪   Um Viertel nach 12 heimkehren mit den Worten „Hallo Leute, habt ihr noch nicht vergessen, dass ich Geburtstag habe?“
▪   Sich geburtstagstraditionell mit Würstchen, Maiskolben und Spinat servieren lassen.
▪   Die beiläufig gestellten Geburtstagsinterviewfragen mit „Manchmal sprichst du zu viel.“ Quittieren, aber irgendwie schon sehr gerne antworten.
▪   Die allerbeste Freundin zu nachmittäglichen Erdbeeren und Eis einladen, gemeinsam basteln und die kleinen Geschwister dressieren.
▪   Die Freundin nach Hause geleiten, mit einem AUSGELIEHENEN Gruselfurbyvieh zurück kommen, das aber sogleich wieder vergessen ward, weil die Abendessensgäste eintrudeln.
▪   Das sehnlichst erwünschte Abendessen nicht essen.
▪   Viele schöne Kleider, eine heissersehnte Plastikbillighandorgel, einen Playmobilcamper, ein Fahrrad, einen Pferderitt-, einen Theater-, einen Wander- und einen Waldnachabenteuergutschein geschenkt bekommen.
▪   Den Geburtstagskuchen selber anschneiden.
▪   Vom Geburtstagskuchen nur Dekoration und Crème essen.
▪   Sich von den Awesenden benachtgewanden lassen.
▪   Vor dem Einschlafen ein positives Geburtstagsresumée ziehen und den Blitzgedanken empfangen, dass man eigentlich noch gar nicht so müde schnarch.
 

 
Zum Vergleich:
Jähriges Rauschen
Der Zweijahresgeburtstag
Der Dreijahresgeburtstag
Der Vierjahresgeburtstag
 
***

Frag die Y am 5. Geburtstag

Wer ist dein bester Freund, deine beste Freundin? „L. und R., die sind bei mir im Kindergarten und ich will mich mit ihnen sehr oft verabreden und Pferde spielen.“  

Woran schnupperst du gerne? „Hundefutter.“  

Was machst du wenn du Langeweile hast? „Dann gehe ich zu Papa und frage ihn, ob wir zusammen blödeln, dann komme ich zu dir, dann gehe ich zu Äm.“  

Wo möchtest du einmal wohnen? „Bei Emee (Oma) weil es dort so schöne Sachen hat.“  

Welches Haustier wünschst du dir? „Noch einen Hund, einen genau gleichen, der etwas grösser wird, es soll auch ein Weibchen sein und soll Nia heissen.“  

Wem hast du einen Brief geschickt? „Allen, die ich zu meinem Geburtstag eingeladen habe.“  

Was hast du geschrieben? „Das sage ich nicht.“  

Welche Musik magst du? „Papamusik, weil Papa dort Gitarre spiel und Lililili von Marius und die Jagtkapelle.“  

Welches Wort magst du besonders gern? „Vögeli.“  

Welches Wort magst du gar nicht? „Gruusig, das ist so ein blödes Wort.“

Was kann Papa ganz besonders gut? „Gitarre spielen.“ 

Was kann Mama besonders gut? „Schiffchen falten.“  

Welches Buch magst du ganz besonders? „Mein Lesebuch. Und Carola, weil die keinen Käse mag und weil sie vor nichts Angst hat.“ 

Was würdest du verändern, wenn du Königin wärst? „Zu mir nachhause kommen und Königswegglein backen und Spaghetti kochen.“

Was kannst du besser als Mama und Papa? „Mit dem Trottinett fahren. Und ihr solltet noch etwas besser schauen, ob ihr Marienkäfer seht, die zusammen gebären, also das ist wie ein Marienkäferbaby heiraten.“

Was sammelst du? „Muscheln.“

Wie bringst du andere zum lachen? „Wenn Äm weint, mache ich sie manchmal nach, dann lacht sie.“

Erzählst du deinen Lieblingswitz?„Soll ich einen von Globi erzählen? Einmal an einem Tag ist Glob aufs WC gegnagen und er hat gesehen, dass grade hinter ihm niemand war, aber das WC war verkehrt und Globi musste gegen die Wand schauen, dann ist Äm hinter ihm gestanden, dann hat Globi sich umgedreht und ist plumps ins WC gefallen.“  

Welchen Wunsch hast du?„Ich möchte ein Glitzerstift sein, ein goldener, dann könntest du mich aufheben und schöne Sachen auf ein Blatt leimen und ich wäre nie verstopft, aus mir würde immer von Anfang an ganz viel rauskommen.“

Was macht dich wütend? „Wenn A. mir sagt, ich sei doof. Und das hat A. mir auf dem Spielplatz schon oft gesagt, an einem Tag sehr oft, gell fies!?.“

Was findest du lustig? „Wenn Äm mir sagt, ich sei frech Wenn R. mir sagt, ich sei ein Lölibänz.“

Möchtest du einmal Kinder haben? Wieviele? „Ja. Fünf. Zusammen mit Äm. „

Was möchtest du gut können? „Den Kopfstand.“

Wovor fürchtest du dich? „Wenn T. Blödsinn macht und wenn ich alleine die Treppe rauf gehe und kein Licht brennt. Aber ich weiss doch auch nicht wovor genau.“

Wohin möchtest du reisen? „Nach Interlaken um dort zu schlafen. Viele Leute reisen nach Interlaken. Da gibt es auch Leute, die sind behindert.“ (Zu unserer Verteidigung: Sie spricht von Herrn G.s Schülern.)

Was spielst du am liebsten alleine? „Eisenbahn.“ 

Was spielst du am liebsten mit anderen? „Basteln und mit Äm am liebsten rumhüpfen.“ 

Was macht dich traurig? „Dass ds Söckli (Hamster im Kindergarten) gestorben ist.“

Was macht dich glücklich? „Wenn alle Kinder bei mir sind.“  

Warum heisst du, wie du heisst? „Als ich ein Baby war, hast du mir diesen Namen gegeben weil du den Namen schön fandst.“

Was machst du, wenn du gross bist? „Ich werde Bäuerin und arbeite mir Pferden, weißt du, ich wohne bei Emee und arbeite im Pferdestall da in der Nähe.“

Wen oder was findest du niedlich? „Kleine Kätzchen und J. den Nachbarn.“

Worüber hast du zuletzt mit jemandem gestritten? „Mit Äm, aber ich habe es schon nicht mehr im Kopf, das fällt immer raus, wenn ich träume.“  

Was machst du, obwohl du es nicht tun solltest? „Äm umschupsen.“

Worüber möchtest du gerne mehr wissen? „Wie dass man Fische fängt.“

Wenn du ein Tier wärst, welches Tier wärst du? Mama? Papa? Äm? „Ich = Einhorn. Mama = Mamaeinhorn. Papa = Kuh. Äm = Die junge Kuh, also das Kälblein.“ (Ich hoffe schwer, dass hier keine Psychologen mitlesen.)

Wie siehst du aus? „Ich weiss es nicht so recht, du siehst mich besser. Ganz blond, sehr dünn, mit einem Popel in der Nase, blinzelnd mit sehr braunen Augen.“  

In wen/was möchtest du dich einen Tag lang verwandeln? „In einen Engel, dann würde ich fliegen, nach Afrika zum Beispiel, dort würde ich so rumlaufen und rumgucken und das Meer sehen.“

Was ist das schönste, was du in diesem Jahr gemacht hast? „Das Muttertagsgeschenk für dich.“

An welchen Traum erinnerst du dich? „Ja, von Pipi Langstrumpf, da passierten viele Dinge, ich kann das nicht alles sagen.“

***

Die Antworten auf dieselben Fragen vor einem Jahr:

Frag die Y am 4. Geburtstag  

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2 Kommentare

Eingeordnet unter Elternsein, Frage, Neulich, Ypsilönchen

2 Antworten zu “5 Jahre Y oder das Geburtstagsinterview II.

  1. Ich bin aufrichtig froh, dass Y nie verstopft ist. Das ist eine sehr nützliche Eigenschaft!

  2. Oh das Interview ist absolut köstlich!! Hach.
    Alles Gute zum 5. Geburtstag!

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